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Dividendenaktie Nestlé: Weiterer Meilenstein im Konzernumbau – Kursrakete auch 2020?

Foto: Getty Images

Die Aktie von Nestlé (WKN: A0Q4DC) hat in diesem Börsenjahr definitiv eine rasante, positive Fahrt hinter sich gebracht. Auch wenn das Papier in den vergangenen Wochen wieder ein kleines bisschen an Börsenwert eingebüßt hat, stieg die Aktie unterm Strich noch immer von 71,00 Euro auf momentan 95,00 Euro. Das entspricht einem Kursplus von mehr als 33 % seit Jahresbeginn.

Ein wesentlicher Treiber dieser Performance war die defensive Klasse der Aktie, die in den aktuellen und teilweise volatilen Zeiten für Stabilität steht. Aber auch die bisherigen Fortschritte im Konzernumbau dürften einen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet haben.

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Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf eine weitere wichtige Maßnahme in diesem Kontext und überprüfen einmal, ob Nestlé auch im kommenden Börsenjahr das Potenzial einer Kursrakete haben könnte.

US-Geschäft vor dem Verkauf

Bereits seit einiger Zeit sind die Schweizer nun schon dabei, Produktionsstandorte und Produkte auf den Prüfstand zu stellen, um unterm Strich die Profitabilität voranzutreiben. Dabei wurden schon manche Maßnahmen getroffen, mit denen sich Nestlé auf Vordermann bringen möchte.

Das neueste Segment, das die Schweizer nun offenbar in Angriff nehmen, ist das US-Speiseeisgeschäft, das im ersten Quartal des kommenden Börsenjahres verkauft werden soll. Ein Käufer ist mit Froneri bereits gefunden, wie der Schweizer Lebensmittelkonzern am Mittwoch dieser Woche mitgeteilt hat.

Ein Kaufpreis für dieses Segment steht wohl ebenfalls bereits fest, er soll sich auf 4 Mrd. Schweizer Franken belaufen. Für einen Bereich, der im vergangenen Geschäftsjahr 2018 auf Umsätze in Höhe von 1,8 Mrd. Schweizer Franken kam, definitiv kein Schnäppchenpreis. Allerdings dürfe Froneri mit diesem Segment das eigene Geschäft signifikant ausbauen, immerhin kam der britische Lebensmittelkonzern im vergangenen Jahr auf Umsätze in Höhe von 2,9 Mrd. Schweizer Franken. Durchaus ein brisanter Deal, für den Nestlé scheinbar genau den richtigen Käufer gefunden hat.

Ein eindrucksvolles Konzernumbaujahr geht zu Ende

Mit dieser Maßnahme dürfte für Nestlé insgesamt ein sehr ereignisreiches und vor allem erfolgreiches Jahr im Kontext des Konzernumbaus zu Ende gehen. Wie gesagt, die Schweizer haben bereits viele Geschäftsbereiche auf den Kopf gestellt und dabei bedeutende Fortschritte gemacht, wobei es durchaus einige Highlights gegeben hat.

Das Geschäft mit den Hautpflegeprodukten, Nestlé Skin Health, dürfte ein ebenfalls bedeutender Anteil gewesen sein. Und nun eben das US-Speiseeisgeschäft, das die Schweizer ebenfalls für einen milliardenschweren Verkaufspreis veräußern konnten.

Nestlé dürfte dabei wesentliche Fortschritte erzielt haben, die eigene operative Marge von ehemals 14,7 % auf die Zielmarke von 18,5 % zu steigern, wobei die Schweizer vor einer schwierigen Frage stehen dürften: Welche Bereiche werden diese Geschäftsfelder und milliardenschweren Umsatzbringer künftig kompensieren?

Wachstumsbereiche sind zwar insbesondere im Kaffeegeschäft und im veganen Markt zu erwarten, allerdings bleibt abzuwarten, ob Nestlé bereits kurzfristig die Verluste seiner Sparten wird ausgleichen können. Das kommende Börsenjahr 2020 könnte daher in mehr als einer Hinsicht spannend werden.

Nach dem Umbau ist vor dem Wachstum?

Sobald Nestlé daher im kommenden Geschäftsjahr seinen Umbau abgeschlossen hat, dürfte der Fokus unweigerlich auf das Wachstum wandern. Die operative Marge ist schließlich bloß ein wichtiger Wert im Gesamtkonzept dieser spannenden und insbesondere zuverlässigen Dividendenaktie. Nestlé wird allerdings auch beweisen müssen, dass die frei werdenden finanziellen Mittel wieder eingesetzt werden, um weiteres Wachstum zu erzielen und gleichzeitig die operative Marge hochzuhalten.

2020 könnte daher ein wichtiges Schicksalsjahr für Nestlé werden. Und bei den richtigen Antworten für die Zukunft dürfte eine weitere positive Performance im Bereich des Möglichen liegen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé. 

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