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Trotz glänzender Absatzzahlen fährt die Tesla-Aktie den deutschen Autobauern davon

Während die Automanager in Deutschland über starke Verkaufszahlen jubeln, schauen Aktionäre von Daimler (WKN: 710000), BMW (WKN: 519000) und Volkswagen (WKN: 766403) neidisch auf die jüngsten Kursgewinne der Tesla (WKN: A1CX3T)-Aktie. Bevor wir genau dazu kommen, lasst uns zunächst die Verkaufszahlen der deutschen Autobauer betrachten.

Volkswagen-Konzern baut Marktanteil in allen Regionen aus

Auch wenn der weltweite Fahrzeugmarkt im Jahresvergleich gesunken ist, schafften die Marken unter dem VW-Dach ein Auslieferungsplus von 1,3 %. Insgesamt wurden 10.974.600 Pkw, Nutzfahrzeuge und Lkws verkauft. Die besten Marken waren dabei Porsche und SEAT, die mit einem Plus von 9,6 bzw. 10,9 % das Absatzwachstum vorantrieben.

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Unter den Auslieferungen versteckten sich auch etwa 140.000 Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben. Ein Plus von rund 80 % in dieser Fahrzeugkategorie. Im Vergleich zum deutschen Elektrovorreiter BMW ist der Anteil an den gesamten Auslieferungen trotz des starken Wachstums noch gering.

BMW erreicht sein Elektromobilitätsziel von einer halben Million Fahrzeugen

Im abgelaufenen Jahr knackte man in München das angestrebte Ziel, 500.000 Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Auf Twitter wurde dieser Meilenstein mit einem Countdown eingeläutet, bei dem die letzten 180 Auslieferungen live gezwitschert wurden. Nicht nur eine witzige Marketingaktion, sondern auch eine eindrückliche Erinnerung, welche weltweite Verbreitung BMW mit seinen Fahrzeugen geschafft hatte. Denn der Verkaufsticker machte kaum mal eine Pause.

Auf Jahressicht lieferte die BMW Group – das sind die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce – 2.520.307 Pkws aus und feierte sich mit dieser Zahl als weltweit führender Premiumhersteller. Ganze 145.815 oder beinahe 6 % dieser Fahrzeuge waren elektrifizierte Modelle, sodass BMW, abgesehen von den Niederlanden und Norwegen, einen deutlich höheren Elektroanteil hatte als der durchschnittliche weltweite Antriebsmix der Neuzulassungen im Jahr 2019. Allerdings war das Jahresplus in dieser Fahrzeugkategorie von lediglich 2,2 % doch sehr überschaubar.

Daimler schweigt noch immer zum aktuellen Stand der Elektrifizierung

Anders als VW und BMW stellt der Autobauer mit dem Stern bei seiner Kommunikation der Auslieferungszahlen die Elektromobilität nicht in den Mittelpunkt. Lediglich die 18.400 verkauften elektrischen Smarts fanden Erwähnung. Wo Mercedes-Benz aber nicht leise ist, ist bei der ambitionierten Ankündigung einer elektrischen Modelloffensive. Denn bis Ende 2020 sollen fünf vollelektrische Modelle und mehr als 20 Plug-in-Hybride im weltweiten Produktportfolio verfügbar sein. Es wäre also ein sehr schlechtes Zeichen, wenn man auch in den kommenden Auslieferungszahlen die elektrischen Verkaufszahlen mit der Lupe suchen müsste.

Dennoch sind die Mercedes-Modelle weltweit weiterhin gefragt. Mit 2.339.562 ausgelieferten Mercedes-Benz-Pkw – ein Plus von 1,3 % gegenüber 2018 – feierte man das neunte Mal in Folge einen Jahresbestwert und krönte sich als die Nummer 1 unter den Premiumautomobilmarken – denn BMW zählt bei seinem Titel die Marken MINI und Rolls-Royce mit dazu. Ebenso erfreulich waren die Steigerungen in allen berichteten Regionen. Lediglich auf dem US-Markt schloss man gleich gut ab wie im letzten Jahr. Die wachstumsstärkste Region war dabei einmal mehr China mit einem Absatzplus von 6,2 %.

Tesla liefert derzeit dennoch die bessere Kapitalmarktstory

Die Auslieferungszahlen der deutschen Autobauer sehen also wieder einmal fantastisch aus. Den Aktienkursen der deutschen Autobauer hilft das dennoch nicht auf die Sprünge – zumindest im Vergleich mit der Tesla-Aktie. Das liegt wohl an der besseren Kapitalmarktstory. Denn während man sich bei den etablierten Herstellern durchaus die Frage stellen kann, ob man die starken Verkaufszahlen auch in einer immer elektrischer werdenden Mobilitätswelt halten kann, ist Tesla auf diesem weltweit betrachtet wachsenden Markt Pionier und Platzhirsch zugleich.

Die nächste Chance für die deutschen Autobauer zu beweisen, auch in einer elektrischen Welt bestehen zu können, bietet nun das Jahr 2020. Denn im aktuellen Jahr stehen nicht nur bedeutend mehr Modelle in den Startlöchern, die EU-Emissionsvorgaben erfordern zusätzlich einen deutlich höheren Elektromobilitätsanteil. Lassen wir uns also überraschen, wie die Autobauer das Jahr 2020 meistern, in dem, wie es VW-Chef Diess kürzlich ausdrückte, der Sturm erst richtig loszugehen droht.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Im Jahr 2018 kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Sven besitzt Aktien von BMW und Daimler. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und Twitter.