The Motley Fool

2 Top-Dividendenaktien, die jeder ängstliche Investor kennen sollte!

Wer in Aktien investiert, muss immer ein gewisses Risiko tragen. Manchmal ist dieses so groß, dass man einen Totalverlust erleiden kann. 

Setzt man jedoch auf solide Aktien, die über einen hohen Marktanteil verfügen sowie starke Cashflows generieren, so könnte man ein solches Risiko ein wenig eingrenzen. Besser könnte es sogar sein, wenn Unternehmen langfristig wachsen und ihre Gewinne und Dividenden stärker steigern als die Inflation.

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Mit der Deutschen Telekom (WKN: 555750) sowie dem Hamburger Kosmetik- und Klebstoffkonzern Beiersdorf (WKN: 520000) möchte ich heute zwei Unternehmen vorstellen, die – aufgrund ihrer starken Cashflows – eine gewisse Absicherung in Krisenzeiten bieten könnten. Dabei unterscheiden sich die Profile der beiden Unternehmen enorm.

Die Deutsche Telekom ist hoch verschuldet, zahlt jedoch hohe Dividenden – die ab und an mal gekürzt wurden. Beiersdorf hingegen ist schuldenfrei, zahlt hingegen eine geringe und stabile Dividenden. Schauen wir uns diese zwei Aktien mal genauer an.

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom gehört mit über 178 Mio. Mobilfunkkunden, 28 Mio. Festnetzkunden sowie 20 Mio. Breitbandkunden zu den größten Telekommunikationskonzernen in der Welt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden mit dieser Kundenbasis Umsatzerlöse in Höhe von 75,7 Mrd. Euro generiert, die sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 % erhöht haben. Mehr als 68 % der Konzernumsätze werden mittlerweile im Ausland generiert.

Trotz leicht gestiegener Umsätze gab es auf der Ertragsseite einen deutlichen Ergebniseinbruch zu vermelden. Das Ergebnis je Aktie fiel um 37,8 % auf einen Wert von 0,46 Euro. Trotz rückläufiger bilanzierter Gewinne wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 um 7,7 % auf 0,70 Euro gesteigert. Im aktuellen Jahr 2020 wird diese allerdings nicht mehr so hoch ausfallen.

Als mögliche Dividende wurde von der Deutschen Telekom bereits ein Wert von 0,60 Euro für das Geschäftsjahr 2019 diskutiert. Gleichzeitig soll dieser Wert dann auch als zukünftige Mindestdividende angesehen werden – bisher lag diese bei 0,50 Euro. Betrachtet man nun den aktuellen Aktienkurs der Deutschen Telekom von 14,76 Euro, so errechnet sich eine Dividendenrendite von 4,1 % (Stand: 10.01.2020).

Auch wenn es in der Ausschüttungshistorie der Deutschen Telekom häufig Dividendenkürzungen gab und diese seit dem Jahr 1996 auch zweimal komplett ausfiel, könnte die Aktie der Deutschen Telekom – aufgrund der regelmäßig wiederkehrenden Cashflows – durchaus als ein Kriseninvestment angesehen werden.

Beiersdorf

Die zweite Aktie, die als Krisenaktie klassifiziert werden könnte, ist der Konsumgüterhersteller Beiersdorf. Das Hamburger Unternehmen ist mit den zwei Geschäftsfeldern Consumer (Körperpflegeprodukte) und Tesa (Klebeartikel) in konjunkturrobusten Bereichen der Wirtschaft aktiv.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Beiersdorf-Konzern einen Umsatz von 7,2 Mrd. Euro, der sich gegenüber dem Vorjahr organisch um 5,4 % erhöht hat. Wachstumstreiber waren beide Segmente, wobei das Consumer-Segment mit einem Umsatz von 5,9 Mrd. Euro deutlich größer ist.

Insgesamt konnte das Ergebnis je Aktie um 8,4 % auf 3,21 Euro gesteigert werden. Hiervon wurde letztendlich eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro ausgeschüttet. Die Dividende bewegt sich damit seit einem Jahrzehnt auf einem unveränderten Niveau und das, obwohl sich das Ergebnis seit dem Jahr 2009 fast verdoppelt hat.

Neben der hohen Bewertung der Aktie könnte auch die geringe Ausschüttungsquote bei der doch soliden Finanzlage (Eigenkapitalquote von bei 64 % im Jahr 2018) für die aktuell geringe Dividendenrendite verantwortlich sein. Diese beläuft sich bei einem aktuellen Aktienkurs von 107,70 Euro (Stand: 10.01.2020) auf gerade einmal 0,65 %.

Da der Beiersdorf-Konzern für das Gesamtjahr 2019 von einem organischen Umsatzwachstum von etwa 3 bis 5 % ausgeht bei einer erwarteten EBIT-Umsatzrendite von 14,5 % (Geschäftsjahr 2018: 15,2 %), könnte es gut sein, dass die nächste Dividende wieder auf dem Niveau von 0,70 Euro gehalten wird.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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