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Wird die Daimler-Aktie nach dem Horrorjahr 2019 zumindest die Dividende konstant halten?

Die Aktie von Daimler (WKN: 710000) hat in diesem Jahr definitiv so einiges durchgemacht. Ein mehr oder minder stagnierender Absatz, daraus resultierende konjunkturelle Sorgen und auch ein großer Quartalsverlust, bedingt durch weiteren Ärger mit Produktrückrufen, führte hier weitgehend zu einem Jahr zum Vergessen. Wobei die Aktie in letzter Zeit wieder etwas an Fahrt aufzunehmen schien.

Nichtsdestoweniger bleibt das Geschäftsjahr 2019 eins, das in den Rückblicken wohl mindestens als durchwachsen bezeichnet werden dürfte. Vielleicht wird es hierbei auch andere und etwas dramatischere Adjektive geben, die diese Handelsperiode umschreiben.

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Eine spannende Frage, die sich viele Investoren derzeit wohl auch in Anbetracht der operativen Probleme stellen, ist, ob die Dividende in der kommenden Dividendensaison gekürzt oder mindestens konstant gehalten wird. Eine spannende Frage, der wir uns im Folgenden mal etwas näher widmen wollen:

Ein Blick auf die operative Ausgangslage

Für alle, für die die vergangene Dividendensaison zwischen zu lange her ist, zunächst allerdings noch einmal der Blick auf das, was zuletzt für das Geschäftsjahr 2018 gelockt hat. Daimler zahlte in diesem Jahr eine Ausschüttung in Höhe von 3,25 Euro an die Investoren aus. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 48,92 Euro (09.12.2019, maßgeblich für alle Kurse) entspräche das aktuell einer Dividendenrendite in Höhe von 6,64 %. Definitiv ein hoher Wert, mit dem sich Daimler an der DAX-Spitze festsetzen dürfte.

Operativ könnte es dabei einige Gründe dafür geben, dass Daimler die eigene Dividende zumindest konstant hält. Trotz der Probleme innerhalb der ersten Jahreshälfte und des hohen, milliardenschweren Verlustes im zweiten Quartal kam Daimler innerhalb der ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres schließlich auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,32 Euro, was vornehmlich auf ein starkes drittes Quartal mit einem Ergebnis von 1,61 Euro zurückzuführen gewesen ist. Mithilfe eines weiteren derart soliden Quartals könnte die zuletzt gezahlte Dividende daher durchaus konstant gehalten werden.

Nichtsdestoweniger scheint es auch einige Dinge zu geben, die gegen weitere Konstanz bei der Ausschüttung sprechen dürften. Die wollen wir uns im Folgenden natürlich ebenfalls etwas näher vor Augen führen.

Bruch mit der Dividendenhistorie, Ausschüttungsverhältnisse

Zwei Dinge, die nämlich gegen eine Mindestdividende auf Vorjahresniveau sprechen, sind so die bisherige Dividendenhistorie sowie auch die historischen Ausschüttungsverhältnisse, die die Daimler-Aktie vorweisen konnte.

Bereits für das vergangene Börsenjahr 2018, in dem der Handelskonflikt ebenfalls das Marktumfeld der Autobauer geprägt und zu einem Rückgang des Ergebnisses geführt hat, hat Daimler schließlich die eigene Dividende gekürzt. Hier ging es bereits von einer Ausschüttung von zuvor 3,65 Euro auf das aktuelle Niveau auf 3,25 Euro herunter, womit viele Investoren zunächst nicht gerechnet haben. Nichtsdestoweniger ist gerade dieser Schritt ein starker Indikator dafür, dass auch im kommenden Jahr wohl keine beständige Dividende lauern wird. Vor allem nicht, wenn wir uns das damalige Ausschüttungsverhältnis ansehen.

Daimler kam im Geschäftsjahr 2018 schließlich auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 6,78 Euro, was eine weiterhin konstante Dividende auf 2017er-Niveau definitiv leistbar gemacht hätte. Allerdings beliefen sich die historischen Ausschüttungsniveaus in letzter Zeit nie auf 50 % oder mehr, sondern stets auf bedeutend weniger. Wohl auch, weil Daimler einen erheblichen Anteil seiner Gewinne direkt wieder in die Zukunft rund um Mobilitätsdienstleistungen und neue Antriebstechnologie investieren muss.

Winkt eine Dividendenrendite von 6 %?

Für alle, die Daimler daher derzeit für seine üppige Dividende in Erwägung ziehen, könnte es daher schlecht aussehen. Der DAX-Autobauer aus Stuttgart hat schließlich bereits im Vorjahr mit einer deutlich besseren operativen Ausgangslage gezeigt, dass eine hohe und verlässliche Ausschüttung keine Priorität besitzt. Entsprechend ist hier wohl in Anbetracht des Geschäftsverlaufs 2019 mit einer weiteren Kürzung zu rechnen.

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