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Das muss man für außerordentlich hohe Renditen tun

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„Du solltest keine Aktien besitzen, wenn eine 50%ige Abwertung dieser in einer kurzen Zeit akuten Stress in dir auslösen würde.“

Dieses Zitat stammt von Warren Buffett, einem der großartigsten Investoren aller Zeiten.

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Es gibt Leute, die dem widersprechen würden. Stanley Druckenmiller könnte so einer sein. Ihm wird nachgesagt, in den letzten drei Jahrzehnten deutlich bessere Renditen als Buffett erzielt und dabei kaum große Rückschläge in seinem Portfolio erlitten zu haben.

Es geht also auch anders. Das Problem dabei erläutert Ben Carson in seinem Artikel, dessen Überschrift alles sagt: „Du bist nicht Stan Druckenmiller.“ Er beschreibt darin, was Druckenmiller so besonders macht – und dass es vielleicht eine Handvoll Leute auf der Welt gibt, die das Zeug dazu haben, das zu schaffen, was Druckenmiller geschafft hat (vor allem psychologisch).

Das zu schaffen, ist nicht realistisch für Anleger, die sich nur ein paar Stunden in der Woche oder im Monat mit der Börse beschäftigen.

Außerordentlich hohe Renditen sind für uns normale Anleger trotzdem möglich – wenn wir nur bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen. Was ist der Preis? Den nennt Buffett in seinem Zitat oben. Dass das stimmt, beweisen die besten Aktien der letzten ein bis zwei Jahrzehnte, wie zum Beispiel Amazon, Netflix oder Chipotle Mexican Grill.

50 % Abwertung? Wie wäre es mit 80 %?

Buffett ist bekannt dafür, nicht in Technologie-Aktien investiert zu haben. Er selbst bezeichnet es heute als Fehler, zumindest im Falle Amazon. Denn einige dieser Aktien haben über die Zeit sagenhafte Renditen gebracht. Allerdings nur für diejenigen, die es geschafft haben, 80- und sogar 90-prozentige Kursrückgänge auszusitzen.

Das sehen wir schön an den folgenden Grafiken. Diese zeigen, wie sich 1.000 Euro am Tag des Börsengangs des jeweiligen Unternehmens investiert bis heute (Stand 5. November 2019) entwickelt hätten. Und zwar auf zwei Arten:

  • An der rechten Achse und in Grün sieht man den Wert der investierten 1.000 Euro.

  • An der linken Achse und in Rot sieht man die temporären Verluste, die man über die Zeit im Vergleich zum vorherigen Hoch durchleiden musste.

Amazon:

Amazon brachte über diesen Zeitraum eine Rendite von mehr als 35 % pro Jahr. Aus 1.000 Euro wären bis heute rund 1 Million Euro geworden. Anhand der grünen Grafik sieht man das – sieht doch toll aus, oder?

Die rote Grafik relativiert das. Denn 1 Millionen Euro hat heute nur derjenige, der die Aktie durch das Platzen der Dotcom-Blase gehalten hätte. Was bedeutete das? Im Jahr 1999 hatte man schöne 50.000 Euro mit der Aktie verdient. Nur um diesen Betrag auf rund 5.000 Euro im Jahr 2002 zusammenschmelzen zu sehen.

Wie sich das wohl anfühlt, ein 90%iger Kursrückgang – aus 50.000 mache 5.000 Euro?

Netflix:

Praktisch dasselbe bei der Netflix-Aktie, die über den gezeigten Zeitraum sogar fast 38 % pro Jahr einbrachte – aus 1.000 Euro wurden mehr als 250.000 Euro.

Aber eben nur, wenn man das Folgende mitmachte:

  • Die ursprünglichen 1.000 Euro verpulverisierten sich bis Oktober 2002 auf nur noch etwas mehr als 300 Euro.

  • Zwischen 2003 und 2004 wurden aus einmal mehr als 5.000 Euro zwischenzeitlich nur noch etwas mehr als 1.000 Euro.

  • Zwischen 2011 und 2012 wurden aus einmal fast 40.000 Euro zwischenzeitlich nur noch 6.000 Euro

Chipotle Mexican Grill:

Dass diese Erkenntnis sich nicht nur auf Technologie-Aktien beschränkt, zeigt die erfolgreiche mexikanische Restaurantkette. Auch hier wurden aus 1.000 Euro bis heute immerhin fast 20.000 Euro, aber eben nicht, ohne zwischenzeitlich zweimal mehr als 50 % einzubüßen.

Warum es so schwer ist, das auszusitzen

Im Nachhinein ärgert man sich immer, dass man eine solche Chance verpasst hat. In Wahrheit hätten die meisten von uns aber voraussichtlich die Chance gar nie genutzt – selbst wenn wir 1997 in Amazon investiert und damals vom Unternehmen überzeugt gewesen wären.

Der Grund ist: Es gibt immer einen Anlass für so drastische Rückgänge. Bei Netflix war es unter anderem die Veränderung des Geschäftsmodells vom DVD-Verleih auf Online-Streaming. Heute lacht man darüber. Damals durfte man jedoch sehr verärgerte Kunden und auch sinkende Kundenzahlen beobachten. Dass vielen Anlegern in dieser Situation deswegen schlecht wurde, kann man verstehen.

Und bei Chipotle wurde nicht nur den Anlegern schlecht. 2016 ereilte das Unternehmen ein Lebensmittelskandal, der sich gewaschen hatte. Wer damals in dem Unternehmen investiert war, der musste über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren mit großer Unsicherheit leben, ob das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben können wird.

Es geht nicht immer so aus

Man weiß in solchen Momenten eben nicht, wie es weitergehen wird. Man kann nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen. War die Wahrscheinlichkeit 100 %, dass Netflix die Veränderung des Geschäftsmodells erfolgreich meistern wird? Ganz bestimmt nicht, es bestand damals eine reelle Chance, dass man seinen ganzen Einsatz verlieren würde – 50.000 Euro einfach so weg.

Und es wird in einigen Fällen auch schief gehen. Ich selbst und meine MItglieder bei Stock Advisor Deutschland sind selbst in dem einen oder anderen Unternehmen investiert, die aktuell genau solche Phasen durchmachen wie Netflix 2012 oder Chipotle Mexican Grill zwischen 2016 und Anfang dieses Jahres.

Vielleicht wird aus dem 60%-Verlust nie wieder mehr. Vielleicht wird aus ihm in dem einen oder anderen Fall ein Verzehnfacher. Dann aber nur für diejenigen Anleger, die jetzt nicht den Stecker ziehen, weil sie (zu Recht) Zweifel am Erfolg des Unternehmens haben.

Hoffentlich helfen diese Fallstudien aus der Vergangenheit dabei, im Zweifel lieber investiert zu bleiben. Ich bin mir sicher, dass uns normalen Anlegern das langfristig mehr Freud als Leid bringen wird. Dann müssen wir nämlich auch keine Stan Druckenmillers sein, um schöne Renditen mit Aktien zu verdienen.


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Offenlegung: John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Bernd Schmid besitzt Aktien von Amazon und Chipotle Mexican Grill. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Chipotle Mexican Grill und Netflix.

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