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5 Ticks deiner inneren Stimme, die deinen Wohlstand im Ruhestand gefährden

Auf dem Blatt Papier wirkt die private Altersvorsorge relativ einfach. Man kümmert sich um eine monatliche Sparrate, versucht das Geld möglichst ertragreich und risikoarm anzulegen und lässt die Effekte von Zinseszins und Reinvestitionen wirken.

Aber es gibt da eine Stimme in unserem Kopf, die diese Pläne immer wieder zu sabotieren versucht, ganz ähnlich wie der berühmt-berüchtigte innere Schweinehund, der viele von uns davon abhält, regelmäßig Sport zu treiben.

Hier sind fünf Beispiele, die die Mechanismen aufzeigen. Wenn wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen, dann verbessern sich unsere Chancen auf eine üppige Zusatzrente um 100 % – mindestens.

Tick Nr. 1: „Das kann ich mir leisten!“

Egal, ob man beim Autohändler, im Elektronikmarkt, beim Immobilienmakler oder im Möbelhaus steht: Wenn es um Großausgaben geht, dann dreht sich fast immer alles um die Frage, was man sich leisten kann. Ein guter Verkäufer ist darauf geschult, dich in Richtung der höheren Preiskategorie zu lenken, weil dort nicht nur mehr Umsatz gemacht wird, sondern zusätzlich noch bessere Margen verdient werden können.

Uns als Käufer kann das hingegen schnurzegal sein. Wir müssen den ganzen Spaß schließlich finanzieren. Und wenn es statt eines sparsamen Kompaktwagens dann doch ein schickes SUV wird, dann fließen nicht nur Tausende Euro von unseren Ersparnissen ab, sondern es reduziert sich aufgrund der höheren Betriebskosten zudem unsere potenzielle Sparquote. Ähnliches gilt etwa für größere Häuser und längere Bildschirmdiagonalen.

Letztlich macht es auch keinen Unterschied, ob der Händler ein scheinbar hochattraktives Finanzierungsangebot hervorziehen kann: So oder so ist das Geld weg – nur die zeitliche Verteilung der Abflüsse ändert sich. Deshalb sollte in solchen Situation immer ganz nüchtern die Frage im Mittelpunkt stehen, welches Produkt tatsächlich das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet.

Tick Nr. 2: „Das haben wir noch im Budget!“

Es ist eigentlich eine schlaue Sache, seine Ausgaben zu planen. Wer über seine Kostenblöcke Bescheid weiß, ist definitiv im Vorteil. Allerdings denke ich, dass es ein Fehler ist, ein Budget nicht nur als Obergrenze, sondern auch als Untergrenze zu betrachten.

Nun soll es ja vorkommen, dass Stadtkämmerer und Manager vor gewissen Stichtagen das restliche Budget verprassen, nach dem Motto „Wenn wir es jetzt nicht ausgeben, dann fließt es zurück in den nächsten Haushalt“. Diese verquere Logik lässt sich jedoch nicht auf unseren privaten Haushalt übertragen. Was jetzt verprasst wird, das kommt im neuen Jahr nicht zurück.

Wenn also zum Beispiel am letzten Reisetag überraschenderweise noch 1.000 Euro vom Urlaubsbudget übrig sind, dann dürfen die ruhig mit nach Hause reisen und müssen nicht unsinnig auf den Kopf gehauen werden.

Tick Nr. 3: „Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!“

An manchen Tagen läuft alles falsch – Schlüssel verloren, Heizung kaputt und Haare grün statt blond. Was auch immer, manchmal kommt eines zum anderen und man muss schauen, wie man den Ärger verarbeitet. Wer jedoch so niedergeschlagen ist, der ist nicht fit, um gut zu verhandeln.

Selbst völlig überteuerte Angebote quittiert die innere Stimme mit einem lakonischen „Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an!“. Schließlich wirkt die zusätzliche Einzelausgabe im Vergleich zum Gesamtschaden gering. Und doch macht es die Situation nur noch schlimmer, wenn wir uns weitere Scheine aus der Geldbörse ziehen lassen.

Tick Nr. 4: „Ich will mithalten können!“

Im Alltag werden wir ständig dazu gedrängt, konsumtechnisch nicht zurückzufallen. Wenn der Nachbar ein glänzendes SUV vor der Garage stehen hat und die Kollegen ständig Grüße von den Malediven und den Azoren posten, dann kommt Neid auf.

Noch stärker wirkt der Gruppendruck unter Freunden. Meist setzen diejenigen die Agenda, die am besten verdienen. Wer da immer mithalten will, muss gegebenenfalls über seine Verhältnisse leben. Aber das muss nicht sein. Wenn du dein Umfeld wissen lässt, dass du dein Geld lieber zusammenhältst, dann wird es sich wahrscheinlich darauf einstellen und kostengünstigere gemeinsame Aktivitäten vorschlagen.

Auf alle Fälle ist es völlig in Ordnung, nur bei den besten Unternehmungen zu sein. Oft fühlt es sich hinterher besser an, Nein gesagt zu haben, als sich dem Gruppendruck zu unterwerfen.

Tick Nr. 5: „Das darf ich nicht verpassen!“

Ein letzter Punkt betrifft das Investieren. Die Abkürzung FOMO („fear of missing out“, also die Angst, etwas zu verpassen) hat es zu einiger Bekanntheit gebracht. Wenn Aktien sich in kurzer Zeit vervielfachen und man auch noch Bekannte hat, die jeden Tag über die Kursgewinne jubeln, dann wünschen wir uns, mitzufeiern.

Aber wer der Euphorie hinterherjagt, der droht regelmäßig auf dem Höhepunkt zu kaufen und sich dann die Finger zu verbrennen. 2000 Dotcom, 2008 Finanzwerte, 2012 Rohstoffe, 2015 Energie, 2017 Bitcoin und 2018 Marihuana sind nur einige Beispiele.

Statt sich also vom Hype anstecken zu lassen und wild in angesagte Themen und Megatrends zu investieren, gilt es, in Ruhe einzelne Unternehmen zu identifizieren, die nicht nur seriös geführt werden, sondern auch noch im Verhältnis zu ihrem Potenzial günstig bewertet sind.

Wer so vorgeht, wird auf lange Sicht gute Renditen erwirtschaften – und in Verbindung mit der Beherrschung der anderen vier Ticks auch die Sparrate deutlich steigern können. Erst dann ist die Rente sicher …

 

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