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Die meisten Abonnenten von Disney+ sind auch auf Netflix

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Disney+ (WKN:855686) wächst seit der Einführung im vergangenen Monat mit rasanter Geschwindigkeit. Der Unterhaltungsriese teilte mit, dass sich bei der Einführung des neuen Streaming-Dienstes im letzten Monat mehr als 10 Millionen Mitglieder für diesen Service angemeldet hatten. Disney versprach jedoch, nach dieser Ankündigung über das Wachstum des Dienstes Stillschweigen zu bewahren und sagte, dass das Unternehmen das Abonnentenwachstum nur in seinen vierteljährlichen Quartalsberichten kommentieren würde.

Dennoch haben die Investoren seitdem Daten von Drittanbietern nach Hinweisen auf die Entwicklung von Disney+ durchgesehen. Schließlich dürfte der Streaming-Service in Zukunft nicht nur ein wichtiger Treiber für die Entwicklung der Disney-Aktie sein – er könnte auch Konkurrenten wie Netflix (WKN:552484) beeinflussen.

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Neue Daten von Cowen könnten das bisher detaillierteste Bild der sich entwickelnden Beziehung zwischen den beiden Unternehmen zeigen. Laut der Umfrage des Forschungsunternehmens unter 2.500 US-Konsumenten schloss Disney+ den November mit 24 Millionen inländischen Abonnenten ab: viel besser als die Schätzungen der Wall Street, die sagten, dass das Unternehmen erst im nächsten Jahr 20 Millionen Abonnenten erreichen werde.

Die Umfrage könnte für Netflix sehr positiv ausfallen. Auf der Grundlage der Daten sind 80 % der Disney+-Abonnenten auch Netflix-Abonnenten, was die Befürchtungen zu untermauern scheint, dass Disney+ Netflix schaden könnte. Dennoch scheint der neue Streaming-Service Auswirkungen auf Netflix zu haben. Cowen geht davon aus, dass die Einführung von Disney+ direkt dazu führen wird, dass 1 Million US-Kunden ihre Netflix-Abonnements im vierten Quartal kündigen werden. Insgesamt erwartet das Marktforschungsunternehmen, dass im vierten Quartal 5,1 Millionen US-Netflix-Abonnenten den Dienst kündigen werden. Die Zahl der Nettoneuzugänge soll im Quartal 500.000 betragen.

Ein Kommentar von Bank of America war ebenfalls positiv über Netflix: Die Kündigungsabsichten der Abonnenten hätten sich mit dem Start von Disney+ kaum verändert.

Netflix hat das vorausgesehen

In der Prognose zum vierten Quartal sprach Netflix von nur 600.000 Netto-Neukunden in den USA, gegenüber 1,53 Millionen vor einem Jahr: ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen die Auswirkungen der Einführung von Disney+ erwartet. Obwohl Netflix einige Mitglieder an Disney+ verliert, hat das Unternehmen im vierten Quartal auch zugkräftigen Content, darunter drei Filme, die für den Oscar in der Kategorie Bester Film nominiert werden könnten: The Irishman, The Two Popes und Marriage Story, die alle für viel Aufmerksamkeit gesorgt haben. Diese Art von Inhalten wird wahrscheinlich neue Mitglieder anziehen, auch wenn einige bestehende Mitglieder den Dienst verlassen.

Das Unternehmen hat Anfang der Woche auch das Vertrauen der Investoren zurückgewonnen, als es detaillierte Abonnentendaten nach Regionen veröffentlichte, während es sich darauf vorbereitet, seine Berichtssegmente auf vier Regionen aufzuteilen – Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) und Asien-Pazifik.

Die Veröffentlichung schien die Investoren daran zu erinnern, dass die internationalen Märkte die größte Wachstumsquelle darstellen. Heute leben mehr als 60 % der Netflix-Abonnenten außerhalb der USA. Die Daten zeigten, dass der Abonnentenstamm von Netflix in der Asien-Pazifik-Region – der bevölkerungsreichsten Region der Welt – schnell wächst, wo die Zahl der zahlenden Abonnenten von 4,7 Millionen im ersten Quartal 2017 auf 14,5 Millionen im letzten Quartal stieg. Mittlerweile ist die am schnellsten wachsende Region von Netflix, gemessen an der Zahl der Abonnenten, die EMEA-Region, wo in diesem Jahr 9,5 Millionen neue Abonnenten hinzugekommen sind, was etwa die Hälfte des gesamten Abonnentenwachstums ausmacht. Dieses Wachstum erinnert daran, dass sich die fremdsprachigen Inhalte von Netflix und die Investitionen in länderspezifischen Content auszahlen. Es wird selbst für Disney schwierig sein, in dieser Hinsicht gegen Netflix anzutreten, obwohl Disney mehrere bekannte Franchises hat.

Die Konkurrenz von Disney und anderen Konkurrenten könnte Netflix vor Herausforderungen stellen, da sie die Kosten für Inhalte wahrscheinlich erhöhen und dies Netflix erschweren wird, zukünftige Preiserhöhungen durchzusetzen. Dennoch hat der führende Streamer sein Schicksal noch weitgehend selbst in der Hand, insbesondere auf den internationalen Märkten, wo seine Wachstumschancen am größten sind. Die Investoren scheinen sich darüber einig zu sein, denn die Netflix-Aktie hat die Disney-Aktie seit dem Tag vor der Einführung von Disney+ sogar geschlagen.

Netflix‘ massive Abonnentenzahl gibt dem Streamer immer noch einen Vorteil, und das ist ein Teil des Grundes, warum Netflix die Ausgaben von geschätzten 15 Mrd. US-Dollar für die Inhalte in diesem Jahr rechtfertigen kann. Letztendlich liegt es an dem Unternehmen, die Inhalte zu liefern, die die Abonnenten sehen wollen. Wenn es das weiterhin tun kann, könnte das Wachstum weitergehen.

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Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und am 21.12.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $60 Calls auf Walt Disney und Short Januar 2020 $130 Calls auf Walt Disney.

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