The Motley Fool

MTU – Ist der DAX-Neuling etwas für langfristige Anleger?

Nach rund 14 Jahren im MDAX ist MTU Aero Engines (WKN: A0D9PT) nun seit dem vergangenen Herbst im DAX gelistet. Damit ist MTU neben der Lufthansa (WKN: 823212) das zweite Unternehmen aus dem Bereich Luftfahrt im DAX. Grundsätzlich bietet der Luftfahrtmarkt große Chancen in den kommenden Jahren. Bis 2036 erwartet die IATA (International Air Transport Association) einen Anstieg des weltweiten Passagieraufkommens auf rund 8 Milliarden Passagiere pro Jahr. Dies entspricht in etwa einer Verdopplung des jährlichen Passagieraufkommens im Vergleich zu 2017.

Auf welche Weise profitiert MTU vom wachsenden Luftfahrtmarkt?

MTU entwickelt und fertigt in erster Linie Komponenten für Flugzeugturbinen. Dabei arbeitet das Münchener Unternehmen mit allen großen Triebwerksherstellern zusammen, was dazu führt, dass aktuell etwa jede dritte Maschine der zivilen Luftfahrt mit MTU-Technologie fliegt. Sein Wissen nutzt MTU auch in der militärischen Luftfahrt und ist unter anderem führender Partner der Bundeswehr. Der Triebwerksbau für die zivile Luftfahrt macht etwa 33 % des Umsatzes von MTU aus, während der Umsatzanteil der militärischen Luftfahrt bei 9 % liegt. Mit einem Umsatzanteil von rund 58 % macht MTU den meisten Umsatz jedoch mit der Wartung und Instandhaltung von zivilen Flugzeugturbinen. In diesem Bereich ist das Unternehmen gemessen am Umsatz einer der weltweiten Marktführer.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Bis 2036 wird nicht nur erwartet, dass sich die Zahl der Passagiere in der zivilen Luftfahrt verdoppelt, sondern auch, dass sich die Anzahl der aktiven zivilen Verkehrsflugzeuge ebenfalls verdoppelt. In der Folge werden natürlich auch doppelt so viele Triebwerke für diese Flugzeuge benötigt und diese Triebwerke müssen auch in Zukunft regelmäßig gewartet werden. Genau an dieser Stelle liegt dann das große Wachstumspotenzial für MTU, denn wenn das Münchener Unternehmen es schafft, seine aktuelle Marktstellung zu halten oder auszubauen, wird es stark von dem insgesamt wachsenden Markt profitieren können.

MTU ist nicht abhängig von einem Partner

Ein großer Vorteil von MTU liegt aus meiner Sicht darin, dass sich das Unternehmen nicht  von einem Partner abhängig gemacht hat. Blickt man auf den Markt des zivilen Flugzeugbaus, wird deutlich, dass es nur wenige Unternehmen gibt, welche große Teile des Marktes untereinander aufteilen. Bei den Triebwerken gibt es nur vier große Hersteller und zivile Verkehrsflugzeuge werden im Grunde nur von zwei großen Herstellern gefertigt. MTU ist in der guten Position, mit allen diesen Unternehmen zusammenzuarbeiten, und ist daher sehr breit diversifiziert.

Ein gutes Beispiel dafür ist die aktuelle Krise bei Boeing (WKN: 850471) aufgrund der 737 Max. Obwohl auch MTU Komponenten für die Triebwerke der 737 Max liefert, hat der Produktionsstopp keine spürbaren negativen Auswirkungen auf das gesamte Geschäft von MTU. Einerseits hängen auch unter den Tragflächen der A320-Familie von Airbus (WKN: 938914), welche das Gegenstück zur 737-Familie von Boeing bildet, Triebwerke mit MTU-Technologie. Die Nachfrage nach Flugzeugen aus der A320-Familie ist infolge der 737-Max-Krise logischerweise deutlich gestiegen, was wiederum die gesunkene Nachfrage nach der 737 Max zum Teil auffangen kann. Andererseits kommt hinzu, dass den Fluggesellschaften aktuell eigentlich fest eingeplante neue Maschinen fehlen. Aus diesem Grund müssen die aktuell vorhandenen Maschinen zum einen öfter fliegen und zum anderen müssen ältere Maschinen, welche bereits aus wirtschaftlichen Gründen ersetzt werden sollten, nun erst einmal weiterfliegen. Beides hat hohe Wartungskosten für die Flugzeuge zur Folge, wovon MTU als weltweit führender unabhängiger Anbieter von Instandhaltungsdienstleistungen für Flugzeugturbinen natürlich enorm profitiert.

Schlägt sich das ganze auch in den Zahlen nieder?

Im Geschäftsjahr 2018 konnte MTU einen Umsatz von rund 4,6 Mrd. Euro erwirtschaften und unter dem Strich stand am Ende ein Gewinn von 8,67 Euro pro Aktie. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Umsatzsteigerung von rund 17,2 % und einer Steigerung des Gewinns je Aktie von 25,7 %. Auf Sicht von 10 Jahren lag die Wachstumsrate des Umsatzes bei 5,3 % pro Jahr und der Gewinn je Aktie wurde jährlich um 9,1 % gesteigert. Das bereits seit 85 Jahren existierende Unternehmen hat daher in den letzten Jahren aus meiner Sicht eindeutig gezeigt, dass es langfristig profitabel wachsen kann.

Diese positive Entwicklung der fundamentalen Kennzahlen hat sich auch in der Entwicklung des Kurses niedergeschlagen. Seit dem Börsengang im Juni 2005 hat sich die MTU-Aktie mehr als verzwölffacht. Hinzu kommt, dass MTU ein recht verlässlicher Dividendenzahler ist. Zwar liegt die aktuelle Dividendenrendite nur bei einem Prozent, jedoch wurde die Dividende in den letzten fünf Jahren kontinuierlich mit einer Wachstumsrate von über 18 % pro Jahr gesteigert und gekürzt wurde die Dividende seitdem das Unternehmen an der Börse gelistet ist noch nie.

Alles in allem sehe ich MTU daher als ein sehr interessantes Unternehmen für langfristig denkende Fools an. MTU hat in der Vergangenheit gezeigt, dass die Firma in der Lage ist, langfristig profitabel zu wachsen. Zudem ist MTU aktuell sehr gut in einem Markt positioniert, welcher in den kommenden Jahren wohl stark wachsen wird. Daher spricht aus meiner Sicht aktuell nichts dagegen, dass MTU die Erfolgsstory der Vergangenheit auch in den kommenden Jahren weiter fortschreiben kann.

Ist das die „nächste Netflix“ (und ein Corona-Gewinner)?

Wegen Corona-Isolation nimmt zurzeit ein Trend doppelt an Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming. Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen. Wir möchten dir gerne alle Einzelheiten über dieses Unternehmen an die Hand geben.

Fordere unseren neuen kostenlosen Spezialreport „Die Gaming-Industrie steht vor einem neuen Schub – Das ist unsere Top-Empfehlung“ jetzt an!

Robin Gey besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!