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Wirecard-Aktie: Wenig operative News zum Jahresstart – schwaches Gesamtjahr 2020 voraus?

Foto: Wirecard AG

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) ist zumindest aus Sicht des Aktienkurses vergleichsweise stark in das neue Börsenjahr gestartet. Das Papier konnte in den wenigen Tagen seit Jahresanfang von 112,40 Euro auf derzeit 118,95 Euro (15.01.2020, maßgeblich für alle Kurse) steigen. Das entspricht immerhin einem Kursplus von 5,8 %. Wie gesagt, das neue Jahr ist noch vergleichsweise jung.

Operativ gab es vergleichsweise wenig zu bestaunen, insbesondere nach einem doch recht turbulenten Jahr 2019. Werfen wir in diesem Sinne einmal einen Foolishen Blick auf die bisherigen Meldungen, die Investoren kennen sollten. Sowie darauf, ob eine nachlassende Dynamik etwas sein könnte, über das man sich sorgen sollte.

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Die aktuellen Schlagzeilen im Überblick

Grundsätzlich gab es erneut einige Meldungen, die es zu bestaunen gab. Ob Twittersalven, Einschätzungen zu den Ergebnissen der Sonderprüfung, Analysen oder auch Jahresrückblicke: Die Meldungen dieser beliebten Aktie nehmen nicht ab.

Wenn wir jedoch qualitativ die Meldungen beurteilen und auf das Wesentliche oder auch fundamental Relevante reduzieren, ist die Nachrichtenlage doch eher dünn. Bislang konnte Wirecard schließlich erst eine Partnerschaft verkünden, und zwar mit dem US-amerikanischen Telekommunikationskonzern Sprint. Dabei werden die neuen Kooperateure den Bereich des Internet of Things angreifen, was für den DAX-Konzern eine spannende US-amerikanische Erweiterung darstellen dürfte.

Eine zweite Knaller-Meldung ist außerdem, dass sich an der Spitze des Aufsichtsrats ein Wechsel ergeben wird. So ist mit sofortiger Wirkung Wulf Matthias, der bisherige Vorsitzende, zurückgetreten. Für ihn wird mit Eichelmann der ehemalige Aufsichtsrat für den Prüfbereich übernehmen. Definitiv eine spannende Wendung, die für den operativen Erfolg jedoch vergleichsweise wenig relevant sein dürfte. Die Ergebnisse werden durch einen personellen Wechsel in diesem Aufsichtsgremium schließlich nicht besser. Oder schneller, was die Prüfergebnisse angeht.

Ansonsten gibt es hier lediglich die Aussicht auf deutlich zweistelliges Wachstum und die üblichen Prognosen. Dinge, die zwar stark und relevant sind, jedoch alles andere als unbekannt. Die Ruhe seit dem Jahresanfang hat sich somit innerhalb der ersten zwei Wochen fortgesetzt.

Bedeutet das ein schwächeres Wachstum?

Die spannende Frage dürfte sein, ob eine solche möglicherweise nachlassende Dynamik auf ein schwächeres Wachstum hindeutet. Grundsätzlich sollten Investoren natürlich die Füße still halten, zumal die ersten zwei Wochen definitiv keine aussagekräftige Referenzgröße sind. Allerdings dürfte selbst eine weiterhin eher verhaltene Dynamik hier nicht besorgniserregend sein.

Langfristig wird schließlich nicht die Quantität der Kooperationen entscheidend für das weitere Wachstum sein, sondern vermehrt die Qualität. Mit Sprint im Bereich des Internet of Things hat Wirecard eine womöglich größere und wachstumsstärkere Partnerschaft verkünden können. Sollten hier weitere derartige Kooperationen folgen, könnte weniger sogar mehr sein.

Der ruhige Jahresanfang könnte daher für Investoren vielleicht auch zu einer Veränderung der Sichtweise führen. Nicht jede Partnerschaft ist zwingend eine Schlagzeile wert, nicht jede Kooperation wird ein Milliardentransaktionsvolumen nach sich ziehen. Dabei können wenige große viele kleine gewiss ausstechen.

Ein ruhiger Jahresstart: Kein Beinbruch!

Der ruhige Jahresstart sollte daher wenig besorgniserregend sein. Nach den turbulenten Vorwochen könnte hier vielleicht sogar mal etwas Ruhe guttun. Zumal mit Sprint ein weiterer starker Partner gewonnen werden konnte.

Sollten hier in den ausstehenden 50 Wochen noch starke und prominente Partnerschaften folgen, spricht wenig gegen ein weiteres Rekordjahr. Qualität wird dabei stetig wichtiger für den Zahlungsdienstleister als bloß die reine Quantität.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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