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3 ETF-Fehler, die dich ruinieren können!

Das Investieren in ETFs ist grundsätzlich eine einfache und bequeme Sache. Und um gleich an dieser Stelle etwas reißerische Panik aus der Schlagzeile herauszunehmen: Wer langfristig, das heißt über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg und marktüblich diversifiziert in die Passivfonds investiert, bestenfalls über Sparpläne, wird wohl wenig falsch machen können. Sowie über einen längeren Zeitraum auch eine Rendite erwarten können.

Nichtsdestoweniger existieren einige grundlegende Weichen, die einen auch hier ruinieren können. Lass uns das im Folgenden daher mal etwas näher beleuchten und auf Fallstricke achten, die Investoren vielleicht besser meiden sollten.

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1. Du agierst zu speziell

Ein erster Weg, sich möglicherweise einer Gefahr auszusetzen, kann eine zu starke Spezialisierung sein. Grundsätzlich kann ein Abweichen von der marktüblichen Norm zwar mit zusätzlichen Chancen verbunden sein. Allerdings auch mit bedeutenden Risiken.

Während es auch hier normale Spezialisierungen wie beispielsweise auf globale Dividendenaristokraten gibt, die noch sinnvoll sind und langfristig irgendwo doch den Markt abbilden können, existiert natürlich auch die Möglichkeit, lediglich in gewisse Bereiche zu investieren. Vielleicht sogar in solche, wo man die grundsätzlichen Chancen und Risiken nicht kennt.

Wer beispielsweise auf Branchen oder umstrittene, weniger zuverlässige Regionen spezialisiert ist, wird ein größeres Risiko besitzen und hat auch die Möglichkeit, Verluste einzufahren. Die Chance einer höheren Rendite ist hier ebenfalls stets mit höheren Risiken und der Möglichkeit einer Fehlinvestition verbunden, das sollte man dabei bedenken.

Je nach Spezialisierung und Risikoneigung können sogar heftige Verluste in einigen Märkten bevorstehen, die nur schwer über einige Jahre hinweg wieder aufgeholt werden können. Insbesondere einige Branchen können schließlich branchenspezifischen Gegenwind bekommen, der hier ruinöse Ausmaße annehmen kann. Man denke nur derzeit an die Zigarettenindustrie, deutsche Versorger der letzten Jahre oder auch deutsche Bankaktien.

2. Eine thematische Abgrenzung

Eine zweite Weichenstellung, die möglicherweise zu fatalen Fehleinschätzungen führt, könnte außerdem mit dem jeweiligen ETF-Ansatz verbunden sein. Beziehungsweise dem Stil, dem man als ETF-Investor hier irgendwo nacheifert.

Ich beispielsweise habe so mein Problem damit, Value-Aktie in reiner Form toll zu finden. Für mich sind klassische Passivfonds, die Value im Titel tragen, häufig ein Sammelsurium von lediglich günstigen, fundamental bewerteten Aktien, wovon ein großer Anteil häufig als Rohrkrepierer gilt. Womöglich sogar häufiger als bei einem marktüblichen Ansatz, wo auch einige günstige Aktien und wenig aussichtsreiche Vertreter mit in den marktbreiten Mix aufgenommen werden.

Speziell bei Value-ETF erfolgt jedoch häufig eine noch konzentriertere Bündelung solcher fundamental preiswerter Aktien, wobei es durchaus in vielen Fällen gute Gründe geben mag, weshalb hier die Bewertung so günstig ist. Oder eben operative Probleme, weshalb ich hier skeptisch bin.

Grundsätzlich kann daher das Bedienen gewisser Themen oder Ansätze ebenfalls ein hohes Risiko darstellen. Ob du meinen Value-Ausführungen dabei folgen magst oder nicht, ist eine andere Frage. Jedoch könnte auch hier die Spezialisierung in bestimmten Bereichen ihre Tücken besitzen.

3. Eine zu geringe Diversifikation

Ein dritter ruinöser Ansatz dürfte zudem mit einer zu geringen Diversifikation zusammenhängen. Selbst auf Basis einzelner Indizes ist die Diversifikation bereits verschieden. Der DAX besitzt lediglich 30 verschiedene Aktien, während es ein FTSE 100 auf 100 bringt, der MSCI World hingegen auf 1.600 verschiedene Aktien. Allerdings haben diese Indizes zumindest den Vorteil, einen Markt abzubilden.

Häufig gibt es auch hier jedoch thematische oder schwerpunktmäßige Variationen, die zu geringerer Diversifikation führen. Der DivDAX beispielsweise, der lediglich auf hohe Ausschütter abzielt, vereint lediglich die 15 DAX-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite. Und 15 Aktien sind wirklich vergleichsweise schwach, um diversifiziert und marktbreit investiert zu sein.

Die Diversifikation ist daher ein wichtiges Merkmal, um langfristig erfolgreich zu investieren. Selbst wenn hier das Wörtchen ruinös übertrieben sein könnte, beherbergt eine zu geringe Verteilung zumindest ein starkes Risiko einzelner Aktien, das man gerade als passiver Investor eigentlich umgehen wollte.

Der Markt ist gar nicht verkehrt

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, führt insbesondere das Abweichen von der marktüblichen Norm häufig zu Risiken, die teilweise erhebliche Folgen haben können. Spezialisierungen und thematische Schwerpunkte erhöhen dabei häufig das Einzel-, mindestens jedenfalls das Branchenrisiko oder führen zu einer womöglich nicht zielführenden Weichenstellung.

Vielleicht sollte man als ETF-Investor, der sich auf solche Abwege verliert, daher noch einmal die marktbreite Variante überdenken. Aus der Sicht der Risiken könnte das sogar die beste Option sein.

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