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3 Gründe, warum die Royal-Dutch-Shell-Aktie in diesem Jahr bloß um 4,8 % gestiegen ist!

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat im letzten Jahr definitiv eine eher maue Entwicklung durchgemacht. Unterm Strich ging es für das Papier des britisch-niederländischen Öl- und Erdgasriesen von einem Kursniveau von 25,36 Euro auf die aktuellen Notierungen von 26,58 Euro (23.12.2019, maßgeblich für alle Kurse) hinauf. Das entspricht lediglich einer Performance von rund 4,8 %, was vergleichsweise schwach ist.

Insbesondere, wenn wir einen Blick auf die gängigen Vergleichsindizes werfen. Die Börsenbarometer haben in den vergangenen Wochen und Monaten schließlich teilweise deutlich zweistellig zugelegt, was diese Entwicklung unterm Strich noch einmal heftig entwertet.

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Aber was waren die Gründe für diese durchwachsene, unterdurchschnittliche Entwicklung? Wenn du mich fragst, dürften es drei ausschlaggebende Kriterien gewesen sein.

1. Das durchwachsene zweite Quartal und mehr

Ein erster Grund für diese bisher vergleichsweise schlechte Performance dürfte zunächst mit den Quartalsergebnissen zusammenhängen, die der britisch-niederländische Konzern im Sommer für das zweite Quartal des aktuellen Geschäftsjahres präsentiert hat. Ein Zahlenwerk, das zu einem deutlichen Schock geführt hat.

Obwohl die Ölpreise nämlich eigentlich auf einem bequemen Niveau von teilweise deutlich über 60 US-Dollar je Barrel Brent verharrten, musste das Management hier einen Einbruch im Zahlenwerk vermelden. Unter anderem reichten nicht einmal mehr die Ergebnisse aus, um die Dividende je Aktie zu decken, was viele Investoren kurzweilfristig verstimmt hat. Wobei die Gründe hierfür fairerweise auf Einmaleffekte wie Rückstellungen zurückgeführt werden konnten.

Mit den Zahlen für das dritte Quartal des aktuellen Geschäftsjahres setzte Royal Dutch Shell zwar wieder vermehrt ein Ausrufezeichen in Puncto Dividendenstabilität und Investoren scheinen sich derzeit nicht über die Nachhaltigkeit der Dividenden zu sorgen. Nichtsdestoweniger wird das aktuelle Geschäftsjahr durch das schwache Abschneiden innerhalb dieses Zeitraums insgesamt zu einem operativen Einbruch führen.

Wobei der britisch-niederländische Konzern außerdem schon angekündigt hat, dass auch das vierte Quartal von Abschreibungen in Milliardenhöhe belastet sein wird. Operativ dürften das zweite und vierte Quartal daher einen wesentlichen Anteil an der schwachen Performance in diesem Jahr haben.

2. Die vergleichsweise niedrigen Ölpreise

Ein zweiter Grund, weshalb die Aktie von Royal Dutch Shell in den vergangenen rund zwölf Monaten wohl eher nicht aus dem Quark gekommen ist, dürfte zudem mit den Ölpreisen zusammenhängen. Besonders, wenn wir diese im Vergleich zum Vorjahr 2018 sehen, wo es teilweise deutlich höhere Notierungen gegeben hat.

Versteh mich nicht falsch: Das aktuelle Jahr 2019 war ölpreistechnisch gar nicht mal so verkehrt. Zum Jahresende auf einem niedrigen Niveau gestartet, setzte sich die Sorte Brent beispielsweise auf einem stabilen Niveau jenseits der 60-US-Dollar-Marke fest. Ein Preisniveau, das definitiv ausreichend ist, damit Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell genügend Gewinne für die üppigen Dividenden einfahren.

Nichtsdestoweniger gab es speziell zum Spätsommer und Herbst des Jahres 2018 Phasen, in denen der Ölpreis wieder jenseits der 80-US-Dollar-Marke notierte, wodurch Ölaktien entsprechend profitabler gewesen sind. Auch dieser Faktor dürfte daher ein Wegbereiter für die eher durchwachsene Performance gewesen sein. Wobei das momentane Marktumfeld, wie gesagt, eigentlich für eine ausreichende operative Stabilität sorgen dürfte, damit die Dividenden vom Gewinn gedeckt sind. Zumindest, wenn wir negative Einmaleffekte hier ausklammern.

3. Die Kapitalrückführungen

Einen weiteren Beitrag an der kurstechnischen Performance dürften außerdem die Kapitalrückführungen gehabt haben. Wobei die Dividenden und Aktienrückkäufe womöglich eher eine stabilisierende Wirkung auf den Aktienkurs von Royal Dutch Shell gehabt haben dürften.

Das aktuelle Börsenjahr 2019 war für Royal Dutch Shell jedoch erneut eines, das von Stabilität gekennzeichnet gewesen ist. Weiterhin gab es stabile Ausschüttungen in Höhe von 0,47 US-Dollar pro Quartal, die beim aktuellen Kursniveau übrigens einer Dividendenrendite in Höhe von 6,37 % entsprechen würden. Zudem wurden reichlich eigene Aktien, neben A-Aktien übrigens auch B-Aktien, eingezogen und im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar vernichtet. Gewiss eine Stabilisierung des Aktienkurses.

Es war nicht alles schlecht!

Auch wenn die Aktie von Royal Dutch Shell daher im vergangenen Börsenjahr 2019 nicht so recht performt hat, war definitiv nicht alles schlecht. Das Zahlenwerk reichte aus, um die Dividenden vom Gewinn zu decken. Das führte hier zu starken Kapitalrückführungen, die Investoren hier wohl auch im kommenden Börsenjahr erwarten können.

Möglicherweise war dabei auch einfach das Vergleichsjahr 2018 ungünstig und hat zu mehr Pessimismus geführt, als notwendig gewesen wäre, zumal einige Dinge operativ schiefzugehen schienen. Wie zuletzt mit den Abschreibungen oder im zweiten Quartal mit den Rückstellungen.

Aber wer weiß, vielleicht hat das in diesem Jahr zu einem günstigen Referenzwert geführt. Einem, bei dem Royal Dutch Shell im Vergleich zukünftig wieder mehr glänzen kann.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.