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3 Gründe, warum die Wirecard-Aktie unruhig bleiben könnte!

Um die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie wird es nicht ruhig. So sorgten im letzten Jahr aufsehenerregende „Financial Times“-Artikel immer wieder für Kursturbulenzen. Auf der anderen Seite gewinnt der Konzern einen Großkunden nach dem nächsten, profitiert von der Softbank (WKN: 891624)-Kooperation, wächst wie kein zweites deutsches Unternehmen und besitzt anscheinend noch enormes Potenzial.

Dies alles hat dem Aktienkurs in den vergangenen Monaten jedoch nicht geholfen. Er befindet sich derzeit eher auf Talfahrt. Erfahre, warum es auch in den kommenden Monaten unruhig bleiben könnte.

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1) Shortseller positionieren sich

Hedgefonds sind kaum reguliert, können deshalb alle Arten an Geschäften durchführen, ihre Einzelpositionen stark gewichten oder auch auf fallende Kurse setzen. Angesichts des derzeit eher fallenden Wirecard-Kurses verkaufen immer mehr dieser Konstrukte die Aktie leer.

Zu ihnen gehören Namen wie Coatue Asset Management oder Slate Path Capital. In Summe betragen die meldepflichtigen Leerverkäufe derzeit 5 % aller Wirecard-Aktien. Allerdings könnten es – nach Angaben des Datenproviders S3 Partners und weltweit gesehen – noch viel mehr sein. Er kommt auf 24,7 Mio. geshortete Wirecard-Aktien, was fast 20 % aller ausgegebenen Aktien entspricht. Würden sie weiter fallen, könnten die Fonds entsprechend stark verdienen.

Wirecard hat die „Financial Times“ sogar verklagt, weil das Unternehmen vermutet, dass die Finanzzeitung mit den Hedgefonds zusammenarbeitet. Aber es gibt noch mehr Unruhe.

2) Aufsichtsvorsitzender räumt den Posten

Seit 2008 leitete Wulf Matthias den Wirecard-Aufsichtsrat. Er galt als enger Vertrauter des Vorstandsvorsitzenden Dr. Markus Braun. Da Wirecard derzeit aber unter Druck steht und eine echte unabhängige Aufsicht und Kontrolle benötigt, übernimmt nun Thomas Eichelmann den Posten. Ein weiterer Rücktrittsgrund könnte Matthias’ hohes Alter von 75 Jahren sein. Dies ist zudem die offizielle Begründung.

Thomas Eichelmann trat erst im vergangenen Jahr in das Unternehmen ein und leitete zuletzt den Prüfungsausschuss. Er ist Buchführungsexperte und war in der Vergangenheit unter anderem Finanzvorstand für die Deutsche Börse (WKN: 581005). Für die Wirecard-Aktie ist dies eine positive Nachricht, denn nun bleibt kein Raum mehr für mögliche Unregelmäßigkeiten oder Absprachen.

Der dritte und letzte Punkt ist jedoch noch überraschender.

3) Kleinanleger fordern weitere unabhängige Prüfung

Um mit den „Financial Times“-Vorwürfen endgültig aufzuräumen, hat Wirecard bereits vor einigen Wochen eine weitere Abschlussprüfung (insbesondere der Jahre 2016 und 2017) durch KPMG angeordnet, die gerade läuft. Ende des ersten Quartals 2020 wird hierzu bereits der Bericht erwartet. Viele Beobachter gehen jedoch davon aus, dass er positiv ausfallen wird und keine wirkliche Aufklärung bringt.

Deshalb fordert nun die Anwaltskanzlei Schirp & Partner, die Kleinanleger vertritt, eine unabhängige Sonderprüfung. Und zwar nicht nur des Konzernabschlusses, sondern auch der Filialen in Dubai und Singapur, auf die sich die „Financial Times“-Vorwürfe berufen. Um diese und eine entsprechende Hauptversammlung zu ermöglichen, müssen sich 5 % der Anleger der Forderung anschließen. Derzeit sind es nur 2,5 %, aber aufgrund der nun aufkommenden Presse, sollte sich diese kleine Mehrheit finden lassen.

Eine weitere unabhängige Sonderprüfung könnte aufgrund des Wechsels im Aufsichtsrat nun sogar Rückenwind erhalten. Auch dies kann für Wirecard nur positiv sein. Allerdings würde so noch mehr Zeit ins Land gehen, bis Anleger der Aktie wieder mehr Vertrauen schenken.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Softbank.

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