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Wie die Nel-Aktie, die Ballard-Power-Systems-Aktie und die SGL-Carbon-Aktie vom Wasserstoffboom profitieren!

Foto: Van Hool NV

Wasserstoff (H2) besitzt einige Vorteile, die nicht zu übersehen sind. Dazu zählen die schnelle Betankungszeit (drei bis fünf Minuten) und die lange Reichweite (mit nur 5 kg H2 etwa 500 km). Zudem muss keine extrem schwere Batterie mitgeführt werden, die bei zunehmender Fahrzeuggröße immer unpraktischer wird.

Je kleiner die Fahrzeuge und je kürzer die Strecke, umso mehr sind reine Batterieantriebe im Vorteil. Bei langen Strecken und schweren Fahrzeugen ist allerdings der H2-Antrieb besser. Dies erkennen immer mehr Firmen, die Busse und Lkws im täglichen Einsatz betreiben. So setzen große Konzerne wie Walmart (WKN: 860853) oder Anheuser Busch Inbev (WKN: A2ASUV) bereits in der Logistik auf H2-Lkws.

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Wie Nel (WKN: A0B733), Ballard Power Systems (WKN: A0RENB) und SGL Carbon (WKN: 723530) von dieser Entwicklung profitieren, erfährst du hier.

Nels Technologie wird für die H2-Versorgung benötigt

Anglo American (WKN: A0MUKL), eines der größten Bergbauunternehmen der Welt, ist an H2-Lkws interessiert und startet deshalb ein Pilotprojekt. Die Lkws werden die größten ihrer Art sein und bis zu 300 Tonnen bewegen. Zunächst wird ein Exemplar in einer südafrikanischen Platinmine getestet. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, möchte Anglo American seine gesamte Flotte auf H2-Lkws umrüsten.

Um die H2-Versorgung sicherzustellen, hat sich das Unternehmen mit dem französischen Energieversorger Engie (WKN: A0ER6Q) zusammengetan. Dieser wiederum möchte dafür Nels 3,5-Megawatt-Elektrolyseure verwenden.

Davon könnte das kleine Unternehmen zukünftig noch stärker profitieren, denn allein für die südafrikanische Pilotmine wird eine Elektrolysekapazität von 100 Megawatt benötigt. Bei einem Erfolg könnten sich so große Folgeaufträge ergeben. Und meist rüstet (bei Erfolg) dann die gesamte Branche um.

Dies sind gute Aussichten für Nel.

Ballard Powers Brennstoffzellen im Kraftwerkseinsatz

Brennstoffzellen können nicht nur in Fahrzeugen verbaut, sondern auch für die stationäre Anwendung (in Haushalten, zur Notstromversorgung, zur Gewährleistung der Netzstabilität oder zur Strom- und Wärmeerzeugung) genutzt werden. Dieses breite Anwendungsspektrum wird hoffentlich zukünftig auch die Preise stark fallen lassen.

Aktuell konnte Ballard Power Systems mit HDF Energy einen Vertrag zur Entwicklung und Integration eines Brennstoffzellensystems mit etwa 3 Megawatt Leistung für ein HDF Renewstable® Kraftwerk unterzeichnen. Dieses kann im großen Maßstab erneuerbare Energie in Form von H2 speichern und bei Bedarf (beispielsweise nachts) Strom erzeugen. Ein erstes Projekt ist in Französisch-Guayana geplant. Die Anlage wird etwa 90 Megawatt Strom speichern können.

Da HDF seine Kraftwerke weltweit aufbauen möchte, plant Ballard Power in einem zweiten Schritt ein Technologietransferprogramm.

SGL Carbon profitiert vom H2-Boom

Bekannt wurde die Wiesbadener Firma, an der BMW (WKN: 519000) und Susanne Klatten über die SKion GmbH stark beteiligt sind, durch seine Carbon-, Graphit- und Verbundmaterialien, die vielfältige Anwendungsgebiete finden.

Nun kommt ein weiterer Bereich hinzu: Komponenten für Brennstoffzellen. So konnte SGL Carbon zuletzt seinen Liefervertrag für Gasdiffusionsschichten mit Hyundai Motor (WKN: 885166) erweitern. Sie regulieren innerhalb der Brennstoffzelle den Gas- und Abtransport von Wärme und Wasser.

Und, wie bereits bekannt, setzen Südkorea und Hyundai Motors im großen Maßstab auf H2. SGL Carbon profitiert von dieser Entwicklung und geht deshalb innerhalb der nächsten fünf Jahre von einer Verfünffachung seiner Brennstoffzellen-Komponentenumsätze auf 100 Mio. Euro aus.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Anheuser-Busch InBev.

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