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Handelskrieg-Deal (vielleicht) voraus: Positive Vorzeichen für das Börsenjahr 2020?

Foto: Getty Images

Der DAX hat in diesem Jahr trotz üblicher Probleme wie konjunkturelle Bedenken oder der Handelskrieg eine starke Performance an den Tag gelegt. Ausgehend von ca. 10.600 Punkten stieg der heimische Leitindex zuletzt sogar wieder auf über 13.000 Punkte, was einem Anstieg von deutlich über 20 % entsprochen hat. Damit hat unser Börsenbarometer einmal mehr vielen Unkenrufen getrotzt.

In diesen Tagen kam wieder deutlich mehr Volatilität in unseren heimischen Leitindex. Einerseits gab es, auch bedingt durch die Kursgewinne der vergangenen Wochen und so manches Einzelschicksal wie bei Wirecard, wieder einige Rücksetzer. Zum späten Donnerstagshandel eroberte der Leitindex jedoch wieder die 13.000-Punkte-Marke und befand sich zumindest kurzfristig wieder in Reichweite eines neuen Rekordhochs.

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Der Grund für diese rasante Entwicklung? Erneut ein Trump-Tweet. Schauen wir im Folgenden  einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten. Und was das für das kommende Börsenjahr 2020 Richtungsweisendes bedeuten könnte.

Trump gibt sich zuversichtlich im Handelskonflikt

Es dürfte in diesem Börsenjahr eigentlich nicht verwunderlich sein, dass Trump, der seinen Twitter-Accout in regelmäßigen Abständen bedient, erneut der Auslöser für eine rasante Performance gewesen ist. Bereits des Öfteren hat der US-Präsident schließlich mit seinem Zugang zum sozialen Netzwerk die Märkte und Börsen in helle Aufregnung versetzt. Nun jedenfalls einmal mehr, mit einer glücklicherweise eher positiven Nachricht.

Demnach sei man sehr nah an einem großen Deal mit China dran. Das Reich der Mitte wolle eine Übereinkunft erzielen, wie der US-Präsident vielsagend, wenngleich kurzzeilig mithilfe seines Accountes von sich gegeben hat. Alleine 73 Zeichen haben ausgereicht (wenn ich mich nicht verzählt habe, inklusive Leerverzeichen, wohlgemerkt), um DAX und Co. erneut einen starken Impuls zu verleihen. Definitiv bemerkenswert.

Sogar zu neuen Bestmarken an der Wall Street hat dieser Tweet gereicht, was nicht weniger beeindruckend ist. Allerdings auch eine große Signalwirkung für das kommende Börsenjahr 2020 haben könnte.

Der Handelskonflikt bleibt ein Thema

Unterm Strich dürfte diese krasse Reaktion nämlich zeigen, dass der Handelskonflikt auch im kommenden Börsenjahr wohl ein Thema bleibt. Wenn ein weiterer Tweet bei nahenden Höchstkursen einen positiven Impuls auslösen kann, so wird dieses Thema wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten einen gewissen Einfluss auf die Börsen besitzen. Das scheint wohl kaum von der Hand zu weisen zu sein.

Tatsächlich könnten die Aussichten sogar regelrecht gut werden. US-Präsident Trump scheint in gewisser Weise unter Zugzwang zu stehen. Die Kritik an seiner Person als US-Präsident wird schließlich immer lauter und was der Politiker dringend bräuchte, wären positive Neuigkeiten, um im Wahlkampf ein Ausrufezeichen zu setzen. Womöglich wird das Börsenjahr 2020 daher ein Jahr, in dem es gute Neuigkeiten von dieser Front gibt. Und in dem US-Präsident Trump zu einem Schmusekätzchen heranreift. Zumindest im Vergleich zu seiner bisherigen Gangart.

Nichtsdestoweniger sollten Investoren hier die Unberechenbarkeit des mächtigsten Mannes der Welt bedenken. Bereits des Öfteren ist seine Amtszeit bislang von Kehrtwenden, Druckaufbauen und Unvorhersehbarkeiten geprägt gewesen. Das könnte auch im kommenden Jahr der Fall sein, wenngleich das in seiner Lage nicht zwingend rational sein muss. Allerdings war das für mein Gefühl sowieso noch nie seine Stärke.

Gute Vorzeichen voraus?

Unterm Strich könnte das kommende Börsenjahr 2020 allerdings unter guten Vorzeichen zu stehen. Der Tweet kann hierbei als Indikator dienen, oder auch nicht, allerdings ist es vornehmlich die herannahende US-Wahl, die Einfluss ausübt. Vielleicht auch auf eine Einigung im Handelskonflikt.

Das könnte den Börsen definitiv einen nachhaltigen Impuls verpassen. Was hier möglich ist, hat jedenfalls der Tweet des US-Amerikaners gezeigt. Eine Salve, die bei einer wohlwollenden Einigung einen kleinen Vorgeschmack gegeben haben dürfte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfehlt Aktien von Twitter.

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