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3 Aktien, die Warren Buffett schätzen würde

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Warren Buffett hat ein Problem.

Der wohl erfolgreichste Investor in der Geschichte (CEO von Berkshire Hathaway) sucht bekanntermaßen nach qualitativ hochwertigen Unternehmen mit großen „moats“, also Gräben, die die Konkurrenz fernhalten. Er kauft „großartige“ Unternehmen zu „guten“ Preisen – und nicht nur gute Unternehmen, die recht hoch gehandelt werden. Der Preis muss stimmen oder zumindest „angemessen“ sein, bevor Buffett die Schatulle aufmacht.

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Das bedeutet, dass Buffett von Zeit zu Zeit überboten wird. Zum Beispiel berichtete CNBC erst im November, dass ein Angebot von Berkshire für die Tech Data Corporation übertrumpft wurde, als die rivalisierende Private-Equity-Firma Apollo Global Management ihr Angebot auf 145 USD pro Aktie erhöhte – 5 USD mehr als Buffett bereit war zu zahlen.

Für die Berkshire-Aktionäre war Buffetts Scheitern bei der Übernahme von Tech Data wahrscheinlich eine gute Nachricht. Die TDC-Aktien haben allein in diesem Jahr 75 % zugelegt und fingen an, ein wenig zu teuer auszusehen. Aber damit hat Buffett immer noch sein Problem: Berkshire Hathaway hat 128 Milliarden USD auf der hohen Kante und muss die irgendwie investieren, sonst wird dieses Geld bei einem Zinssatz von fast null eine Belastung für Berkshire sein.

Hier sind drei weitere Unternehmen, die vielleicht infrage kommen: Lockheed Martin (WKN: 894648), Twitter (WKN: A1W6XZ) und Humana (WKN: 856584).

1. Lockheed Martin

Moment: Berkshire Hathaway, ein Unternehmen, das am besten für den Verkauf von eintönigen Produkten wie Autoversicherungen, Batterien und Eiscreme bekannt ist, soll das größte Verteidigungsunternehmen der Welt schlucken?

Klingt verrückt. Und doch lassen sich die Zahlen nicht leugnen: Berkshire Hathaway hat 128 Milliarden USD in bar, und Lockheed Martins Aktienwert beträgt 109 Milliarden USD (121 Milliarden USD inklusive Verbindlichkeiten). Das macht eine solche Akquisition wenn schon nicht wahrscheinlich, so doch zumindest denkbar.

Und es gibt eine Menge, was Warren Buffett an Lockheed Martin gefallen könnte. Der führende Waffenhersteller der Welt passt genau in die Definition von „großartigem“ Unternehmen. Lockheed Martin verdient robuste Gewinnmargen von 14 %, nicht weit hinter Berkshires eigener Betriebsmarge von 15,5 %. Und wenn Berkshire Lockheed Martin kaufen würde, müsste es nicht mehr die hohe Dividendenrendite von 2,5 % auszahlen – was die Rentabilität wahrscheinlich über den Durchschnitt von Berkshire hebt.

Lockheed hat zudem eindeutig die „Gräben“, die Buffett so schätzt. Das Unternehmen stellt den F-35-Stealth-Kampfjet (Amerikas einziges Kampfflugzeug der fünften Generation in Produktion), die F-16 Falcon (der beliebteste Kampfjet der Welt) und auch den Black-Hawk-Hubschrauber her – alles Produkte, die auf dem Waffenmarkt nahezu unantastbar sind.

Vielleicht wird Buffett Lockheed nie kaufen – aber er könnte es.

2. Twitter

Vor ein paar Jahren gab Buffett zu, dass er mit seiner Angst vor Tech-Aktien versäumt hatte, das Geld von Berkshire in etwa Google und Amazon.com zu investieren, obwohl das sehr gute Anlagen waren.

Vielleicht sollte er diese Ängste jedoch überwinden – und eine Investition in Twitter in Betracht ziehen.

Im Gegensatz zu dem Riesen Lockheed ist Twitter mit einer niedrigen Marktkapitalisierung von 24 Milliarden USD bewertet – für Berkshire also nicht mehr als ein netter kleiner Kauf. Und neben dem Erzrivalen Facebook ist man eines der beiden weltweit wichtigen Social-Media-Unternehmen.

Heißt: Twitter hat einen „Graben“.

Twitter hat auch als Aktie eine Menge zu bieten. Im vergangenen Jahr hat Twitter 7 % seiner Marktkapitalisierung verloren und liegt nun mehr als 32 Prozentpunkte hinter dem S&P 500. Das ist zum Teil der Grund dafür: Die Gewinne des letzten Quartals waren miserabel, die GAAP-Gewinne fielen um 95 %.

Trotzdem wächst das Twitter-Geschäft. Die Umsätze stiegen um respektable 9 %, obwohl die Gewinne zurückgingen, eine Folge von temporären (und behebbaren) „Umsatz-Produkt-Problemen und einer unerwartet starken Werbesaisonalität im Juli und August“. Und trotz des Q3-Problems sind die Gewinne der letzten zwölf Monate bei Twitter immer noch stark genug, um dieser Aktie ein KGV von 15 zu geben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Während die Sorgen um das Gewinnwachstum einige Investoren von Twitter abgeschreckt haben und das Kursniveau auf ein lediglich „gutes“ Niveau gedrückt haben könnten, denke ich immer noch, dass diese eine „großartige““ Aktie ist, das man im Portfolio haben sollte.

3. Humana

Natürlich ist es immer möglich, dass Buffett lieber Geld für ein Geschäftsmodell ausgibt, das er am besten kennt – und seit seinem Investment in GEICO war das in der Regel immer eine Versicherung. Aber ziehen wir doch mal die Möglichkeit eines Kaufs von Humana in Betracht.

Als einer der führenden amerikanischen Anbieter von Krankenversicherungen sieht Humana auf den ersten Blick wie ein ziemlich margenschwaches Unternehmen aus, das nach GAAP einen Nettogewinn von nur 4 % auf seine Einnahmen erwirtschaftet. Diese Gewinne ergeben ein KGV von 19,3 – zwar günstiger als der Durchschnitt der S&P 500 Aktie, aber dennoch nicht unbedingt „günstig“.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass man Humana durchaus mögen kann. Die Umsatzentwicklung im letzten Quartal beispielsweise zeigte ein Umsatzwachstum von 14 %, das weit über dem Gewinnwachstum von nur 7 % lag – was darauf hindeutet, dass es Raum für eine Ausweitung der Gewinnmarge gibt. Der freie Cashflow der letzten zwölf Monate von 3,8 Milliarden USD zeigt auch, dass es Raum für Gewinnwachstum gibt – das sind 47 % mehr als die 2,6 Milliarden USD GAAP-Nettogewinn, die Humana ausgewiesen hat. Da die Gewinne im Laufe der Zeit immer mehr dem freien Cashflow ähneln, vermute ich mal, dass sich die GAAP-Gewinnmarge von Humana verbessern wird.

Für einen bescheidenen Kaufpreis von 48 Milliarden USD könnte Warren Buffett Humana mit allem Drum und Dran kaufen und sich diese steigenden Gewinnmargen auf Jahre hinaus gönnen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, Berkshire Hathaway, Facebook und Twitter. Rich Smith besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 20.12.19 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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