The Motley Fool

5 goldene ETF-Tipps für 2020 (und, natürlich, darüber hinaus!)

ETFs haben sich inzwischen in die Herzen vieler Investoren gebrannt. Wieso auch nicht, denn immerhin sind die Passivfonds ein wirklich attraktiver Gesamtmix: Die Aussicht auf eine marktübliche Rendite, ein vergleichsweise günstiger Kostenrahmen, wenig Aufwand und dennoch eine starke Diversifikation runden diesen Gesamtmix ab. Das ist für viele Investoren nicht unattraktiv.

Nichtsdestoweniger existieren auch im Kontext der Passivfonds gewisse Tipps, die den Erfolg erhöhen können. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf fünf goldene Tipps, die dich möglicherweise weiter voranbringen. Oder dir dabei helfen können, das Investieren mit den Passivfonds relativ einfach zu halten.

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1. Tipp: Im Zweifel, sei der Markt

Das ETF-Universum hat sich inzwischen ordentlich ausgedehnt. Es gibt viele verschiedene Themen, Spezialisierungen und sonstige Einschränkungen. Grundsätzlich also viele Auswahlmöglichkeiten, die Investoren interessieren könnten. Jedoch den Prozess hin zum richtigen Fonds erschweren.

Wer auf ETFs setzen möchte, sollte vom Grundsatz her versuchen, es einfach zu halten. Zu viel Aufwand, zu viele Spezialisierungen und zu viel Lametta können nämlich unterm Strich dazu führen, dass man sich doch in Analysen verstrickt. Etwas, das man eigentlich verhindern wollte. Oder etwa nicht?

Wer es daher weiterhin einfach halten möchte, sollte letztlich im Endeffekt einen oder mehrere Märkte abbilden. Auch hier gibt es noch Dinge zu beachten, allerdings kann das den gesamten Prozess beschleunigen und dennoch zu einer attraktiven Rendite führen.

2. Tipp: Achte auf die Diversifikation

Ein zweiter essenzieller Tipp hängt mit der Diversifikation zusammen. „Sei der Markt“ ist zwar ein toller und irgendwo allgemeingültiger Hinweis. Allerdings ist Markt nicht gleich Markt und entsprechend gibt es hier Dinge, die es zu beachten gilt. Ein Aspekt ist die Diversifikation.

Der DAX beispielsweise hat lediglich 30 verschiedene Aktien, der FTSE 100 hingegen 100 verschiedene Aktien. Der DAX ist überdies sehr zyklisch strukturiert, der FTSE 100 besitzt da schon feinere Strukturen. Ich denke, du weißt, worauf ich hinauswill.

Auf die Diversifikation zu achten kann daher insbesondere langfristig wichtig sein, um wirklich eine marktübliche Rendite zu erhalten. Manche Indizes sind nämlich einfach bessere Querschnitte durch die Wirtschaftswelt als andere und entsprechend ist es wichtig, diese Zusammensetzung im Auge zu behalten.

3. Tipp: Achte auf die Gebühren

Klar, ETFs sind günstig und so weiter, allerdings gibt es auch hier Unterschiede. Passivfonds, die den breiten Markt abbilden, wird man zwar selten für eine Gesamtkostenquote jenseits der 1-%-Marke erleben (auch, weil kaum jemand in sie investiert), jedoch machen kleinere Unterschiede auch hier eine Menge aus. Insbesondere langfristig.

Natürlich soll ein Fondsanbieter auch etwas für seinen Service bekommen, ansonsten wird er den Passivfonds vermutlich irgendwann einstellen, allerdings gibt es bei gängigen Indizes und ihren jeweiligen Anbietern bedeutende Unterschiede. Achte daher auf eine möglichst günstige Gebühr zu gleichen Konditionen, denn unterm Strich ist die Performance des jeweiligen Vergleichsindex abzüglich der Gebühr die Rendite, die du erhältst. Und die soll doch unterm Strich möglichst groß sein, oder nicht?

4. Tipp: Investiere in das, was du kennst!

Ein weiterer wichtiger Tipp ist außerdem, dass man auch als Passivinvestor lediglich in solche Dinge investieren sollte, die man kennt. Die ETF-Welt hat schließlich inzwischen viele Kuriositäten hervorgebracht. Ob risikoreiche High-Yield-Dividendenprodukte oder Small-Caps aus Uganda. Oder auch weitere Dinge, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt.

Nichtsdestoweniger sollte man als Investor grob in das Investieren, was man auch kennt. Das muss nicht für jede Aktie eines Index gelten (das wäre auch Quatsch, denn dann kannst du im Endeffekt gleich in einzelne Aktien investieren), allerdings sollte man oberflächlich die Chancen und Risiken abwägen können.

Im Zweifel, wie gesagt, halte es einfach und beachte den Tipp: Sei einfach der Markt.

5. Tipp: Erwarte keine Wunder, sei langfristig dabei!

Zu guter Letzt und ebenfalls mit am wichtigsten solltest du dich auf eine lange Reise beim Thema ETFs einstellen. Eine marktübliche Rendite wird sich schließlich erst über viele Jahre, häufig wohl erst über Jahrzehnte hinweg einstellen. Das ist eine grundlegende Weiche, die man dringend verinnerlicht haben sollte.

Dazu gehört auch, dass man besser keine Wunder erwarten sollte. Auch ganze Indizes können schließlich korrigieren oder crashen und mit ihnen die jeweiligen passiven ETF-Produkte. Gewiss ein Szenario, das man bedenken sollte und wo man sogar die Ruhe behalten muss. Ja, womöglich sogar einfach weiter investieren, um das günstige Niveau abzugreifen und letztlich überhaupt die Chance auf eine marktübliche Rendite zu erhalten.

Das Investieren in ETFs ist zwar vom Grundsatz einfach, kann jedoch auch so seine Tücken haben. Langfristig dabei zu bleiben und mit der richtigen Einstellung an die ganze Sache ranzugehen ist hierbei jedoch ein wichtiger Schritt.

Hast du weitere goldene Regeln?

Das sind sie nun also, meine fünf goldenen Regeln für das Investieren in ETFs für das kommende Jahr und auch für das nachfolgende Jahrzehnt. Möglicherweise hast du auch weitere goldene Regeln, und falls ja, schreib sie dir ebenfalls lieber einmal auf. Das kann im Zweifel dabei helfen, sich an diese Richtlinien zu halten, insbesondere wenn die Zeiten einmal etwas turbulenter werden.

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