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Ist 2020 die Zeit für Gold gekommen?

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In Zeiten volatiler Märkte, in denen die Börsenindizes schnell durch geopolitische Ereignisse ins Schwanken geraten können, ist es nicht verkehrt, sich zumindest ein Mal Gedanken über eine Investition in Gold zu machen. Wie die neuesten Spannungen zwischen den USA und dem Iran beweisen, kann ein solches Ereignis sehr spontan und ohne Ankündigung eintreten.

Dabei kommt es oft kurzfristig zu starken Unsicherheiten am Markt. Nun sagt man, dass politische Börsen kurze Beine haben, aber dennoch wird der Markt über mehrere Monate oder sogar Jahre von bestimmten Themen geprägt – man denke dabei an den Brexit.

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Als smarter Investor, der seine Aktienauswahl unternehmensorientiert und mit einem langfristigen Anlagehorizont betreibt, kann man dieser Volatilität bereits gut vorbeugen. Doch man denke daran, dass eine Rezession oft härter kommt als gedacht und nicht jeder die Nerven und das Durchhaltevermögen hat, um in dieser Zeit seine Aktien zu halten.

Oftmals braucht man aufgrund unvorhergesehener Ereignisse Geld und liquidiert daher bestimmte Positionen in seinem Depot. Dass Panikverkäufe zu schwachen Kursen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind, kannst du vermutlich bereits erahnen.

Gold schafft eine gewisse Unabhängigkeit und fungiert in meinen Augen nicht nur als Anker für dein Aktiendepot, sondern im Notfall für dein ganzes Leben.

Der Goldstandard

Betrachten wir Gold aus der geschichtlichen Perspektive heraus, werden wir nicht an dem Begriff „Goldstandard“ vorbeikommen. Vor langer Zeit, als es keine elektronischen Bankkonten und Geldscheine gab, wurden Güter entweder im Austausch gegen andere Güter gehandelt, oder der Käufer verwendete beispielsweise Silber- oder Goldmünzen, um seine Schuld zu begleichen.

Nun entwickelten sich im Laufe der Zeit Handelsrouten mit höherem Handelsvolumen, aus denen auch Händler hervorgingen, die größere Mengen an bestimmten Waren kaufen mussten, um diese später teurer zu veräußern. Vor allem wenn ein Händler einige Tage durchs Land ziehen musste, um seine Waren einzukaufen, würde es ihm schwerfallen, mehrere Säcke mit Goldmünzen oder gar Goldbarren mit sich rumzuschleppen – ganz abgesehen davon, dass ein solcher Transport auch zu damaliger Zeit alles andere als risikofrei gewesen wäre.

Um dieses Problem zu umgehen, entstand zur damaligen Zeit ein System, das den Grundstein für das heutige Bankensystem gelegt hat. Händler konnten in der einen Stadt ihre Goldeinlagen tätigen und erhielten ein Dokument, das ihnen garantierte, die exakt gleiche Menge an Gold in einer anderen Bank wieder gegen Rückgabe des Dokumentes zu erhalten.

Worauf ich hinausmöchte? Die Banken konnten zur damaligen Zeit nur das wieder herausgeben, was sie tatsächlich zuvor gelagert hatten – die sogenannte Golddeckung. Heutzutage geben Banken meist viel mehr Geld heraus (beispielsweise in Form von Krediten), als sie tatsächlich besitzen (in Form von Kundeneinlagen).

Die Kundeneinlagen sind nicht vollständig gedeckt und daher fürchten Banken sich auch sehr davor, dass in Krisenzeiten alle Menschen panikartig ihre Geldeinlagen abheben wollen. Würde dies geschehen, wäre die entsprechende Bank wohl ziemlich schnell pleite.

Ebenfalls besteht auch keine materielle Deckung deines Geldes durch Sachgegenstände oder eben Edelmetalle, wie Gold eines ist. Stell dir vor, deine Konten werden aus irgendeinem Grund (Politiker finden sicherlich einen passenden) über Nacht eingefroren. Geldautomaten werden gesperrt und du hast keinerlei Zugriff zu deinem Geld. Wovon bezahlst du dann dein Essen? Mit Gold hättest du einen Währungsersatz, der seit Jahrhunderten seine Daseinsberechtigung hat und sicherlich nicht von vielen Verkäufern abgelehnt werden würde.

Ich möchte hier keineswegs Schwarzmalerei betreiben, aber ich möchte dir ein paar Denkanstöße mitgeben, falls du dich mit dem Kauf von Gold beschäftigst. Gold ist meiner Meinung nach keineswegs eine reine Anlageform, um Renditen zu erzielen. Sehen wir uns nachfolgend an, welche Vor- und Nachteile Gold hat.

Vorteile Nachteile
Physisches Gold wird wohl nie in irgendeiner Krise seinen kompletten Wert verlieren. Der Goldpreis ist volatil und kann durchaus sinken, nachdem du Gold gekauft hast.
Gold findet in der Regel immer einen Käufer. Gold arbeitet nicht: Es werden keine Zinsen erwirtschaftet.
Gold wird überall auf der Welt akzeptiert. Gold muss irgendwo aufbewahrt werden und stellt damit ein Diebstahlrisiko dar.

Man könnte dieser Liste sicherlich noch den einen oder anderen Punkt hinzufügen, doch im Wesentlichen wird wohl klar, weshalb man in Gold investieren könnte bzw. weshalb nicht. Ich persönlich würde mir Gold als reine Sicherheitsanlage kaufen, weshalb mir ein möglicher (kurzfristiger) Wertverlust gleich wäre. Auch die Tatsache, dass Gold nicht wirtschaftet, würde ich in Kauf nehmen.

Sollte man gerade 2020 Gold kaufen?

Nicht jeder kann sich einfach Mal ein paar Goldbarren in den Safe legen, denn die Dinger kosten ganz schön viel Geld. Je nach persönlichem Vermögen, der aktuellen Lebenslage oder den eigenen Präferenzen kann die Anlage unterschiedlich ausfallen.

Ein bis zwei Krügerrand-Münzen sind sicherlich für ein Mindestmaß an Sicherheit ausreichend. Die Vermögenden unter uns können sich gegebenenfalls leisten, 10 bis 20 % ihres Bar- und Aktienvermögens in Gold anzulegen und diese Quote über den Lauf der Zeit konstant zu halten.

Wenn man vorhat, in Gold zu investieren, muss man das nicht zwingend im Jahr 2020 machen, sondern eben dann, wenn es gerade zur eigenen Situation passt und die Goldkurse eventuell gerade etwas eingebrochen sind.

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