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Deutsche Bank und Commerzbank mit rasantem Jahresstart: Starkes Comeback in 2020?

Die Aktien der Deutschen Bank (WKN: 514000) und auch der Commerzbank (WKN: CBK100) sind definitiv mit einem starken Lebenszeichen in das neue Börsenjahr 2020 gestartet. Um deutlich über 5 % konnten die Papiere dieser beiden Geldhäuser am ersten Handelstag des neuen Jahres zulegen. Eine starke, erfolgreiche Entwicklung, die man von den kriselnden Aktien eigentlich eher weniger gewohnt ist.

Doch was waren die Auslöser für dieses starke Signal und werden den Kursgewinnen des ersten Tages weitere folgen? Ein paar spannende Fragen, die förmlich nach einer Antwort schreien. Lass uns daher im Folgenden einmal schauen, was sich hier zwischen den Jahren ergeben haben könnte:

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Es könnten vornehmlich wenig unternehmensspezifische News sein

Die Gründe für diese rasante Performance zum Jahresbeginn könnten dabei möglicherweise wenig unternehmensspezifischer Natur sein. Wie mehrere Medien nämlich zum Beginn des neuen Jahres berichten, hätten die konjunktursensiblen Bankaktien mit ihrem starken Lebenszeichen unter anderem auf Wirtschaftsindikatoren im Reich der Mitte reagiert. Im Fokus hierbei standen insbesondere Einkaufsmanagerindizes und weitere Anzeiger.

Des Weiteren habe die chinesische Zentralbank ihre Reserveanforderungen für Banken gelockert, was wohl ebenfalls als positives Zeichen im Kontext der chinesischen Konjunktur gedeutet wird. Möglicherweise werden die Themenfelder des Handelskonflikts und der konjunkturellen Sorgen daher die Börsen gar nicht so stark in ihren Bann ziehen, wie angenommen. So zumindest wohl die doch recht vage Theorie hinter diesen Meldungen.

Des Weiteren verweisen so einige Analysten auch auf eine möglicherweise gestiegene Risikoneigung der Marktteilnehmer, was nun zu einem Interesse an den Bankaktien führe. Immerhin, günstig sind die beiden Bankaktien allemal, denn sie werden noch immer bedeutend unter ihrem Buchwert gehandelt. Vielleicht hat sich so mancher Investor ja nun für das neue Jahr auf die Fahnen geschrieben, mehr in Value-Aktien alter Schule zu investieren. Wer weiß?

Nicht so eilig, Fool!

Welche Gründe der rasante Anstieg auch immer haben mag: Fest zu stehen scheint jedenfalls, wie gesagt, dass die Gründe für das Lebenszeichen wenig unternehmensgebunden gewesen sind. Und in meinen Augen sollten Investoren daher weiterhin vorsichtig sein.

Egal ob die Weltkonjunktur nun nämlich wieder etwas aufatmet oder aber die Risikoneigung der Investoren etwas zunimmt, fest steht ebenfalls, dass die beiden deutschen Geldhäuser weiterhin ihre Probleme haben. Die niedrigen Zinsen zehren noch immer an der Ertragslage der Geldhäuser und zumindest ist hier noch kein Allzweckmittel gefunden, das einen operativen Turnaround einläuten konnte.

Beide Bankaktien beschäftigen sich zwar mit den Themenfeldern des Konzernumbaus, die Deutsche Bank hat im Sommer dieses Jahres sogar den größten in ihrer Geschichte eingeläutet. Nichtsdestoweniger sind es auch hier bislang die Wasserstandsmeldungen über damit verbundene Verluste gewesen, die Investoren aufhorchen ließen. Ein ähnliches Schicksal, das wohl auch die Commerzbank derzeit durchlebt, wo der Konzernumbau inzwischen in eine fünfte Runde geht.

Die jeweiligen Ausgangslagen bleiben daher einerseits günstig, andererseits jedoch mit operativen Problemen verbunden. Ob man als Investor daher in diese Aktien investieren möchte und ob sich hier ein Turnaround abzeichnet, sollte man wohl sehr intensiv ergründen.

Es könnte weiterhin Vorsicht geboten sein!

Für den Moment legen die Aktien daher immerhin deutlich einstellig zu, jedoch sind es keine Unternehmensdaten, die hier für Euphorie sorgen. Sollte das so bleiben, könnte die rasante Rallye noch aufhören, bevor sie richtig begonnen hat. Die deutschen Bankaktien besitzen schließlich noch immer ihre Problemfelder, die es zu lösen gilt, und solange auf Themen wie Niedrigzinsen keine nachhaltigen Antworten gefunden werden können, dürfte das weitere Potenzial hier doch eher begrenzt sein.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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