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ETF-Investoren, aufgepasst! Bereit für einen Crash von bis zu 68 %?

Das Investieren in ETF ist für viele Investoren gepflastert von Vorteilen wie Einfachheit, einem günstigen Ansatz einer direkten Diversifikation und auch der Möglichkeit, spannende Renditen und Dividenden abzugreifen. Ein Mix, der unzweifelhaft bestechlich erscheint und bei dem viele Vorteile langfristig überwiegen können.

Nichtsdestoweniger führt die Einschätzung der jeweiligen Risiken jedoch häufig zu einem Trugschluss. Natürlich sind viele Einzelrisiken bei den Passivfonds langfristig begrenzt, allerdings gibt es marktübliche und marktübergreifende Faktoren, die auch hier zu Kurskapriolen, Panik und hektischem Handeln führen können.

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Wie hoch dieses Risiko ist und wie groß kurzfristige Verluste sein können, offenbart eine einfache Frage, nämlich die folgende: Bist du bereit, einen Verlust von 68 % auszuhalten?

Ernsthaft: Diesen Verlust hat es bereits gegeben

Ein Verlust von 68 % innerhalb weniger Monate oder auch ein, zwei Jahren kann definitiv eine heftige Zäsur sein. Wer beispielsweise 10.000 Euro in Anteilsscheine von Passivfonds investiert hat, wird nach einem solchen Rückgang lediglich noch 3.200 Euro halten. Wer hingegen 100.000 Euro investiert hatte, wird sein Vermögen um 68.000 Euro reduziert sehen. Ob das so kalt an einem vorbeigehen mag? Da muss man schon ziemlich abgezockt sein.

Allerdings ist genau das historisch gesehen bereits passiert, nämlich in unserem heimischen Leitindex, dem DAX. Zwischen Anfang März des Jahres 2000 und einem Zählerstand von 7.960 Punkten ging es innerhalb eines Zeitraumes von fast drei Jahren bis Mitte März 2003 auf lediglich noch 2600 Punkte hinab. Das entspricht in etwa einem Einbruch von 68 %, und das sogar über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg. Da muss man als Investor ziemlich abgezockt sein, zumal die Berichte in dieser Zeit von Panik erfüllt gewesen sind.

Übrigens nicht die einzige Korrektur. Nachdem sich der DAX innerhalb von sieben Jahren bis zum Sommer 2007 und zur letzten Finanzkrise im Jahre 2008 wieder einmal auf über 8.000 Punkte hinaufgekämpft hat, ging es in den folgenden anderthalb Jahren erneut hinab auf unter 4.000 Punkte, was ebenfalls einer Korrektur von mehr als 50 % in der Spitze entsprochen hat. Historisch gesehen hat es also mehrere solch langwieriger Korrekturen gegeben, die einen großen Teil eines Vermögens vernichtet hätten. Bis zu einem Punktestand von über 8.000 Punkten hat es dabei übrigens bis in den Mai des Jahres 2013 gedauert, von einer schnellen Korrektur im DAX können wir daher also nicht sprechen.

Was das für ETF-Investoren bedeutet

Wir können an dieser Stelle natürlich darüber streiten, ob der DAX ein Sonderfall ist, und sogar, ob dieser Leitindex für einen ETF-Ansatz geeignet ist. Nichtsdestoweniger könnte ein Großteil der heimischen Investoren dennoch auf diesen Index setzen. Ob aus Gründen der Home Bias oder aus Bequemlichkeit, sei mal dahingestellt.

Zudem werden auch andere Indizes eine ähnliche Performance während Korrekturen zeigen, weshalb der DAX hier gewissermaßen als pars pro toto für generelle Entwicklungen innerhalb von Crashs einstehen kann. Was uns wiederum zu der Frage führt, was das für ETF-Investoren bedeutet.

In meinen Augen sollten sich Passivinvestoren ebenfalls zwingend auf solche Korrekturen einstellen. Die breiten Märkte neigen hin und wieder dazu, auch mal heftig zu korrigieren. Das gehört zum Investieren einfach dazu und als klassischer Buy-and-Hold-Investor oder auch ETF-Besparer wird man in diesen Zeiten diese Korrektur in der vollen Breite abbekommen.

Das erfordert eine starke Geisteshaltung, sogar über viele Monate und Jahre hinweg. Eine Korrektur mit einem derartigen Abschwung dauert schließlich nicht bloß Quartale oder ein, zwei Jahre, sondern benötigt auch reichlich Zeit, um wieder zum alten Niveau zurückzufinden. Die anfängliche Willensstärke wird in einer solchen Periode daher stark auf die Probe gestellt. Mit ein, zwei Monaten guter Miene zum bösen Spiel ist es nicht getan.

Eine solche Korrektur wird natürlich bedeutender, je größer der Einsatz oder der gefühlte Verlust ist. Das kann einen als Investor zusätzlich herunterziehen, was man ebenfalls bedenken sollte. Erhöht jedoch auch das Fehler- und Verlustpotenzial, sofern man sich in einer solchen Zeit zum größtmöglichen Verlust wirklich von seinen Aktien trennen sollte.

Ich will dir keine Angst machen, aber …

Mithilfe dieser extremen Beispiele und dem Crash um bis zu 68 %, der sich innerhalb des DAX real ereignet hat, möchte ich dir natürlich keine Angst machen. Wie gesagt, in gewisser Weise gehört das zur Börsennormalität dazu, auch wenn das für uns als Investoren, gerade in der aktuellen Hochphase, schwierig zu realisieren ist.

Sich jedoch auf ein solches Szenario gedanklich einzustellen kann finanziell überlebenswichtig werden. Vor allem, wenn die Korrektur nicht nach wenigen Monaten vorbei ist, Panik in den Medien herrscht und die eigenen Verluste von Woche zu Woche größer werden.

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