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Der wilde Ritt der Tesla-Aktie 2019: Wie geht es 2020 weiter?

Foto: Tesla

Tesla (WKN: A1CX3T) stellt zwar Elektroautos her – doch wenn man sich allein den Aktienkurs ansieht, würden Achterbahnen vielleicht besser passen: Am 3. Juni 2019 markierte Tesla ein Mehrjahrestief, um sich gestern, am 18. Dezember, zu einem neuen Allzeithoch aufzuschwingen. Falls du keine Lust hast, nachzurechnen: Das sind nur sechseinhalb Monate! Während es derzeit überall nur so von nichtssagenden Jahresrückblicken wimmelt, ist das einer, der sich wirklich sehen lassen kann.

Doch was waren die Gründe für diese verrückte Fahrt und das sagenhafte Kursplus von fast 120 % im genannten Zeitraum (Berechnung mittels der jeweiligen Schlusskurse)? Und was können wir im nächsten Jahr von dieser Achterbahn-Aktie erwarten? In diesem Artikel gibt es die Antworten!

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Jede Menge Fortschritte

Es mag etwas zynisch anmuten, doch Tesla ist neben seinen flotten Flitzern nicht zuletzt für verfehlte Zeitpläne und nicht eingetretene Prognosen von CEO Elon Musk bekannt. Das mag seine ganz eigenen Gründe haben, um die es heute nicht gehen soll – aber für die Börse bedeutet das vor allem eins: jede Menge Unsicherheit. Und die mögen Marktteilnehmer am Aktienmarkt überhaupt nicht. Ein hohes Maß an Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens war sicherlich ein Hauptgrund für die Kursverluste in den ersten fünf Monaten des Jahres.

Doch in dieser Zeit machte Tesla stetig fundamentale Fortschritte: So ging der Bau der Gigafactory 3 zügig voran, das Unternehmen präsentierte seine führenden Technologien zum autonomen Fahren und die Nachfrage auf dem heimischen US-Markt zog an, was Tesla mit Rekordverkäufen im zweiten Quartal belegte. Die Krone setzte alldem ein überraschend hoher Gewinn im dritten Quartal auf, bei dem Tesla mit erstaunlich guten Margen aufwarten konnte. Seither scheint sich der Aktienmarkt auf einmal gezwungen zu sehen, die gemachten Fortschritte auch zu würdigen – das Ergebnis ist die Kursentwicklung seit Anfang Juni. Ein bisschen Panik unter Leerverkäufern könnte durchaus auch im Spiel sein.

Wagen wir aber nun den Blick in die Zukunft. Was könnte das Jahr 2020 für die Tesla-Aktie bereithalten?

Prognosen für 2020

Die Wall-Street-Analysten sind sich in zwei Dingen einig: Tesla wird 2020 nicht schrumpfen und Gewinne schreiben. Nur über die Höhe alldessen sind sich die Experten nicht so ganz im Klaren: Die Spanne für das erwartete Umsatzwachstum reicht von 0 bis 68 Prozent, beim Gewinn je Aktie werden Werte zwischen 0,85 und 14,4 Dollar erwartet. Ich persönlich gehe für 2020 von Erlösen rund um 35 Milliarden Dollar aus (dieses Jahr werden es voraussichtlich rund 25 Milliarden sein), für den Gewinn traue ich mir ehrlicherweise keine ausreichend präzise Schätzung zu.

Mit der aktuellen Marktkapitalisierung (Stand: 18. Dezember) von 70,9 Mrd. Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) für 2020 von 2,0.

Und weiter?

Was können wir nun mit dieser Zahl anfangen? Nun, es hängt ganz davon ab, wie wir sie interpretieren. Viele traditionelle Autohersteller werden aktuell mit KUVs weit unter 1 bewertet – allerdings stehen diese aktuell vor einem Berg an Risiken und Unsicherheiten. Auf der anderen Seite werden Tech-Unternehmen mit rasantem Umsatzwachstum gerne mal mit KUVs bewertet, die wesentlich höher ausfallen als 2,0. Als Beispiel sei hier einmal Wirecard (WKN: 747206) genannt, das trotz der aktuellen Unsicherheiten immer noch auf ein 2020er-KUV von 3,7 kommt (Stand: 18. Dezember).

Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen: Denn in der Tat ist Tesla ein Autohersteller, allerdings dürfte der Verkauf von Fahrzeugen langfristig nur eine von mehreren großen Umsatzquellen sein. Denk hier mal an Software, autonome Taxis, Solarstrom, Batteriespeicher oder die Lizenzierung der eigenen Fahrzeugtechnologie. Alle dieser Felder sind gerade erst im Entstehen und könnten teilweise deutlich bessere Kapitalverzinsungen liefern als der reine Fahrzeugbau – das spricht für eine Bewertung als Tech-Unternehmen.

Foolishes Fazit

Fest steht: Ein 2020er-KUV von 2,0 ist bei Weitem nicht schwindelerregend – und wenn Tesla seine Umsätze in den nächsten Jahren weiter rasant steigern kann und die vielen Potenziale in profitable Geschäftszweige umwandelt, dann wird sich das Unternehmen noch eine wesentlich höhere Börsenbewertung verdienen können.

Auf dem Weg dorthin sind Anleger natürlich nicht vor Rückschlägen sicher: Ein schlechtes Quartal, ein falscher Tweet, und schon kann es im Nu wieder abwärtsgehen. Doch solange das Unternehmen weiter langfristige Fortschritte macht, sollte man sich von diesen kurzfristigen Kurskapriolen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn uns die Kursentwicklung im laufenden Jahr eines gelehrt hat, dann das.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla und Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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