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Wird Royal Dutch Shell 2020 endlich wieder die Dividende erhöhen?

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) gehört definitiv zu den bemerkenswerteren Dividendenaktien. Bereits seit dem Jahre 1945 zahlt das Unternehmen schließlich stets eine zumindest konstante Ausschüttung an die Investoren aus, wobei das konstant an dieser Stelle gar nicht genug betont werden kann.

Vor allem in den vergangenen Jahren hat der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern schließlich das Wachstum der Ausschüttungen komplett schleifen lassen. Seit inzwischen 23 Quartalen hat die Aktie nicht mehr die eigene Dividende angehoben, was beinahe einem Zeitraum von sechs Jahren entspricht.

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So mancher Dividendenjäger dürfte sich daher wohl fragen, ob Royal Dutch Shell im kommenden Börsenjahr die eigene Ausschüttung anheben wird. Eine interessante Frage, der wir uns im Folgenden aus verschiedenen Blickwinkeln nähern wollen.

Die operative Verfassung als Pro-Argument?

Ein erster Blickwinkel, der hierfür von Bedeutung sein dürfte, ist selbstredend die operative Verfassung von Royal Dutch Shell. Eine künftig höhere Dividende muss schließlich aus dem operativen Erfolg bezahlt werden und der britisch-niederländische Öl- und Erdgasriese wird sich mit Sicherheit keine höhere Ausschüttung leisten, wenn diese nicht nachhaltig ist. Gerade die seit 1945 ungekürzte Dividendenhistorie kann hier ebenfalls bremsend wirken, insbesondere, da höhere Quartalsausschüttungen eine Messlatte für künftige Zahlungen wären.

Innerhalb der ersten neun Monate kam Royal Dutch Shell im aktuellen Geschäftsjahr 2019 jedenfalls auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,67 US-Dollar je Anteilsschein. Dem stehen derzeit Dividenden in Höhe von 1,41 US-Dollar gegenüber, was prinzipiell zeigen könnte, das die aktuelle operative Verfassung mehr als ausreichend ist, um die Dividenden zu decken.

Da die aktuellen Ölpreise weiterhin über 60 US-Dollar je Barrel Brent notieren und das scheinbar ein bequemes Preisniveau ist, um solide und dividendendeckende Ergebnisse zu generieren, könnte das gegenwärtig womöglich für steigende Ausschüttungen sprechen.

Zumal auch die OPEC in diesen Tagen ihre Förderkürzungen ausgeweitet hat, was den Ölpreisen noch einmal einen kleinen Kick gab. Vielleicht wird das vierte Quartal daher ähnlich stark, jedenfalls vermutlich dividendendeckend. Eine interessante Ausgangslage, die prinzipiell pro Dividendenerhöhung sein könnte.

Zusätzliche Mittel doch eher für Aktienrückkäufe?

Allerdings sollten Investoren ebenfalls bedenken, dass sich das Management hier wohl gut überlegen wird, ob die Ausschüttungen angehoben werden. Gerade jetzt, wo weitere Erhöhungen eine Messlatte für die kommenden Jahre und Jahrzehnte sein dürften, wird man einen solchen Schritt wohl eher mit Bedacht und mit einem Blick auf die Nachhaltigkeit treffen. Das könnte daher für weitere Stagnation sprechen.

Zudem verfolgt Royal Dutch Shell bei seinen Kapitalrückführungen noch eine zweite und eher flexiblere Säule: Aktienrückkäufe. In den vergangenen Quartalen hat der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti bereits damit begonnen, eigene Aktien zu kaufen und zu vernichten. Auch diese Maßnahme verschlingt einen Teil der Ergebnisse, was den Spielraum für Dividendenerhöhungen entsprechend geringer werden lässt.

Dabei sind die Aktienrückkäufe bei Weitem nicht so starr wie eine fixe Dividendenerhöhung, was dafür sprechen könnte, das Royal Dutch Shell vorsichtig mit einer Anhebung der eigenen Dividende verfährt. Sofern weitere finanzielle Ressourcen frei werden, fließen sie womöglich eher in diese flexible Form der Rückführung.

Ich rechne eher nicht mit einer Dividendenerhöhung

Trotz der derzeit starken operativen Verfassung rechne ich daher nicht mit einer Dividendenerhöhung. Royal Dutch Shell scheint die Nachhaltigkeit wichtiger zu sein und wenn du mich fragst, ist ein solches Maß der Bedächtigkeit vielleicht genau der richtige Schritt für diese Dividendenperle.

Mithilfe der Aktienrückkäufe sorgt Royal Dutch Shell außerdem für weitere Kapitalmaßnahmen und selbst bei den derzeitigen Ausschüttungen in Höhe von 0,47 US-Dollar winkt hier momentan eine Dividendenrendite von rund 6,5 % pro Jahr. Eine Dividendenerhöhung wäre daher eine Überraschung, aber vielleicht gar nicht notwendig, um hier einen noch attraktiveren Ausschütter zu formen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.