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Diese 5 Mechanismen, die den Börsencrash hinauszögern, sollten jedem Anleger bewusst sein

Bild: Ralf Anders

Manch einer wundert sich dieser Tage. Das geopolitische Umfeld wird immer komplizierter, Konflikte und ein wütendes Klima zerstören Milliardenwerte, und Unternehmensgewinne stagnieren auf breiter Front – trotzdem erreichen viele der weltweiten Börsen neue Höchststände. Langjährige Crashpropheten werden anscheinend ein ums andere Mal Lügen gestraft.

Aber es stecken auch handfeste Mechanismen dahinter, dass die Kurse gelegentlich über längere Zeit der Realität davonlaufen. Damit müssen Anleger kalkulieren, bevor sie übereilt handeln.

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Was die Kurse trägt in fünf Schritten

Wenn an der Börse lediglich Computer über das Auf und Ab der Kurse entscheiden würden, sähe es wahrscheinlich etwas anders aus. Aber wenn menschliche Psychologie mitspielt, ist es eine ganze Kette von Faktoren, die die Kurse tragen, selbst wenn die fundamentale Basis beginnt, sich zu verschlechtern.

Faktor 1: FOMO
FOMO, also die Angst, etwas zu verpassen, steht sicherlich weit vorn in dieser Kette. Zum Teil sind es vielleicht die gleichen Leute, die noch Ende 2018 bei DAX-Ständen von unter 11.000 Punkten mit dem Supercrash gerechnet hatten, die nun verzweifelt den immer weiter steigenden Kursen hinterherhecheln. Wenn fast das gesamte persönliche Umfeld scheinbar super Renditen einfährt, will man zumindest auch sagen können, dass man ein paar Microsoft (WKN: 870747)- oder adidas (WKN: A1EWWW)-Aktien besitzt.

So kann man sich zugehörig fühlen zu den Gewinnern, solange die Rakete noch Treibstoff hat. Diese Gruppe kauft also in dem Moment, wo dankbare taktische Investoren sich bereits verabschieden.

Faktor 2: Buy the Dip
Gehen die Kurse trotz der FOMO-Käufer zurück, dann stößt schon bald die nächste Gruppe dazu. Die Buy-the-Dip-Strategie basiert auf der Idee, regelmäßig an schwächeren Tagen zuzukaufen. Dabei reichen schon kleine Rücksetzer von unter 2 %. Geschickt eingesetzt lässt sich auf diese Weise die Rendite steigern, weil man per Definition niemals zum Höchstkurs einkauft – mit dem Nachteil, dass gelegentlich die Kurse weglaufen.

Das tut der Beliebtheit des Ansatzes jedoch keinen Abbruch, weshalb dieser Faktor oft eine starke Barriere nach unten bildet.

Faktor 3: Das Schließen von gehebelten Wetten
Wenn trotz der vorgenannten Faktoren weiterhin Abwärtsdruck besteht, kommen spekulative Anleger dazu. Gerade diejenigen, die zu früh mit Knock-out-Zertifikaten auf einen Einbruch gesetzt haben, dürften heilfroh über einen Rückgang von 3 bis 5 % sein, um Schadensbegrenzung betreiben zu können. Das Auflösen von solchen gehebelten Positionen kann einen starken Effekt haben, weil die Zertifikate sozusagen einen Kredit beinhalten, der den Einsatz vervielfacht.

Faktor 4: Die Techniker
Spätestens dann, wenn es innerhalb von einer Woche mehr als 5 % nach unten geht, treten Trader auf den Plan, die überzeugt sind, dass sie aus der Chartanalyse herauslesen können, dass der Markt völlig überkauft sei. Der Gedanke dabei ist, dass auf jede Welle nach unten irgendwann wieder eine Welle nach oben folgen muss. Das ist ja auch richtig – nur die Größe der Wellen ist leider nicht zuverlässig vorhersehbar. Trotzdem sind technische Indikatoren und Muster bei vielen Anlegern beliebt und ihre Beachtung hat erheblichen Einfluss auf den Kursverlauf.

Faktor 5: Leerverkäufer
In den meisten Fällen drehen die Kurse dank der ersten vier Faktoren frühzeitig wieder nach oben. Geht es dann doch noch etwas weiter nach unten, nutzen strategische Leerverkäufer das reduzierte Niveau, um sich einzudecken. Auch das wirkt einer Abwärtsbewegung entgegen. Erst wenn auch dieses Hindernis überwunden ist – oder Leerverkäufer aufgrund des sich immer deutlicher verdüsternden Konjunkturausblicks ihren Einsatz noch erhöhen – wäre der Weg frei für einen echten Crash.

Vorsicht ist angesagt

Wenn wir uns diese Mechanismen bewusstmachen, dann können wir zwar im Nachhinein einigermaßen erklären, was an den Märkten passiert, aber für eine Prognose taugt es nur sehr eingeschränkt, denn die einzelnen Faktoren überschneiden sich und wirken mit wechselnder Dynamik. Zudem kann jede kleine Konjunkturmeldung den Verkaufsdruck wieder abschwächen und die Aktionen der Zentralbanken sind ebenfalls nur schwer einzukalkulieren.

Ein Markt kann deutlich länger nach oben ziehen, als man es als skeptischer Investor über eine fundamentale Analyse erwarten würde. Deshalb würde ich niemals mit kurzfristigen Knock-out-Zertifikaten und Ähnlichem auf fallende Kurse setzen.

Eine Depotabsicherung mit etwas länger laufenden Put-Optionsscheinen, ungehebelten Short-Zertifikaten und anderen Instrumenten ohne Knock-out kann aus meiner Sicht gelegentlich Sinn ergeben, um sich in stürmischen Zeiten entspannt zurücklehnen zu können, anstatt in die Versuchung zu kommen, seine Lieblingswerte zu verkaufen. Es erfordert allerdings, dass man sich im Vorfeld eine klare Strategie zurechtlegt sowie seinen Einsatz vernünftig begrenzt.

Denn eine Sache ist klar: Auf lange Sicht steigen die Börsen. Bei Absicherungsstrategien arbeiten also neben den fünf obigen Faktoren auch noch die Zeit gegen dich!

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft.

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