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Gelingt der K+S-Aktie jetzt die Wende?

K+S (WKN: KSAG88)-Aktien haben weiterhin keinen leichten Stand an der Börse. So ist der Wert über die vergangenen zwölf Monate um über 30 % gefallen. Seit dem Hoch im Jahr 2008 sind es sogar über 88 % Rückgang (10.12.2019).

Die Probleme sind vielfältig und reichen von einer verstärkten Konkurrenz, einer schwächeren Weltwirtschaft, einem Importstopp Chinas bis hin zu sinkenden Kalipreisen. Zuletzt verkündete K+S eine weitere Produktionskürzung um 200.000 Tonnen, was für das Gesamtjahr 2019 den operativen Gewinn um weitere 50 Mio. Euro reduzieren wird.

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Kurzfristig drückt der Schuh jedoch in der Bilanz und der Finanzierung am stärksten. So hat sich mit dem Bau des kanadischen Bethune-Werks (das 3 Mrd. Euro kostete) in den letzten Jahren die Verschuldung erhöht, die nun aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen langsam zur Bedrohung wird.

K+S hat deshalb heute ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen (10.12.2019). Was es beinhaltet und ob es ausreichend ist, erfährst du hier.

K+S will schnell die Verschuldung reduzieren

Eine zu hohe Verschuldung kann selbst dem besten Unternehmen zum Verhängnis werden, sodass K+S nun weitere Einschnitte vornehmen muss. Zuvor hatte der Konzern schon das Sparprogramm „Shape 2030“ aufgelegt, das eine jährliche Kostenreduktion um 150 Mio. Euro vorsieht.

Mit diesem Programm kommt das Unternehmen gut voran, sodass 2019 bereits 100 Mio. Euro über den Einkauf, die Produktion, die Logistik, den Vertrieb und das Marketing eingespart werden. Dabei wurden beispielsweise auch deutsche Tochterunternehmen fusioniert. Bis Ende 2020 sollen die jährlichen Kosten um 150 Mio. Euro sinken, sodass noch weitere 50 Mio. Euro Potenzial bestehen. K+S richtet sein Geschäft zudem noch kundenorientierter aus.

Positiv wird sich zukünftig sicherlich die zusätzliche Vorsorge für trockene Sommer auswirken, die in der Vergangenheit zu Produktionsverlangsamungen führte. Was aber tun, wenn selbst alle diese Maßnahmen nicht genügen?

Dann bleibt nur noch eine Kapitalerhöhung, die das Unternehmen aktuell jedoch vermeiden möchte, oder der Verkauf von Betriebsteilen. So führt K+S auf, dass allein das Werk Bethune (Kanada) einen Wert von 5 Mrd. Euro aufweist. Hier könnte ein Teilverkauf erfolgen. Wie verrückt die Börse manchmal sein kann, erkennst du beim Vergleich mit der aktuellen Konzernmarktkapitalisierung, die derzeit gerade einmal 2,07 Mrd. Euro (10.12.2019) beträgt.

Weiterhin könnte die nordamerikanische Morton Salt zum Teil verkauft oder an die Börse gebracht werden. Aber auch deutsche Betriebe stehen auf den Prüfstand. Dazu der Vorstandsvorsitzende Dr. Lohr: „Der schnelle Abbau der Verschuldung hat für uns höchste Priorität. Das Maßnahmenpaket zur Wertgenerierung werden wir jetzt konsequent umsetzen. Wir brauchen eine solide finanzielle Basis, um nachhaltig wachsen zu können.“ Zusätzlich wird Dr. Lohr das Management der Europa+-Einheit übernehmen, was die Dringlichkeit erkennen lässt. K+S sucht darüber hinaus nach weiteren Einspar- und Produktivitätssteigerungspotenzialen.

Kann die Wende gelingen?

In der K+S-Bilanz stehen derzeit flüssige Mittel von 254,4 Mio. Euro langfristigen Bankschulden von 2.853,1 Mio. Euro gegenüber. Im Vergleich zum Jahresende 2018 und Ende September 2018 hat sich die Verschuldung um 111,7 beziehungsweise 129,2 Mio. Euro erhöht, der Kassenbestand hingegen um 86,8 Mio. Euro erhöht beziehungsweise um 63,8 Mio. Euro verringert.

Aktuell beträgt das Verhältnis langfristige Bankschulden zu Kassenbestand also mehr als elf. Grund ist hauptsächlich die jüngste Verschlechterung des Umfeldes, die im dritten Quartal 2019 zu einem Verlust in Höhe von 56,6 Mio. Euro führte.

Foolishes Fazit

K+S kann noch so sehr die Kosten senken, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld nicht verbessert, wird der Turnaround schwierig. Die Möglichkeit dafür besteht, aber es ist sicherlich besser, abzuwarten, bis er tatsächlich erkennbar ist.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.