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Tesla-Aktie: Wie gigantisch wird die deutsche Gigafactory?

Foto: Tesla

Die Aktie von Tesla (WKN: A1CX3T) bleibt weiterhin eine spannende und brisante Wachstumsgeschichte. Der von Elon Musk geführte Konzern ist zwar weiterhin zum Wachsen verdammt, um nicht bloß in seine ambitionierte Bewertung hineinzuwachsen. Nein, auch finanzielle Erfolge müssen dringend her, damit der US-Elektropionier seine Überlebensfähigkeit unter Beweis stellen kann.

Ein wichtiger Meilenstein könnte dabei die Gigafactory im deutschen Brandenburg werden, die vielleicht ein strategischer Imperativ in dieser Wachstumsgeschichte werden kann. Wie gigantisch das Ausmaß dieser neuen und bislang noch in der Planung befindlichen Fabrik ist, möchte nun die „Bild“-Zeitung herausgefunden haben. Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf die beeindruckenden Zahlen, die diese Tageszeitung präsentiert.

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Bis zu 500.000 Automobile pro Jahr?

Neben der spannenden Prognose, dass im kommenden Jahr womöglich drei Millionen Kunden von Verbrennermotoren hin zur saubereren Antriebstechnologie wechseln könnten, dürften bei Tesla in diesen Tagen andere Zahlen für deutlich mehr Aufmerksamkeit sorgen. Die geplante Gigafactory in Good-Old-Germany soll nämlich die Größe von 420 Fußballfeldern besitzen. Ein Format, das wohl wirklich Giga sein dürfte.

Gemäß eines Artikels der „Bild“ sollen hier bis zu 10.000 Mitarbeiter an der Fertigung der Tesla-Modelle arbeiten, wobei die maximale Auslastung womöglich bei einer halben Million Fahrzeugen pro Jahr liegen könnte. Das wäre definitiv beeindruckend und eine erhebliche Steigerung der eigenen Kapazitäten, zumal Tesla wohl im kommenden Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich knapp 400.000 Einheiten absetzen können wird. Alleine mit der deutschen Fabrik könnte sich die Produktion somit noch einmal verdoppeln.

Bis es so weit ist, wird es vermutlich noch etwas dauern, denn die Fabrik befindet sich derzeit gerade erst im Genehmigungs- und Planungsverfahren und manche Umweltverbände haben bereits ihren Widerstand angekündigt. Allerdings könnte eine solche Fabrik der Wachstumsfantasie von Tesla einen bedeutenden Schub geben und ein wichtiger Faktor werden, um dem europäischen Markt gerecht zu werden, der natürlich ebenfalls in den Augen von Tesla und Elon Musk elektrisiert werden soll.

Die übliche Quellenkritik

Was an dieser Stelle natürlich bleibt, ist die übliche Quellenkritik. „Bild“ ist nun einmal „Bild“, die allerdings neben schnellen Informationen und so manchem Mal auch einem richtigen Riecher für brisante Nachrichten für mehr Euphorie und mehr Aufsehen sorgt, als es manchmal gut ist.

Nichtsdestoweniger könnte eine solche Giga-Gigafactory durchaus zum Wachstumsplan von Tesla passen. Möglicherweise wird die Fabrik in Brandenburg die eine europäische Hochburg, von der der gesamte europäische Markt aufgerollt werden soll, und für solch ein ambitioniertes Vorhaben wird es eine entsprechende Produktion und Kapazität zumindest langfristig brauchen, um diesem großen Markt gerecht werden zu können.

Es dürfte daher spannend werden, ob „Bild“ mit ihrem Aufdecken des geheimen Plans des US-Autobauers erneut ein gutes Gespür für diese Neuigkeit besessen hat, oder eben nicht. Früher oder später wird sich Tesla schließlich wohl auch selbst zum genauen Format seiner geplanten Fabrik im Automobilstandort Deutschland zu Wort melden.

Erst dann werden wir wohl final beurteilen können, ob giga in diesem Kontext wirklich so giga werden wird, wie es die Gerüchte derzeit nahelegen. Oder ob Elon Musk und sein Autokonzern womöglich eine andere Facette von giga für Deutschland in Erwägung ziehen. Die Spekulationen werden durch solche Gerüchte jedenfalls nicht weniger.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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