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BASF- und Covestro-Aktie: Droht jetzt ein Horrorjahr 2020?

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Foto: Getty Images

Die Aktien von BASF (WKN: BASF11) und Covestro (WKN: 606214) haben im letzten Jahr 2019 einen eher durchwachsenen Zeitraum hinter sich gebracht. Bedingt durch konjunkturelle und handelspolitische Sorgen waren insbesondere die Ergebniszahlen rückläufig. Doch auch aus der Sicht der Erlöse war das operative Zahlenwerk eher rückläufig.

Bei BASF dürften die Ergebnisse dabei im Jahresvergleich um bis zu 30 % einbrechen und bei Covestro wird das vergangene Jahr wohl zu einem ähnlichen, möglicherweise sogar noch schlechteren Abschneiden führen. Wie gesagt, ein Zahlenwerk zum Vergessen.

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Doch auch in den kommenden Quartalen und Monaten könnte diese schwierige Zeit noch nicht vorbei sein, zumindest nicht, wenn es nach der Einschätzung eines entsprechenden Funktionärs geht. Lass uns im Folgenden daher einmal darauf blicken, was man diesbezüglich wissen sollte:

Schwieriges Marktumfeld voraus

Genau gesagt war es der CEO von Covestro, der im Rahmen eines Interviews mit der Süddeutschen Zeitung nun eine entsprechende Prognose abgegeben hat. Demnach sehe der Manager, dass das derzeitige Marktumfeld für die gesamte Chemiebranche schwierig bleibe. Neben dem eigenen Unternehmen dürfte diese Einschätzung daher auch die gesamte Branche treffen.

Ferner fehle Markus Steile, dem besagten CEO, die Fantasie für eine kurzfristige Wachstumsperspektive, wobei vor allem die Abnehmerfrage gegen ein solches Szenario sprechen dürfte. Möglicherweise könnte sich die Industrie daher eher auf Rezessionskurs befinden, was die weiteren Aussichten eintrüben könnte. Zumindest für den jeweiligen Absatz dürfte es daher bestenfalls Stagnation geben.

Speziell bei Covestro gebe es außerdem bei einigen Produkten Überkapazitäten, wodurch Preise unter Druck geraten könnten. Der ehemaligen Chemiesparte der Bayer-Tochter könnte daher möglicherweise sogar eine schwierigere Zeit als der gesamten Branche bevorstehen. So zumindest meine Lesart.

Was das jetzt bedeutet

Die spannende Frage dürfte an dieser Stelle nun natürlich sein, was das für die Aktien von BASF oder auch Covestro bedeutet. Möglicherweise wird das Geschäftsjahr 2020 daher ein weiteres, bei dem die operativen Zahlen eher stagnieren. Themen wie der Handelskonflikt oder auch die Weltkonjunktur lösen sich schließlich nicht einfach so in Luft auf.

Allerdings könnte es auch positive Anzeichen geben. Insbesondere das Wörtchen kurzfristig könnte hier schließlich darauf hindeuten, dass diese Themen eher temporärer Natur sein werden. Möglicherweise sind die mittel- bis langfristigen Aussichten daher besser, zumal sich in Themen wie dem Handelskonflikt bereits einige Zeichen der Entspannung angedeutet haben.

Zu guter Letzt sollte man ebenfalls nicht vergessen, dass die gesamte Chemiebranche häufig einheitlich gesehen wird, es hier jedoch auch bei den jeweiligen Unternehmen und Konzernen Unterschiede gibt. BASF gilt beispielsweise als besonders diversifizierter Vertreter innerhalb dieser Branche und ist möglicherweise aufgrund seiner Ausrichtung in nicht ganz so stark von einzelnen Entwicklungen in kleineren Segmenten bedroht. Das könnte hier in einem schwierigeren Marktumfeld zu einer ganz anderen Perspektive führen.

Der Foolishe Schlussstrich

Unterm Strich dürften BASF und Covestro daher in den kommenden Quartalen und Monaten wohl eher nicht an die alte Stärke anknüpfen können. Allerdings sind die 2017er-Ergebnisse oder auch die 2018er-Zahlen womöglich nicht die Messlatte für die kommenden Monate.

Tatsächlich war jedoch bereits das Jahr 2019 von einem weiteren starken Einbruch geprägt, der womöglich eine vergleichsweise geringe Ausgangslage darstellt. Sollten sich die Ergebnisse hier daher lediglich geringfügig erholen, könnte es aufgrund der vergleichsweise günstigen Bewertung dennoch für eine Fortsetzung der Erholung reichen.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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