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2 Tech-Aktien, die gerade günstig aussehen

Halbleiter-Chip auf Leiterplatte
Foto: Getty Images

Es gibt unzählige sehr teure Tech-Aktien. Wer sie kauft, zahlt einen hohen Preis für zukünftiges Wachstum, das nicht unbedingt eintreten muss. Einige davon können sich auf lange Sicht als Katastrophen herausstellen.

Auf der anderen Seite der Medaille gibt es einige Tech-Aktien, die schwächelten, obwohl der Aktienmarkt auf neue Höchststände geklettert ist. International Business Machines (WKN: 851399) und Cisco Systems (WKN: 878841) fallen einem da recht schnell als Beispiele ein. Beide Aktien hatten unter dem Pessimismus der Anleger zu leiden, bieten allerdings einen soliden Wert in einer Zeit, in der nicht alles „Value“ ist. Schauen wir doch mal, warum diese beiden billigen Tech-Aktien sich gut im Portfolio machen.

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International Business Machines

Es ist schon eine ganze Weile her, dass IBM eine starke Aktie war. Die Aktien des hundert Jahre alten Technologieriesen stiegen 2013 auf über 200 USD. In den anschließenden sechs Jahren fiel die Aktie dann auf rund 130 USD, da die Transformationsbemühungen des Unternehmens die Investoren nicht überzeugen konnten. IBM ist ein anderes Unternehmen als noch zu Beginn dieses Jahrzehnts, aber das Wachstum in den Bereichen Cloud Computing, künstliche Intelligenz und in anderen trendigen Bereichen hat es bisher nicht geschafft, rückläufige Legacy-Sparten gleichwertig zu ersetzen.

Derzeit wird IBM zum knapp 10-Fachen der Prognose für das Gesamtjahr gehandelt. Diese Guidance berücksichtigt Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mega-Akquisition von Red Hat, die das Cloud-Geschäft von IBM stark wachsen lassen könnte. IBM hat eine Cross-Selling-Möglichkeit von mehreren Milliarden Dollar, da man bestehende Kundensoftware von Red Hat verkauft, und das Ökosystem von Red Hat kann ebenfalls den Umsatz mit IBM-Software steigern.

Die Dividende von IBM ist auch alles andere als verkehrt. Die Quartalsausschüttung von 1,62 USD pro Aktie ergibt eine Rendite von fast 4,9 %, und Dividendenzahlungen verschlingen weniger als 50 % des freien Cashflows des Unternehmens. Das lässt viel Geld übrig, damit IBM die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Übernahme von Red Hat begleichen kann.

Kurzfristig wird der Umsatz von IBM im Jahr 2020 mit ziemlicher Sicherheit steigen. Red Hat wird einen Teil dieses Wachstums ermöglichen, obwohl es die Rechnungslegungsvorschriften verkomplizieren, wie viel von Red Hats Einnahmen am Ende IBM verbuchen kann. Auch das traditionsreiche Mainframe-Geschäft wird für Rückenwind sorgen, da das neue z15-System nun an die Kunden ausgeliefert wird. 2020 dürfte das Hardwaregeschäft von IBM einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnen, da Mainframe-Kunden auf die neuen Systeme umsteigen.

Wenn man die Performance des Unternehmens und der Aktie in den letzten fünf oder sechs Jahren betrachtet, sieht das alles nicht toll aus. Aber die besten Value-Aktien sind oft die, die scheinbar jeder aufgegeben hat. IBM passt sehr gut auf diese Definition.

Cisco Systems

Cisco, der führende Anbieter von Netzwerkgeräten, befindet sich in einer Krise. Nach einigen Jahren soliden Wachstums erwartet das Unternehmen nun, dass sein Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 3 bis 5 % schrumpft. CEO Chuck Robbins sprach zuletzt über Kunden, die innehalten, und Geschäfte, die länger dauern: Ein klares Zeichen dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit das Geschäft von Cisco belastet.

Das ist für Cisco nichts Neues. Der Umsatz brach in den Jahren 2016 und 2017 aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit größtenteils ein, nur um anschließend wieder groß zu steigen. Der Unterschied besteht jetzt darin, dass die Rezession tatsächlich kommen könnte, was den aktuellen Umsatzrückgang möglicherweise verlängert.

Aber man sollte sich ja immer um eine langfristige Perspektive bemühen. Cisco ist nach wie vor der dominierende Anbieter von Netzwerkgeräten für Unternehmen. Im zweiten Quartal erreichte das Unternehmen einen Marktanteil von 51,1 % am Ethernet-Switching-Markt, obwohl es an kostengünstigeren Wettbewerbern nicht mangelt. Die jüngste Abonnementstrategie, bei der Hardware mit Software und Dienstleistungen kombiniert werden, hat den Vorsprung weiter ausgebaut.

Laut der durchschnittlichen Analystenschätzung wird die Cisco-Aktie derzeit zum etwa 13,5-Fachen der Einnahmen gehandelt. Während die Erträge durch den Rückgang der Cisco-Kunden unter Druck geraten könnten, dürfte es hier langfristig weitergehen. Und die Dividende von 3,2 % sieht auch alles andere als verkehrt aus.

Die Ergebnisse von Cisco mögen die nächste Zeit nicht schön aussehen. Aber für langfristige Investoren sollte das keine Rolle spielen.

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The Motley Fool shortet Aktien von IBM. Timothy Green besitzt Aktien von Cisco Systems und IBM.

Dieser Artikel erschien am 7.12.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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