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Schlechter als der DAX: Warum die BASF-Aktie 2019 nur um 11,2 % gestiegen ist!

Foto: BASF SE

Die Aktie von BASF (WKN: BASF11) hat im noch so gerade aktuellen Börsenjahr 2019 eher eine durchwachsene Performance hingelegt. Im Endeffekt stieg die Aktie innerhalb der vergangenen Wochen und Monate zwar von 60,72 Euro auf das aktuelle Kursniveau von 67,54 Euro (23.12.2019, maßgeblich für alle Kurse), was immerhin einem Kursplus von 11,2 % entspricht.

Damit konnte der DAX-Chemiekonzern allerdings nicht mit dem breiten Markt mithalten. Unser heimischer Leitindex kratzt nicht bloß gegenwärtig an einem neuen Rekordhoch, sondern konnte dabei auch in etwa um ein Viertel zulegen. Definitiv eine erfolgreiche Entwicklung, die der DAX hingelegt hat.

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Doch was waren die Gründe, weshalb der Chemiekonzern eher auf der Stelle getreten ist, beziehungsweise die zugrunde liegende Aktie? Eine spannende Frage, die definitiv auch für die Zukunft relevant bleiben dürfte.

Falsche Erwartungen und operativer Einbruch

Ein erster Grund, der wohl maßgeblich für die Kursperformance der vergangenen Wochen und Monate gewesen sein dürfte, hängt mit einem Zusammenspiel aus falschen Erwartungen und einem operativen Einbruch zusammen. Eine Kombination, die in diesem Falle sehr toxisch gewirkt hat.

Ursprünglich ist hier das Management schließlich nach einem im vorherigen Geschäftsjahr 2018 bereits turbulenten Verlauf nämlich davon ausgegangen, dass man zumindest operativ auf der Stelle treten würde. Eine Prognose, die zwar ebenfalls bloß zähneknirschend angekommen ist, was auch das niedrige Kursniveau vom Jahresbeginn erklären dürfte. Allerdings kam einiges noch bedeutend schlimmer.

Im Laufe des Jahres musste sich das Management nämlich eingestehen, dass in Anbetracht aktueller konjunktureller und handelspolitischer Sorgen auch diese Prognose nicht haltbar sein wird. Letztlich revidierten die Verantwortlichen sogar die Erwartungshaltung beim Ergebnis erneut erheblich und rechnen derzeit mit einem Einbruch um bis zu 30 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Zuge dieser neuerlichen Prognose korrigierte die BASF-Aktie zwischenzeitlich sogar noch einmal deutlicher und näherte sich zum Tiefpunkt (auch in Zeiten einer möglichen Eskalation des Handelskonflikts) der Marke 55 Euro. Eigentlich ist die positive Entwicklung seitdem eher mit einiger Verwunderung verbunden.

Der weitere Verfahrensgang des Handelskonflikts

Doch es gab gewiss auch einige Gründe, die seit diesem Tiefpunkt stützend auf die Aktie des DAX-Chemiekonzerns eingewirkt haben. Zumal die fundamentale Bewertung zu diesem Zeitpunkt natürlich ebenfalls relativ preiswert gewesen ist, was durchaus wieder so einige Investoren angelockt hat.

Ein Faktor, der hier jedoch den Turnaround ins Rollen gebracht hat, war ein zunehmend positiver Verfahrensgang im Handelskonflikt. China und die USA näherten sich immer weiter an und stellten eine Einigung in Aussicht. Das hat insbesondere den zyklischeren Aktien geholfen, zu denen natürlich auch die von BASF im Endeffekt zählt.

Möglicherweise auch durch den innerpolitischen Druck, den Trump nun kurz vor der neuen US-Wahl spürt, ist hier die Gangart merklich entspannter geworden. Sogar erste Teilvereinbarungen sind inzwischen auf einem soliden Weg, was langfristig die Handelsbarrieren abbauen könnte. Potenziell hervorragende Aussichten daher für zyklische Aktien wie BASF, die an ihrem Turnaround arbeiten.

Sollte sich bei diesem Thema daher weiterhin ein gewisses Maß an Entspannung und Kooperationsbereitschaft abzeichnen, könnte der Turnaround auch im kommenden Jahr weitergehen. Ich denke, dieses Thema wird sowohl den DAX als auch die BASF-Aktie im kommenden Börsenjahr 2020 erneut maßgeblich beeinflussen.

Die stabile Dividende

Ein weiteres Highlight, das zur operativen und wohl auch zur kurstechnischen Stabilität beigetragen hat, sind außerdem die Aussichten bei der Dividende. Insbesondere, als die neuerlichen operativen Einbrüche bekannt geworden sind, kreisten so einige Gedanken wieder um die Ausschüttung für das kommende Jahr. In Anbetracht eines möglichen Gewinns je Aktie von 3,60 Euro je Anteilsschein für 2019 schien das Ausschüttungslevel von zuletzt 3,20 Euro ernsthaft in Gefahr. Zumindest jedenfalls tangiert zu werden.

Die Verantwortlichen des DAX-Chemiekonzerns haben sämtlichen Spekulationen hier jedoch einen deutlichen Riegel vorgeschoben und erklärt, dass die Dividende weiterhin zumindest stabil sein würde. Eine Perspektive, die insbesondere deshalb interessant zu sein scheint, weil die BASF-Aktie zwischenzeitlich mit einer Dividendenrendite jenseits der 5-%-Marke glänzen konnte.

Ein turbulentes Börsenjahr!

Unterm Strich geht somit in diesen Tagen ein eher turbulentes Börsenjahr 2019 zu Ende. Ausgehend vom Startkurs von 60,72 Euro konnte der Chemieriese zwar geradeso im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Mit dem Markt gleichziehen war hierbei jedoch nicht möglich.

Spannend könnten jedoch die kommenden Wochen und Monate werden, speziell, wenn sich im Handelskonflikt eine weitere Annäherung abzeichnen sollte. Dann könnte die Aktie des zyklischen Chemieriesen womöglich noch über ein gewisses Aufholpotenzial verfügen.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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