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Warren Buffett hat diese 9 Aktien im Jahr 2019 verkauft

Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2)-CEO Warren Buffett ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren der Welt. Auch wenn das „Orakel von Omaha“ in den letzten zehn Jahren nur mit der Rendite des Richtwert S&P 500 mithalten konnte, lässt sich kaum leugnen, wie beeindruckend sein Erfolg auf lange Sicht war. Immerhin hat er für seine Berkshire-Hathaway-Aktionäre ein Vermögen von mehr als 400 Mrd. US-Dollar geschaffen.

Eine der Möglichkeiten, wie Buffett für sich und seine Aktionäre Wohlstand schafft, ist die Investition hoher Beträge in Aktien und Unternehmen. Im Moment besitzt Berkshire 48 Wertpapiere mit einem Marktwert von 251 Mrd. US-Dollar. Es genügt zu sagen, dass, wenn Buffett eine Aktie kauft oder verkauft, die Wall Street und die Investoren genau aufpassen.

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Im Jahr 2019 eröffnete Buffett eine Position in neun Unternehmen oder fügte ihnen weitere hinzu. Aber auch das Orakel von Omaha verkaufte Anteile an neun Aktien oder verkaufte sie komplett. Hier sind die Unternehmen, die Buffett im vergangenen Jahr verkauft hat.

1. Apple

Nein, du hast richtig gelesen – Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal 750.000 Aktien des Technologiekonzerns Apple (WKN:865985) verkauft. Bedenk jedoch, dass Buffett und sein Team immer noch 248,8 Mio. Aktien halten und dass Apple mit einem Wert von fast 75 Mrd. US-Dollar mit Abstand die größte Position von Berkshire ist!

Es ist unklar, warum 750.000 Aktien veräußert wurden, aber es scheint ziemlich klar, dass Buffett nicht hinter dem Verkauf stand. Denk daran, dass Buffett zwar den Löwenanteil des Investmentportfolios von Berkshire kontrolliert, dass es seinem Team aber auch freisteht, Investitionen zu tätigen. Buffett hat angedeutet, dass er nicht die Absicht hat, seine Apple-Beteiligung zu verkaufen, so dass dieser Verkauf wahrscheinlich ein Schritt eines Mitglieds seines Teams und nicht des Orakels selbst ist.

2. Sirius XM

Im Laufe des dritten Quartals hat Berkshire Hathaway außerdem seine Anteile am Satellitenradio-Betreiber Sirius XM (WKN:A1W8XE) um 1,64 Mio. Aktien reduziert. Das waren nur rund 1 % seiner Position, wobei Berkshire weiterhin 136,3 Mio. Aktien oder 3,1% der ausstehenden Aktien von Sirius XM hält.

Obwohl die Ausgaben von Sirius XM nach dem Abschluss der Übernahme von Pandora im Jahr 2019 erheblich gestiegen sind, scheint der moderate Verkauf von Berkshire keinen Sinneswandel bei Buffett anzuzeigen. Sirius XM bleibt die einzige Aktie, wenn es um Satellitenradio geht, und es sollte theoretisch im Jahresvergleich gut dastehen, da es Synergien aus der Übernahme von Pandora realisiert und auf seiner Abonnenten- und Streaming-Basis aufbaut.

3. Wells Fargo

Der vielleicht größte Schocker des Jahres 2019 war, dass Buffett im ersten und dritten Quartal einen Teil seiner Position an Wells Fargo (WKN:857949) verkauft hat (laut 13F-Einreichungen bei der SEC Commission). Insgesamt verkaufte Berkshire im vergangenen Jahr mehr als 48 Mio. Aktien der Bank und hält nun fast 378,4 Mio. Aktien.

Warum eine Position verkaufen, die man seit mehr als 30 Jahren hat? Obwohl man den Fall so darstellen könnte, dass Buffett nach dem Fake-Account-Skandal im Jahr 2016 bei Wells Fargo etwas vorsichtig geworden ist, scheint die Argumentation eher damit zusammenzuhängen, dass Buffett seinen Anteil auf ein bequemeres Niveau gesenkt hat. Zu Beginn des Jahres besaß Berkshire fast 10 % der ausstehenden Aktien von Wells Fargo, und Buffett hat es lange vorgezogen, seine Anteile unter dieser wichtigen Schwelle zu halten.

4. Phillips 66

Noch ausgeprägter war der Verkauf bei dem integrierten Öl- und Gasgiganten Phillips 66 (WKN:A1JWQU). Buffett schrumpfte den Anteil an Phillips 66 im Jahr 2019 um mehr als 6,7 Mio. Aktien, was einer Reduzierung von 56 % entspricht.

Der wahrscheinlichste Grund für diese Reduzierung hat damit zu tun, dass Buffett 10 Mrd. US-Dollar an Occidental Petroleum (WKN:851921) vergeben hat, um die Übernahme von Anadarko zu erleichtern. Diese Investition schien Buffetts Ansicht zu signalisieren, dass Occidental ein attraktiveres Öl- und Gasunternehmen ist als Phillips 66, das seit Buffetts ursprünglicher Beteiligung im Jahr 2012 um mehr als 200% gestiegen ist. Energie ist kein großer Teil des Portfolios von Berkshire, daher wäre es nicht überraschend, wenn Buffett auch einfach einige Gewinne einstreicht.

5. Red Hat

Berkshire Hathaway veräußerte auch vollständig seine Beteiligung an dem Cloud-Dienstleistungsunternehmen Red Hat, obwohl diese Aussage mit einem Sternchen versehen ist. Das liegt daran, dass IBM (WKN:851399) Red Hat in einem 34 Mrd. US-Dollar schweren Bargeschäft erworben hat, das im Juli abgeschlossen wurde. Bei IBM sind die Umsätze in den letzten sechs Jahren stark zurückgegangen und jetzt hofft man, dass die Cloud-Produktsuite für Unternehmen von Red Hat das Wachstum wieder ankurbeln wird. Buffett, ein früherer (und enttäuschter) Besitzer von IBM-Aktien, hat einfach die Chance gesehen, eine Position zu Geld zu machen.

6. Charter Communication

Wie in den letzten Jahren auch hat Buffett Charter Communications (WKN:A2AJX9) verkauft. Berkshire hat 2019 mehrfach Aktien verkauft, wodurch die Beteiligung um 1,61 Mio. Aktien auf 5,43 Mio. Aktien reduziert wurde.

Trotz der anhaltenden Bedrohung durch die Abkehr vom Kabelfernsehen sind die Aktien von Charter gut gelaufen. Die Aktien haben sich seit Buffetts ursprünglicher Beteiligung im Jahr 2014 verdreifacht, und die regelmäßigen Verkäufe des Orakels von Omaha scheinen nichts weiter als moderate Gewinnmitnahmen zu sein, um einen Teil der Gewinne zu sichern. Wenn man bedenkt, dass der Umsatz von Charter jährlich nur um 5 % wächst und das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei aggressiven 37 liegt, kann man ihm das wirklich nicht vorwerfen.

7. Southwest Airlines

Obwohl Berkshire einen Anteil an vier Fluglinienaktien besitzt, fand sich 2019 nur Southwest Airlines (WKN:923953) auf der Verkaufsliste wieder. Ähnlich wie bei Apple und Sirius XM erwies sich der Verkauf jedoch als moderat. Buffett reduzierte den Anteil seines Unternehmens an Southwest um rund 1,2 Mio. Aktien, das sind rund 2 % der Position.

Buffett war 2016 in die Fluggesellschaften vernarrt, nachdem die Ölsorte West Texas Intermediate kurzzeitig unter die Marke von 30 US-Dollar pro Barrel gefallen war. Da Treibstoff ein wichtiger Kostenfaktor für die Fluggesellschaften darstellt, führte dieser Rückgang des Rohölpreises zu einem Gewinnanstieg. Insbesondere ermöglichte er es den großen Fluggesellschaften, preislich konkurrenzfähiger mit den Billig-Airlines zu werden. Da die US-Wirtschaft jedoch wahrscheinlich nicht mehr ewig expandieren wird und die Luftfahrtindustrie in Rezessionen eine schlechte Erfolgsbilanz aufweist, wäre es nicht überraschend, wenn Buffett seine Anteile an Southwest und seinen anderen Fluggesellschaften im Jahr 2020 weiter reduzieren würde.

8. USG

Ähnlich wie Red Hat hat sich Berkshire im zweiten Quartal von seinem langjährigen Anteil am Bauproduktehersteller USG Corp. getrennt“, nachdem Knauf USG für 43,50 US-Dollar in bar pro Aktie zuzüglich einer Sonderdividende von 0,50 US-Dollar pro Aktie erworben hatte. Der Marktwert betrug insgesamt rund 7 Mrd. US-Dollar. Durch die Transaktion wurden zwei Baustoffgiganten zu einem Unternehmen mit verbesserter operativer Effizienz und globaler Reichweite im Trockenbau zusammengeführt.

9. Verizon

Zu guter Letzt verkaufte Buffett im ersten Quartal seinen „Riesenanteil“ (Achtung Ironie) des Telekommunikationsanbieters Verizon (WKN:868402). Diese Beteiligung umfasste 928 Aktien mit einem Marktwert von rund 52.000 US-Dollar. Wirklich merkwürdig ist, dass Berkshire 99,99 % seines Anteils an Verizon im vierten Quartal 2016 verkauft hat (ein Verkauf von 15 Mio. Aktien), die restlichen 928 Aktien aber für mehr als zwei weitere Jahre im Portfolio belassen hat. Buffett ist seit einiger Zeit kein Fan mehr von Telekommunikationsaktien, weshalb es ein Rätsel bleibt, warum die symbolische Beteiligung von Verizon so lange im Portfolio geblieben war.

Aber vielleicht ist das größere Rätsel, welche Aktien Buffett im Jahr 2020 verkaufen könnte.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 07.01.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Southwest Airlines. The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf IBM. The Motley Fool empfiehlt Sirius XM Radio und Verizon Communications und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short Januar 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short Januar 2020 $220 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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