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Wird die BMW-Aktie 2020 die Dividende konstant halten oder erhöhen?

© Copyright BMW AG, München (Deutschland)

Zum Zeitpunkt des Verfassens sind es nur noch zwölf Tage bis Weihnachten und entsprechend entweicht teilweise ein wenig Druck aus den Märkten. Natürlich gehen einige Themen wie die Causa Wirecard noch immer in die Vollen, so mancher dürfte das Börsenjahr 2020 jedoch inzwischen weitgehend abgehakt haben.

Dabei rückt unweigerlich bereits das neue Jahr 2020 in den Fokus und ein Thema, das dabei natürlich wieder von Interesse sein wird, ist die Dividendensaison. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Blick auf die Aktie von BMW (WKN: 519000) und schauen einmal, ob dieser DAX-Autobauer wohl im kommenden Börsenjahr und zur herannahenden Dividendensaison seine Ausschüttung wird anheben können.

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Die operative Ausgangslage

Um die aktuellen Möglichkeiten hier besser ausloten zu können, werfen wir zunächst erst einmal einen Blick auf die derzeitige Ausgangslage beziehungsweise Messlatte, an der sich die künftige Ausschüttung wird messen müssen. Für das vorherige Geschäftsjahr 2018 zahlte BMW in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 3,50 Euro an die Investoren aus. Ein Wert, der bei einem derzeitigen Kursniveau von 74,21 Euro (11.12.2019, maßgeblich für alle Kurse) einer netten Dividendenrendite in Höhe von 4,71 % entsprechen würde.

Damit wäre BMW definitiv einer der höheren Zahler in unserem heimischen Leitindex und zumindest im vergangenen Geschäftsjahr war diese Auszahlung definitiv noch stark vom operativen Gewinn gedeckt. Je Aktie kam BMW so beispielsweise auf ein Ergebnis in Höhe von 10,82 Euro je Anteilsschein, wodurch sich das Ausschüttungsverhältnis im vergangenen Jahr auf lediglich 32,5 % belaufen hat. Trotz der hohen Dividendenrendite ein starker Wert.

In diesem Jahr hat BMW allerdings teilweise erneut sehr deutlich die Auswirkungen des Handelskonfliktes und der konjunkturellen Sorgen gespürt. Alleine in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres brach so beispielsweise der Gewinn je Aktie um über 37 % auf 5,38 Euro je Anteilsschein ein, was definitiv eine durchwachsene Entwicklung gewesen ist. Nichtsdestoweniger würde alleine dieser Wert bereits ausreichen, damit die Dividende vom Gewinn gedeckt ist. Stehen die Vorzeichen daher prinzipiell ganz gut für eine zumindest stagnierende Ausschüttung?

Blick auf die schwierige Historie

Einerseits ja, allerdings sollten Investoren hier explizit nicht vergessen, dass der operative Erfolg bei BMW womöglich nur einen leichten Einfluss auf die Höhe der Dividende haben wird. Es gibt jedoch auch andere Blickwinkel, die womöglich eine weitere Kürzung nahelegen.

Apropos weitere Kürzung: Bereits in diesem Jahr hat der Münchener Autobauer so nämlich bereits das Dividendenniveau je Aktie abgesenkt. Im Vorjahr zahlte BMW so beispielsweise noch 4,00 Euro je Anteilsschein aus, wodurch das zuletzt gezahlte Ausschüttungsniveau bereits einer Dividendenkürzung um 12,5 % entsprach. Trotz des operativen Erfolgs wohlgemerkt.

Dass die Ergebnisse bei dem Autobauer daher auch in diesem Jahr um rund 37 % innerhalb der ersten neun Monate eingebrochen sind, könnte entsprechend ein schlechtes Vorzeichen sein. Zumal die Automobilbranche derzeit erhebliche finanzielle Mittel benötigt, um in Zukunftstechnologie wie elektrische Antriebe oder auch Mobilitätsdienstleistungen zu investieren.

Womöglich wird BMW daher auch in diesem Jahr das Ausschüttungslevel in etwa auf Vorjahresniveau halten, was durchaus eine Dividendenkürzung miteinschließen könnte. Allerdings wurden die Investoren hier ja bereits in diesem Jahr vorgewarnt, als die Münchener erstmalig die eigene Dividende gesenkt haben. Und dass dieses Jahr weiterhin operativ schwierig bleiben würde, haben Investoren ebenfalls innerhalb der jeweiligen Einblicke für die ersten neun Monate gesehen.

Dividendenkürzung voraus?

Die Frage, ob BMW daher im kommenden Jahr die Dividende kürzen wird, wird sich natürlich erst im Vorfeld der Hauptversammlung abzeichnen. Die Vorzeichen könnten jedenfalls trotz ausreichender Gewinne auf eine Kürzung hindeuten. Einkommensinvestoren sollten sich daher womöglich auf weitere Einschnitte gefasst machen.

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Vincent besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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