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Wasserstoff: Die Nachfrage bei NEL nimmt zu!

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Dass die Aktie von NEL (WKN: A0B733) in den letzten Monaten durchaus etwas gehypt wurde, brauche ich vermutlich den meisten Investoren, die sich mit Wasserstoff als Investitionsmöglichkeit beschäftigen, nicht zu erzählen. Doch abgesehen von dem ganzen Trubel um die Aktie scheint das Unternehmen aus Norwegen durchaus Fortschritte in seinen Kernbereichen zu machen und somit, Schritt für Schritt, fundamental aufzuwerten.

NEL vertreibt schwerpunktmäßig Elektrolyseure und baut Wasserstofftankstellen – und das mit zunehmend größer werdendem Erfolg. Erst kürzlich konnte NEL jeweils einen interessanten Auftragseingang im jeweiligen Segment verbuchen. Sehen wir uns also an, um was für Aufträge es sich handelt und wie sich die NEL-Aktie in der Zukunft schlagen könnte.

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Wasserstofftankstellen für Korea

Korea verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2022 300 Wasserstofftankstellen im Land in Betrieb genommen zu haben. HyNet, ein Unternehmen, das eigens dafür gegründet worden ist, um bis zum selben Jahr 100 H2-Tankstellen auf den Markt zu bringen, hat nun zwei weitere Tankstellen bei NEL bestellt.

Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen im Jahr 2019 mit dieser Bestellung auf 12 Wasserstofftankstellen. Da noch einige Tankstellen in Korea fehlen, bis das ausgegebene nationale Ziel erreicht ist, könnte es durchaus sein, dass NEL noch einige weitere Aufträge erhält. Es scheint zumindest bisher, als ob die Auftraggeber mit den Leistungen von NEL zufrieden wären.

Der Auftragswert beträgt laut Unternehmensangaben übrigens etwa 2,7 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2019 setzte NEL umgerechnet etwa 14,7 Mio. Euro um – 28,36 % mehr als im Vorjahresquartal. Das zeigt die Wichtigkeit dieser Aufträge und auch, dass NEL zunehmend mehr und mehr Aufträge erhält und seine Umsätze in der Zukunft stark steigern könnte.

Ein 3,5-MW-Elektrolyseur für ENGIE

ENGIE liefert Lösungen für erneuerbaren Wasserstoff an Anglo American, wo man sich zum Ziel gesetzt hat, die mit dem Bergbau verbundenen Emissionen in Zukunft drastisch zu reduzieren. Dazu möchte das Unternehmen beispielsweise den weltweit größten Elektro-Mining-Truck mit Brennstoffzelle im Jahr 2020 in Betrieb nehmen.

Den zu der Lösung dazugehörigen Elektrolyseur soll nun NEL liefern. Dieser soll eine Kapazität haben, die den täglichen Bedarf des Trucks übersteigt, und somit eine Speicherung von Kraftstoff in der Nacht ermöglichen soll. Auch soll die gespeicherte Energie dazu genutzt werden, geringe Sonneneinstrahlung zu kompensieren, die wiederum zum Teil dazu genutzt wird, Strom zu erzeugen.

Henning Langås, der Vertriebsleiter von NEL Hydrogen Electrolysers, sagt, dass nur für diese eine Mine bei einer Skalierung mehr als 100 MW Elektrolyseurkapazität benötigt werden würden. Es ist zwar bisher nicht bekannt, wie hoch der Auftragswert dieses einen Elektrolyseurs ist, dennoch beschreibt das ziemlich gut, wie viel mehr Aufträge hier winken könnten. Insbesondere, wenn sich Anglo American dazu entscheiden sollte, seine gesamte Flotte umzustellen und dabei auf Elektrolyseure von NEL zurückgreift.

Es läuft

Es ist nach wie vor fraglich, in welchen Bereichen der Mobilität sich Wasserstoff durchsetzen könnte, allerdings scheint Wasserstoff in anderen Bereichen und Branchen als Mittel für erneuerbare Energien durchaus gefragt zu sein. NEL ist mit seinen Produkten und seiner langjährigen Erfahrung hervorragend positioniert, um weiterhin von dieser Entwicklung zu profitieren.

Da die Lösungen von NEL sehr gut in verschiedenen Industrien eingesetzt werden können, sind die Absatzmöglichkeiten natürlich sehr vielseitig, wie der neue Auftrag von ENGIE eindrucksvoll unter Beweis stellt. Doch auch mit seinen H2-Tankstellen könnte NEL in der Zukunft profitieren, falls sich noch mehr Länder dazu entschließen, Wasserstoff als Antriebslösung für Fahrzeuge zu etablieren.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von NEL. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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