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2 Dinge, die uns das Daimler-Concept-Car über die Zukunft zeigt

Es war wieder so weit, die Technikwelt pilgerte nach Las Vegas zur Consumer Electronics Show, kurz CES. Neben unzähligen lustigen, aber offensichtlich nutzlosen Spielereien sorgen auch dieses Jahr wieder die Autobauer für Schlagzeilen: mit dem technischen Gerät, mit dem so viele von uns direkt nach dem Smartphone die meiste Zeit verbringen.

Toyota zeigte die Vision eines Toyota-Stadtviertels mit 2.000 Einwohnern; Hyundai präsentierte mit einem fliegenden Taxi für die Mobilitätsservices von Uber ein mögliches neues Zeitalter der Mobilität in der dritten Dimension; Byton führte den elektrischen SUV M-Byte vor, ausgestattet mit einem wirklich riesigen Display über die komplette Fahrzeugbreite hinweg, das aber nicht etwa per Touchscreen zu bedienen ist, sondern mittels zweier „Fernbedienungen“ am Lenkrad und an der Armlehne; das mit großer Hilfe etlicher – auch deutscher – Zulieferer entwickelte Konzeptfahrzeug von Sony schürte erneut die Angst, die deutschen Premiumhersteller könnten völlig neuen Konkurrenten zum Opfer fallen.

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Und dann, ja, dann war da noch die Eröffnungskeynote von Daimler (WKN: 710000), bei der Ola Källenius ebenfalls … nun ja … eine für viele offensichtlich nutzlose Spielerei zeigte. Das vom Avatar-Filmteam rund um James Cameron inspirierte Konzeptfahrzeug Mercedes-Benz Vision AVTR.

Ein wirklich futuristisches Fahrzeug mit Kugelreifen zum diagonalen Fahren, einer beweglichen Außenhaut am Heck, die einen Tierschweif symbolisieren soll und zur Kommunikation mit der Außenwelt eingesetzt werden kann. Getoppt wird das mit dem handflächengroßen Joystick, mit dem man sich mit dem Fahrzeug verbinden kann. Aufgrund vollständig recyclebarer Materialien inklusive der aus organischem Material bestehenden Batterie soll es sich dabei noch dazu um ein „Zero Impact Car“ handeln, also ein Auto ohne negative Umweltbeeinflussung.

Das Konzeptauto kann man nun natürlich wie jedes andere Auto nach persönlichem Geschmack schön oder hässlich finden. Man kann es auch nutzlos finden, weil es Dinge enthält, die erst in einigen Jahren für den normalen Autofahrer relevant sein werden.

Aber die dahinterstehende Vision beweisen zwei Dinge eindrucksvoll: Zukünftig werden wir völlig anders als heute mit Maschinen in Kontakt treten, und alle Unternehmen da draußen, die Geschäfte zulasten endlicher Rohstoffe betreiben, werden irgendwann gar keine Geschäfte mehr machen.

Während man früher zum Starten von einfachen Computerprogrammen mit der Tastatur blinkende Zeilen auf einen schwarzen oder blauen Computerbildschirm tippte, nutzen wir heute immer öfter einfach unseren Finger und den Bildschirm. Bereits in der Vergangenheit haben Unternehmen, die dem Kunden das beste Nutzererlebnis geboten haben, gewonnen – hallo Apple! Das wird wohl auch in einer Zukunft so bleiben, in der wir unsere technischen Geräte nicht mehr mit unserem Finger, sondern mit unserer Stimme, mit Gesten, Muskelkontraktionen oder vielleicht auch irgendwann mit unseren Gedanken steuern.

Der zweite Punkt ist hingegen etwas schwieriger. Denn wenn Unternehmen, die zulasten endlicher Ressourcen handeln, tatsächlich irgendwann keine Geschäfte machen würden, warum gibt es denn dann noch immer Ölförderer, Autobauer und andere Industrien. Nun ja, weil wir in der Vergangenheit vieles dafür getan haben, dass diese Industrien unser aller Leben tiefgreifend beeinflussen. Dennoch, wenn das Jahr 2019 uns etwas gezeigt hat, dann, dass der Druck auf Unternehmen immer größer wird, ressourcenschonend zu wirtschaften. Nicht nur der Druck der Öffentlichkeit und der Kunden, sondern auch der finanzielle Druck in Form von immer strengeren Umweltauflagen.

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Offenlegung: Sven besitzt Aktien von Apple und Daimler. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Uber Technologies.

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