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Warum Sparer vergeblich auf die Zinswende warten – und was sie stattdessen tun könnten

Als Sparer hat man es heutzutage nicht leicht. Über einen Tagesgeldzins von durchschnittlich 0,11 % würde ich mich jedenfalls nicht freuen (Stand: 01.01.2020).

Mit diesem Gefühl bin ich hierzulande offensichtlich in der Minderheit. Denn trotz Zinsfraß am Vermögen setzen die meisten Bundesbürger noch immer zum Großteil auf Bargeld und Bankeinlagen.

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Das könnte man entweder als finanziellen Suizid oder als smarte Strategie deuten. Denn bald könnten die Zinsen doch schon wieder steigen, oder? Ja, das wäre möglich. In diesen irren Zeiten kann ich mir alles vorstellen. Aber ist das realistisch? Wohl eher nicht!

Der Nullzins wirkt (noch immer) nicht

Das verwüstete Zinsumfeld geht ohne Zweifel auf das Konto der europäischen Zentralbank, die den Leitzins seit einigen Jahren bei mageren 0,00 % belässt (Stand: 20.01.2020). Diese Maßnahme ist – nach allem, was man weiß – keine Kriegserklärung an die Sparer, sondern vielmehr mit der Hoffnung verbunden, dass der Nullzins doch bitte positive Effekte auf das wirtschaftliche Umfeld der Eurozone haben sollte.

Aber wo stehen wir da zurzeit? Nun ja, es ist kompliziert!

Kürzlich ermittelten die Wirtschaftsprüfer von PWC, dass sich 25 % der griechischen Unternehmen nur aufgrund der niedrigen Zinsen halten können. Oder anders formuliert: Ein Viertel der griechischen Unternehmen ist scheintot. Zombie-Alarm!

Um die Inflationsrate steht es auch nicht besser. Die lag im Dezember 2019 bei 1,3 % und somit noch immer unter der von der EZB offiziell angepeilten Inflationsrate von nahezu 2 %. Ziel verfehlt – und das trotz einer seit Jahren festgefahrenen Nullzinspolitik! Zum Glück, würde ich fast sagen. Denn den Bürgern der Eurozone eine Inflation von 2 % als „Preisstabilität“ zu verkaufen, war mit meiner Logik noch nie kompatibel. Denn auch eine augenscheinlich geringe Inflationsrate kann desaströse Effekte nach sich ziehen. Bei einer Inflationsrate von nur 2 % löst sich nach nur 35 Jahren rund 50 % der ursprünglichen Kaufkraft in Luft auf. Nein, danke!

Ist denn wenigstens der Wirtschaft insgesamt geholfen? Auch da sieht es nicht so gut aus, wie man es eigentlich erwarten würde. Für 2020 erwartet die EU-Kommission ein Wirtschaftswachstum von etwa 1,2 %. Schnarch! Liegt dieser mickrige Wert eigentlich schon über der Fehlertoleranz? Das als Erfolg zu verkaufen, dürfte definitiv nicht einfach werden.

Zombie-Unternehmen mit Nullzinshunger, Inflation unter Zielwert und ein schläfriges, kaum messbares Wirtschaftswachstum. Bei dieser Gemengelage erwarte ich alles, aber keine Zinserhöhung.

So viele Alternativen wie nie zuvor

Doch wann geben die Sparer endlich auf? In 10 Jahren? In 100 Jahren?

Fakt ist: Eine baldige Zinserhöhung dürften wohl nur die abgedrehtesten Spekulanten erwarten. Zu den Fakten gehört aber auch, dass es heute so viele Alternativen für Sparer gibt wie nie zuvor!

Alternativen, die vielleicht ohnehin schon immer dem reinen Zinssparen überlegen waren. Ja, die Zinsen waren früher höher. Aber was bringen Zinsen von 3 %, wenn die Inflationsrate gleichzeitig bei 5 % liegt, so wie im Deutschland des Jahres 1992, also noch lange vor der Einführung des Euro?

Der DAX ist dagegen von Beginn an eine Erfolgsgeschichte. Seit dem Start 1988 generierte der deutsche Premium-Index eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 8 % (Stand: 20.01.2020). Ja, genau der DAX, dessen Mitglieder ihre Historie zum Teil bis in die Kaiserzeit zurückverfolgen können. Selbst dieses alte Haus war offensichtlich schon vor Jahrzehnten eine besser Idee als das Zinssparen – und der DAX liefert sogar heute noch (wenn auch nicht immer so gut wie seine internationalen Kollegen)!

Aktienindizes wie den DAX als Ganzes zu erwerben ist dank ETFs (börsengehandelter Fonds) zudem denkbar einfach. Das Konzept ETF ist bereits über 50 Jahre alt. Doch die heutzutage geradezu lächerliche Gesamtkostenquote von knapp über 0 % sowie die bequeme Konfiguration automatisierter Sparpläne lassen aus meiner Sicht jede Ausrede der Aktienmuffel im Sand verlaufen. Sogar nachhaltige und klimapositive Aktiendepots sind heutzutage kein Problem!

Optimistisches Fazit

Als Sparer muss man sich nicht ärgern. Man könnte auch genauso gut handeln.

Vielleicht ist der Abschied vom Zinssparen auch kein Verlust, sondern vielmehr eine Chance. Die Chance, sich in eine Anlageklasse einzuarbeiten, die historisch betrachtet außerordentlich hohe Renditen generiert hat.

Wem der DAX hierfür zu jung ist, könnte einen Blick auf die historischen Kurse des S&P 500 werfen. Der stand im Jahr 1880 bei etwa 7 Punkten. Heute steht der US-Index bei 3.320 Punkten (Stand: 20.01.2020).

Derartige Renditen gibt es natürlich nicht umsonst. Ab und an fällt der Crash-Hammer und vernichtet Buchgewinne mit einem Schlag. Aber ist das wirklich so viel schlimmer als ein von oben herab diktierter Nullzins, der langfristig auch nichts anderes ist als ein Crash auf Raten? Wäre ein Börsencrash von 50 % wirklich schlechter für dein Geld als sechs Jahre entgangener Zins und Zinseszins plus Inflation? Rechne selbst!

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