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Hat JD.com überhaupt eine Chance, Alibaba noch einzuholen?

Der chinesische Markt gilt als Wachstumsmotor unserer Weltwirtschaft. Das Reich der Mitte kommt, trotz einiger Einbrüche auch bei diesen relativen Zahlen, noch immer auf ein annualisiertes Wirtschaftswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Region bleibt somit auch für Investoren interessant.

Der E-Commerce ist hierbei ein Wachstumsmarkt, der definitiv über diesem Schnitt liegt. Mit Alibaba (WKN: A117ME) gibt es hier außerdem einen klaren Platzhirsch, sowie einen ebenfalls umsatzstarken Verfolger mit JD.com (WKN: A112ST). Aber besitzt der Verfolger eigentlich überhaupt eine Chance, den Marktführer einzuholen? Eine spannende Frage, die uns heute neben weiteren beschäftigen soll.

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Die Marktanteile im Überblick

Ohne jetzt groß rechnerisch oder prognostisch auf aktuelle Zahlen blicken zu wollen: Grundsätzlich haben die 2018er-Zahlen, die inzwischen bereits anderthalb Jahre alt sind, eine klare Aussage: Alibaba spielt mit einem Marktanteil von über 50 % die größte Rolle in diesem Markt, JD.com hat mit 17 %, und somit beinahe einem Fünftel, jedoch ebenfalls einen starken Anteil an diesem lukrativen Markt.

Nichtsdestoweniger ist die Kernmessage an dieser Stelle relativ klar: Alibaba dominiert den chinesischen E-Commerce und durch das immer stärker werdende Netzwerk sowohl für Händler als auch für Kunden dürften die Handelsplattformen auf absehbare Zeit die Pole-Position für sich reklamieren. Da kann JD.com zunächst anstellen, was es möchte, der zweite Platz scheint hier vorerst Schicksal zu sein.

Eine Unterscheidung, die sich jedoch auch bei der operativen Ausrichtung widerspiegelt. Alibaba mit seinen beiden Plattformen Tmall und Taobao ist nämlich eher E-Commerce-Plattformbetreiber und verknüpft Verbraucher mit Händlern. Ein entscheidender Unterschied im Vergleich zu JD.com, das wie Amazon selbst eigene Waren verschickt und eine eigene Logistik errichtet. Für das weitere Wachstum, insbesondere in entlegeneren Regionen, kann das wichtig werden, da der Verfolger hier selbst die Qualität in der Hand hält.

JD.com kann daher langfristig mit seiner eigenen Logistik möglicherweise effizienter oder zumindest qualitativ hochwertiger werden, gerade auch was die regionale Ausdehnung im Reich der Mitte anbelangt. Ein Vorteil, den Alibaba hier möglicherweise nicht besitzt, was in den noch nicht tech-affinen ländlichen Regionen zu einem geringeren Wachstum und vielleicht zu einer stärkeren Präsenz von JD.com führen kann. Doch selbst wenn sich hier die Anteile etwas verschieben, bleiben mehr als 50 % Marktanteil zu nicht einmal 20 % eine klare Botschaft: Alibaba ist meilenweit entfernt.

Vielleicht nicht die richtige Frage beziehungsweise Perspektive

Allerdings könnte der Marktanteil an dieser Stelle entweder die falsche Frage sein oder die falsche Perspektive. JD.com ist mit einem Quartalsumsatz von über 18 Mrd. US-Dollar inzwischen größer als Alibaba, das es im gleichen Zeitraum auf 16,7 Mrd. US-Dollar bringt. Dafür ist der Marktführer, auch aufgrund der anderen Plattformausrichtung, deutlich profitabler, wobei auch JD.com im dritten Quartal mit einem Gewinn von 600 Mio. US-Dollar in die Gewinnzone gerückt ist.

Gemessen an der Marktkapitalisierung zeigen sich ebenfalls gewaltige Größenunterschiede. JD.com wird gegenwärtig mit knapp über 50 Mrd. US-Dollar bewertet, Alibaba hingegen kommt auf über 600 Mrd. US-Dollar, was in etwa dem Zwölffachen dessen entspricht. Das wiederum kann uns zu einer gänzlich anderen Fragestellung führen, nämlich der: Muss JD.com Alibaba überhaupt einholen, um hier die bessere Wahl zu sein?

Der Verfolger könnte, zumindest gemessen am Marktanteil, bewertungstechnisch die bessere Wahl sein und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten möglicherweise die besseren Renditen abwerfen. Gerade, weil hier noch immer eine gewaltige Diskrepanz besteht. Vielleicht eine Frage, die man sich gerade als Investor stellen sollte, zumal der chinesische Markt und insbesondere der E-Commerce hier zu den wachstumsstärkeren Segmenten zählt.

Zurück zur Basisfrage …

Im Endeffekt dürfte es JD.com daher schwer haben, auf absehbare Zeit Alibaba einzuholen. Für Investoren könnte diese Fragestellung jedoch zweitrangig sein, was im Endeffekt vielleicht sogar die Hauptaussage ist, die man diesbezüglich kennen oder zumindest in Erwägung ziehen sollte.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba und JD.com. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von JD.com.

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