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Können die Dividendenaktien Fresenius, BASF und Henkel überhaupt weiter steigen?

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Die Aktien von Fresenius (WKN: 578560), BASF (WKN: BASF11) und Henkel (WKN: 604840) gehören definitiv zu den bekannteren und langjährigen Mitgliedern in unserer ersten deutschen Börsenliga. Im insgesamt recht positiven Börsenjahr 2019 haben diese drei Vertreter zwar eine recht unterschiedliche Entwicklung durchgemacht, nichtsdestoweniger waren die letzten Wochen und Monate recht positiv.

So mancher Investor könnte entsprechend für das kommende Börsenjahr auf diese drei DAX-Vertreter blicken und sich fragen, ob hier möglicherweise noch etwas Kurs- und operatives Potenzial besteht. Betrachten wir daher im Folgenden einmal diese drei DAX-Aktien und ihre aktuelle Bewertung. Und das, was für steigende Kurse notwendig ist.

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Fresenius: Die Ergebnisse müssen stimmen!

Eine erste Aktie, die über interessante Ansätze verfügt, ist die von Fresenius. Der bislang einzige deutsche Dividendenaristokrat wird bei einem derzeitigen Kursniveau von 50,82 Euro (14.12.2019, maßgeblich für alle Kurse) und einem 2018er-Gewinn je Aktie von 3,65 Euro schließlich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast 14 bewertet. Allerdings noch immer unter den jährlichen Umsätzen, die sich im Börsenjahr 2018 auf 60,16 Euro je Aktie belaufen haben.

Ein interessantes Bewertungsmaß sowie möglicherweise ein Scheideweg für die Aktie von Fresenius. Innerhalb der ersten neun Monate des aktuellen Börsenjahres hat schließlich das Umsatzwachstum hier wieder Einzug gehalten, die Gewinne sind jedoch noch immer auf der Stelle getreten. Eine Entwicklung, die zwar zeigt, dass diese Wachstumsgeschichte wieder an Fahrt aufnehmen sollte. Jedoch ein Bewertungsmaß, das womöglich langfristig ebenfalls zeigt, dass hier das Kurspotenzial bei weiterhin stagnierenden Ergebnissen erschöpft sein könnte.

Wichtig dürfte für die Aktie von Fresenius daher im kommenden Jahr werden, dass es nicht bloß bei einem moderaten Umsatzwachstum bleibt, sondern dass auch das Gewinnwachstum hier wieder zurückkehrt. In diesem Fall könnte der Dividendenaristokrat gewiss noch ein Aufholpotenzial besitzen.

Henkel: Zurück in die Wachstumsspur!

Eine zweite Aktie, die derzeit in einer interessanten Ausgangslage feststeckt, ist die von Henkel. Der DAX-Konsumgüterhersteller hat in diesen Tagen verkündet, dass man für das aktuelle Geschäftsjahr 2019 mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 5,45 Euro rechne, was moderat besser als der Vorjahreswert von 5,32 Euro wäre. Dadurch würde sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei dem aktuellen Kursniveau von 84,10 Euro allerdings auf 15,4 belaufen, was operativ definitiv nicht preiswert ist.

Vor allem nicht, wenn wir die weiteren Aussichten bedenken. Henkel rechnet schließlich auch für das kommende Geschäftsjahr eher mit einer operativen Stagnation. Die operative Marge könnte demnach sogar zurückgehen, was womöglich zu einem schlechteren Ergebnis führt. Eine Aussicht, die Investoren nicht sonderlich erfreuen dürfte.

Im kommenden Börsenjahr 2020 könnte das weitere Kurspotenzial daher durchaus begrenzt sein. Sofern Henkel allerdings langfristig zurück in seine Wachstumsspur findet, könnte sich das wieder verändern. Zumal von der Aktie ein defensiver Charme ausgeht, der Investoren häufig eine gewisse Premiumbewertung wert ist, zumindest, wenn das Wachstum langfristig moderat ausfällt und stimmt.

BASF: Operativer Turnaround oder Kurssturz?

Eine weitere Aktie, bei der der Druck sogar weiter zunehmen könnte, ist die von BASF. Der DAX-Chemiekonzern wird bei einem 2018er-Gewinn je Aktie und einem derzeitigen Kursniveau von 68,57 Euro bereits mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,4 bewertet. Da innerhalb des aktuellen Geschäftsjahres allerdings die Ergebnisse um bis zu 30 % fallen sollen, könnte der Gewinn je Aktie bis auf 3,60 Euro einbrechen, wodurch sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 19 verschlechtern würde. Definitiv ein bedeutend höherer Wert.

Sollte die zyklische BASF-Aktie mit diesem Zahlenwerk jedoch am operativen Tiefpunkt angelangt sein, könnte all das weniger dramatisch sein. Zyklische Aktien besitzen schließlich immer ihre operativen Hochs- und Tiefs und in den aktuellen Zeiten des Handelskonfliktes und der konjunkturellen Sorgen war eine solche Entwicklung alles andere als verwunderlich.

Damit die Aktie jedoch zurück in die Spur findet und ihre zum Jahresende begonnene Aufholjagd fortsetzt, dürfte ein gewisser operativer Turnaround notwendig sein. Bei weiterhin fallenden Gewinnen scheint ein Bewertungsmaß mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 jedenfalls nicht gerade preiswert, der Druck dürfte hier entsprechend hoch sein.

Eine angespannte Situation

Die Aktien von Fresenius, Henkel und BASF könnten somit allesamt in einer spannenden, fundamentalen Ausgangslage sein. Die Bewertung ist möglicherweise günstig, zumindest wenn sich hier bald ein operativer Turnaround andeutet und die Aktien zurück in einen moderaten Wachstumskurs finden.

Ansonsten existieren hier auch gewisse Risiken. Allerdings ist das bei einem DAX-Zählerstand von über 13.000 Punkten nicht von der Hand zu weisen, denn auch der heimische Leitindex könnte ein gewisses Rückschlagsrisiko besitzen, wenn sich einige Aussichten eintrüben sollten.

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Vincent besitzt Aktien von BASF, Fresenius und Henkel. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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