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4 Gründe, warum die TUI-Aktie anfällig bleiben könnte

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Ab August des vergangenen Jahres (2019) zog die TUI (WKN: TUAG00)-Aktie kurzfristig stärker an. Damals war davon auszugehen, dass der Touristikkonzern von der Thomas Cook-Insolvenz profitieren wird. Dieser Effekt hielt tatsächlich nur bis November 2019 an. Dann tauchten neue Probleme auf.

Viele Anleger haben die Aktie in der Vergangenheit aufgrund der hohen Dividendenrendite gehalten. Sie war aber nie so ganz sicher und mit Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2019 kündigte TUI dann sogar eine Ausschüttungskürzung an. Stattdessen will der Konzern mehr Geld in die Digitalisierung und in seine Hotels investieren, was später vielleicht zu besseren Ergebnissen führen könnte.

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Es gibt aber noch mehr Gründe, warum die TUI-Aktie zukünftig anfällig bleiben könnte.

1) Unklarheit über bestellte Boeing-Maschinen

Der Flugzeughersteller Boeing (WKN: 850471) hat derzeit mit großen Problemen bei seinen 737-Max-Maschinen zu kämpfen. Zwar sind sie treibstoffsparender als Vorgängermodelle, aber derzeit scheint es ein ernsthaftes Softwareproblem zu geben, worunter alle Boeing-Kunden, inklusive TUI leiden.

So kostet das Leasing von Ersatzmaschinen TUI jeden Monat Millionen Euro. Ob und wie viel Entschädigung Boeing dafür zahlen wird, ist noch offen. TUI hatte 15 Maschinen im Einsatz und weitere acht bestellt. Im letzten Geschäftsjahr kosteten die Ersatzmaschinen bereits 293 Mio. Euro.

Zuletzt rechnete TUI bis Ende April 2020 mit einer Freigabe der 737-Max-Maschinen, aber auch dieser Termin wurde nun bereits bis Mitte des Jahres verschoben. Allein dieses Problem wird TUIs Gewinn im aktuellen Geschäftsjahr mit mindestens 130 Mio. Euro (wahrscheinlich aber noch mehr) belasten.

2) Hohe Konjunkturabhängigkeit

Wie anfällig das Reisegeschäft ist, erkennen wir am einfachsten an unserem eigenen Urlaubsverhalten. Je nachdem, ob wir gerade Geld übrig haben, fahren wir in einigen Jahren mehr und in anderen vielleicht gar nicht in den Urlaub.

Besonders in Wirtschaftskrisen, wenn viele Menschen arbeitslos werden, gibt es auch bei TUI regelmäßig Ergebniseinbrüche. Zwar könnte, aufgrund der Digitalisierung, die Gewinnmarge steigen und TUI so finanzkräftiger werden, aber am Geschäft selber wird sich dadurch wohl wenig ändern.

3) Krankheiten, Kriege und Naturkatastrophen

Es gibt aber noch viel mehr Ereignisse, die bei TUI zu Ergebniseinbrüchen führen könnten. Dies zeigt ziemlich aktuell das Coronavirus (Lungenkrankheit). Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, wurde am Ausbruchsort Wuhan (einer 11-Mio.-Einwohner-Stadt in China) nun ein komplettes Flug- und Reiseverbot verhängt. Bei einer weiteren Ausbreitung könnte es auch schnell international verhängt werden, mit entsprechend negativen Folgen für Reisekonzerne wie TUI.

Ähnlich negativ können sich Konflikte, wie beispielsweise aktuell am Persischen Golf, Vulkanausbrüche, Brände, wie derzeit in Australien (hier ist der Tourismus schlagartig eingebrochen), zu heiße Sommer oder andere Naturkatastrophen auswirken.

4) Harter Wettbewerb

Die Thomas Cook-Insolvenz hat zwar den Wettbewerb etwas reduziert, wirkt sich aber nur kurzfristig aus. Aktuell gibt es immer noch zu viele Anbieter in der Branche und damit mehr Angebot als Nachfrage. Dies macht Preiserhöhungen schwierig, was bei TUI wiederum zu geringen Nettomargen führt. In den letzten zehn Geschäftsjahren lag sie nur bei durchschnittlich 1,8 %. Diese hauchdünne Decke macht den Konzern auch zukünftig für Verluste und somit für fallende Aktienkurse anfällig.

Aus Investmentgesichtspunkten gibt es derzeit viele gute Alternativen zur TUI-Aktie. Der Anleger muss also nicht immer an einer Aktie festhalten, wenn andere Unternehmen sehr viel stabiler aufgestellt sind und zudem noch mehr Dividende zahlen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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