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Hätte man 5.000 Euro in den Börsengang von Alibaba investiert, dann hätte man heute …

Im September 2014 wagte der chinesische Internetkonzern Alibaba (WKN: A117ME) den Sprung an die New Yorker Börse. Es war der bis zu diesem Zeitpunkt größte IPO aller Zeiten. Ich denke heute – mehr als fünf Jahre nach dem Börsendebüt der Alibaba-Aktie – ist ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf die Entwicklung der Alibaba-Aktie zu werfen.

So viel kosteten die ersten Alibaba-Aktien – und so viel kostet sie heute

Investoren konnten die Alibaba-Aktie für 68 USD zeichnen – rückblickend betrachtet ein echtes Schnäppchen, doch dazu später mehr. Am ersten Handelstag stieg das Papier auf rund 96 USD – ein Anstieg von gut 40 % an nur einem einzigen Handelstag. Doch die anfängliche Euphorie verschwand genauso schnell, wie sie an den Tagen nach dem IPO entstanden war.

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Das Geschäftsjahr 2015 lief deutlich schwächer als das Vorjahr – der Vorsteuergewinn von Alibaba sank um gut 7 % verglichen mit 2014. Nicht gerade das, was die Börse von einem Wachstumsunternehmen erwartet hatte. Diese Enttäuschung spiegelte sich auch im Kursverlauf wider – nach 100 USD in den Tagen nach dem IPO fiel die Aktie in den folgenden Monaten auf zeitweise unter 60 USD.

Ab 2016 ging’s dann aber nur noch in eine Richtung für die Alibaba-Aktie – steil Richtung Norden! In diesem Jahr stieg der Gewinn um knapp 26 %, 2017 sogar um über 65 %. Und auch 2018 sorgte man mit einem Gewinnplus von über 44 % für positive Schlagzeilen. Davon profitierte natürlich auch die Aktie: Am 30.12.2019 notierte die Alibaba-Aktie bei 217 USD – ein Plus von 219,1 % verglichen mit dem Zeichnungspreis.

Hätten wir die Aktie im September 2014 für 5.000 Euro gezeichnet, dann wären heute knapp 16.000 Euro daraus geworden – nicht schlecht für einen Zeitraum von nur etwas mehr als fünf Jahren (das entspricht einer jährlichen Rendite von durchschnittlich 26 % p. a., CAGR).

Die Erfolgsgeheimnisse von Alibaba

Für mich stecken vor allem zwei Erfolgsgeheimnisse hinter dieser fulminanten Rallye, die beide eng miteinander verknüpft sind. Zum einen Gründer Jack Ma, zum anderen die Unternehmenskultur, die er geschaffen hat.

Mit einer klaren Vision, totaler Fokussierung und mit unendlicher Leidenschaft und Hingabe schaffte er es vom Englischlehrer zu einem der reichsten Männer Chinas, indem er den Handelsriesen Alibaba – wohlgemerkt aus dem Nichts – aufbaute. Hinter praktischen jedem großartigen Unternehmen steckt eine einzigartige Persönlichkeiten, die maßgeblichen Einfluss auf dessen Erfolg hatte. Denk nur an Steve Jobs und Apple, Jeff Bezos und Amazon oder Reed Hastings und Netflix.

Jack Mas in meinen Augen wichtigste Maßnahme: Er schuf eine wunderbare Unternehmenskultur, die eine perfekte Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg darstellt. Gemäß dieser Unternehmenskultur gelten die folgenden Prioritäten bei Alibaba.

  1. Der Kunde
  2. Die Mitarbeiter
  3. Die Shareholder – also unter anderem wir Aktionäre

In meinen Augen existiert ein Unternehmen nicht für uns Aktionäre – es ist dafür da, um Probleme von Menschen zu lösen. Je besser es das tut, desto mehr verdient es langfristig. Im Kern erfüllt ein gutes Unternehmen also keinen anderen Zweck, als Probleme zu lösen – steigende Kurse und Dividenden sind lediglich ein Resultat daraus.

Entsprechend feiere ich Unternehmen, die sich ganz klar zu ihrem Kundenfokus bekennen – denn nur wer sich zu 100 % auf seine Kunden fokussiert, wird deren Probleme und Bedürfnisse besser erkennen als die Konkurrenz.

Die Kombination Jack Ma plus eine außergewöhnliche Unternehmenskultur ermöglichte es Alibaba, die Chancen des boomenden E-Commerce-Marktes (und einiger weiterer Märkte) zu nutzen – und erfreute damit die Aktionäre des ersten IPOs mit außergewöhnliche Renditen.

Mein Fazit zur Alibaba-Aktie – und IPOs im Allgemeinen

Keine Frage – auf Sicht der letzten fünf Jahre war die Alibaba-Aktie eine spektakuläre Erfolgsgeschichte. Allerdings zeigte sich auch hier einmal mehr: Bei einem IPO muss man nicht unbedingt dabei sein – wer rund ein Jahr später investiert hat, bekam die Alibaba-Aktie sogar unterhalb des Ausgabepreises.

Der Grund liegt auf der Hand: Das Unternehmen, das an die Börse möchte, will so viel wie möglich bei einem IPO einnehmen – schließlich gibt’s diese Gelegenheit abgesehen von Kapitalerhöhungen (und das ist eine relativ unbeliebte Maßnahme) nur einmal. Gemeinsam mit der begleitenden Bank wird daher versucht, das entsprechende Unternehmen so gut wie möglich aussehen zu lassen.

Dieses „Aufpolieren“ kann dazu führen, dass die anfängliche Bewertung sehr ambitioniert ausfällt und wir Investoren beim IPO zu viel bezahlen. Das ist okay – wenn sich das Unternehmen langfristig so prächtig entwickelt, wie das bei Alibaba der Fall war.

Ich persönlich habe bisher allerdings immer lieber ein paar Monate abgewartet und erst dann zugeschlagen, wenn die ersten Quartalsberichte zur Verfügung standen. Auf Basis dieser konnte man dann schon eher abschätzen, ob ein Unternehmen wirklich so viel wert war, wie es beim Börsengang den Anschein hatte.

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Thomas Brantl besitzt Aktien von Alibaba, Amazon und Apple. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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