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ETFs: Jetzt auch noch schuld an einer Tech-Blase?!

Noch einmal: Das Investieren in ETFs ist vom Grundsatz her mit vielen Vorteilen verbunden. Die Passivfonds sind einfach, mit Kostenquoten im dezimalen Prozentbereich vergleichsweise günstig, als Indexfonds transparent und somit im Endeffekt mit wenig Aufwand verbunden. Garniert mit einer marktüblichen Rendite bleibt diese Anlageform auch weiterhin interessant.

Nichtsdestoweniger mehren sich kurz- bis mittelfristig die Kritiken an solchen Wegen, um ein Vermögen aufzubauen. Viele Skeptiker weisen beispielsweise darauf hin, dass die milliardenschweren Mittelzuflüsse über Sparpläne zu einer großen Blase führen können, die sich in einem Knall entladen kann. Das Schlimme an dieser Stelle kann dabei womöglich sein, dass viele Investoren sich lediglich mit den Chancen, nicht jedoch den Risiken intensiv auseinandersetzen.

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Ganz konkret könnten viele ETFs möglicherweise auch daran schuld sein, dass sich insbesondere bei Tech-Aktien derzeit eine Blase bildet. Lass uns das im Folgenden mal etwas näher beleuchten.

Darum könnte es langsam kritisch werden

Wie ein Beitrag von einem Wirtschaftsjournalisten der Tageszeitung „Der Welt“ in diesen Tagen offenbart, führen die milliardenschweren Mittelzuflüsse in diesen Tagen vor allem zu einem: Zu einer besonders starken Gewichtung in Tech-Aktien, die inzwischen signifikante Schwerpunkte in vielen Börsenbarometern bilden.

Egal ob Apple, Microsoft, Amazon, Netflix oder auch weitere Vertreter der sogenannten FANG-Aktien (auch in allen Erweiterungen und Abweichungen) besitzen inzwischen gigantische Marktkapitalisierungen und nehmen entsprechend einen größeren Teil an gewichteten Indizes ein. Da die meisten Börsenbarometer wie eben S&P 500 oder auch Nasdaq auf solche Faktoren bei der Gewichtung setzen, werden solche Aktien stetig weiter aufgeblasen. Sowohl was die Aktienkurse als auch die Gewichtung und die Marktkapitalisierung anbelangt.

Das könnte, so die Ansicht des besagten Redakteurs, zu einer Blase führen, was rein größentechnisch von den Börsenbewertungen unterfüttert sein könnte. Apple und Microsoft kämpfen schließlich bereits seit Längerem um die Billionen-US-Dollar-Marke und Amazon könnte ebenfalls vor diesem Schritt stehen. Ein gewisses Blasenpotenzial bei Einzelaktien könnte daher vorhanden sein, was möglicherweise zu einem Systemrisiko auch bei ETFs werden könnte.

Wenn derartige Aktien schließlich immer größer werden und einen größeren Anteil an einem Index auf sich vereinen, wird bei Passivfonds das Rückschlagspotenzial hier ebenfalls größer. Ein Crash in der Tech-Branche könnte daher auch ganze Indizes mit sich ziehen, was durch die Milliarden (beziehungsweise Billionen) an Mitteln in den Passivfonds möglicherweise zu einem Kartenhaus führen könnte, das in sich zerbricht.

Was ist da bloß dran?

Grundsätzlich lässt es sich, wie gesagt, nicht leugnen, dass Aktien wie Apple, Microsoft, Amazon oder auch Netflix die ganzen Tech-Größen eben bewertungstechnisch immer weiter abheben. Neben der Marktkapitalisierung führt das in so manchem Fall auch zu einer insgesamt teuren Bewertung, was grundsätzlich die Fragestellung eröffnet, wie interessant solche Aktien selbst aus einem langfristigen Blickwinkel noch sind.

Aber zurück zu den ETFs: Wie wir mit Blick auf den US-amerikanischen marktbreiten S&P 500 feststellen können, existiert hier inzwischen wirklich ein starker Schwerpunkt auf derartigen Tech-Aktien. Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet beispielsweise vereinen inzwischen einen Anteil von über 16 % auf sich. Rund ein Sechstel dieses breiten Index, der 500 Aktien umfasst, hängt daher von der Entwicklung von lediglich vier einzelnen Aktien ab. Das ist bemerkenswert.

Auch eine Dimension größer lässt sich ein solches Risiko inzwischen nicht mehr leugnen. Der MSCI World, der sogar 1.600 verschiedene Aktien auf sich vereint und trotz US-amerikanischem Schwerpunkt zumindest eine globalere Ausrichtung besitzt, hat ebenfalls solche Schwerpunkte. Die Top-4, die allesamt aus erweiterten Vertretern der FAANG-Aktien herrührt, kommen hier beispielsweise auf einen Anteil von 7,5 %, was ebenfalls erstaunlich ist. Die globalere Ausrichtung führt selbst hier zu einem Klumpenrisiko bei Tech-Aktien.

Selbst wenn man als ETF-Investor daher der Intention solcher Kritiken nicht zustimmen mag, die Ausgangslage ist jedoch unbestreitbar vorhanden und Tech-Aktien besitzen in vielen passiven Fonds einen möglicherweise zu starken Schwerpunkt.

Ist das jetzt besorgniserregend?

Die Frage, ob das nun besorgniserregend ist oder nicht, lässt sich jedoch nicht so leicht beantworten. Grundsätzlich kann kurz- bis mittelfristig zwar ein gewisses Blasen-Potenzial vorhanden sein, was durch die vielen Mittel in Passivfonds noch verschlimmert wird, allerdings scheinen die langfristigen Aussichten dadurch wenig beeinflusst.

Selbst wenn es crasht und der Auslöser Tech-Aktien sein sollten, so gab es derartige Trend-Themen historisch gesehen immer. In den kommenden Jahrzehnten werden diese womöglich verschwinden oder auch nicht und es wird Korrekturen geben, keine Frage. Wer diese allerdings durchsteht, braucht sich um solche Gedankenspiele wenig Sorgen zu machen.

Für diejenigen, die allerdings zittrig werden und eher einen kurzfristigen Zeitraum (noch) anvisieren, könnte dieses Thema relevant werden. Entsprechend liegt es an dir, zu beurteilen, welches Fazit du persönlich aus der hohen Gewichtung von Tech-Aktien ziehst.

Ist das die „nächste Netflix“?

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John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple, Microsoft und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple und Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft.