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Investoren, aufgepasst! Warum es absoluter Quatsch ist, nach 1.000.000 zu streben!

Investoren verfolgen auf ihrem langen Weg unterschiedliche Ziele. So mancher möchte ein passives Einkommen erreichen, andere hingegen den maximalen Vermögensaufbau, was alle jedoch eint, ist das Streben nach einem langfristigen Vermögen. Wobei letztlich nur die Nuancen verschieden ausfallen können.

So mancher wird früher oder später dabei auf die Idee kommen, dass es durchaus erstrebenswert sein könnte, die magische Eins mit den sechs Nullen zu knacken. Definitiv ein ambitioniertes Ziel, das langfristig mit entsprechendem Einsatz und der Rendite allerdings möglich erscheint.

Wenn du mich fragst, ist es vom Grundsatz her allerdings Quatsch, nach 1.000.000 zu streben. Warum? Gute Frage, lass uns das im Folgenden ein kleines bisschen näher erörtern:

1) Eine Million ist relativ

Zuallererst sollten Investoren und fleißige Sparer dabei meines Erachtens bedenken, dass eine Million, beziehungsweise das Millionärsein, relativ ist. Bereits unterschiedliche Währungen zeigen hier, dass der Meilenstein früher oder später erzielt werden kann. Ausgehend vom Euro wird man in US-Dollar so beispielsweise früher ein Millionär sein, mit dem Pfund Sterling hingegen später. Und wer in japanischen Yen ein Millionär sein möchte, wird dieses Ziel wohl schnell mit einem üblichen Jahresgehalt erzielen.

Wie relativ das Millionärsein ist, dürfte außerdem auch ein Blick auf die unterschiedlichen Lebensverhältnisse verdeutlichen. Klar, einen gewissen Teil hiervon hält man selbst in der Hand. Wer jedoch in der Großstadt lebt und vergleichsweise mehr für seinen Lebensunterhalt bezahlen muss, wird vermutlich weniger Vergnügen an seiner Million haben als andere, die günstiger auf dem Land leben.

Zu guter Letzt sollte eine Million auch im Zeichen der Zeit gesehen werden. Bedingt durch viele Jahre Inflation, gestiegene Gehälter und so weiter, und so fort ist es heute schließlich bedeutend leichter, Millionär zu sein, als vor einiger Zeit. In vielen Jahren oder Jahrzehnten oder auch Jahrhunderten hingegen möglicherweise vollkommen normal. Das Streben nach der Million mag daher vor einiger Zeit die goldene Karte in Richtung finanzieller Freiheit gewesen sein, das könnte sich jedoch verändern. Daher sollte man stets eine Million, auch wenn sie definitiv ein gewaltiges Vermögen symbolisiert, relativ sehen. Freiheit muss diese magische Marke nicht bedeuten, zumindest nicht in jeder Region mit jedem Lebensstandard.

2) Nicht Ziel, sondern Weg im Fokus

Zusätzlich zu der relativen Komponente scheint eine Zahl sowieso vergleichsweise eher ein schlechtes Ziel zu sein. Eine Million ist im Endeffekt vielleicht eine Zielvorstellung oder eine Zwischenetappe, allerdings ist es nicht diese Vision, die zählt, sondern beim Investieren etwas anderes: der Weg.

Auf dem Weg zur Million oder auch nicht wird man schließlich vor Entscheidungen stehen. Für oder gegen eine Aktie, für oder gegen einen gewissen Investmentstil, für oder gegen eine mögliche Rendite, und solche Aspekte sind es, die die Aufmerksamkeit verdienen. Nicht hingegen das, wohin man möchte.

Wer seinen Kopf in der Luft trägt und auf solche großen Zahlen blickt, wird vermutlich andere, vielleicht sogar waghalsigere Entscheidungen treffen, die dieses Ziel letzten Endes sogar verhindern können. Wer dafür allerdings sorgfältig analysiert und investiert und dabei langfristig die bestmöglichen Entscheidungen für seinen Vermögensaufbau trifft, bereitet langfristig ein solides Fundament.

Nicht das Ziel verdient daher die Aufmerksamkeit, sondern der Weg. Entsprechend sollte man als Investor sichergehen, dass man hier den richtigen Blickwinkel verfolgt.

3) Die Bedeutung hinter der Zahl ist wichtig

Zu guter Letzt sollte man ebenfalls versuchen, sich zu vergegenwärtigen, warum man überhaupt Millionär sein möchte und die magische Eins mit den sechs Nullen erzielen will. Viele werden schließlich nicht davon träumen, jeden Tag einen Kontoauszug ziehen zu können und dabei diese Zahl zu bestaunen, sondern etwas anderes im Sinn haben.

Vielleicht ist es für so manchen die lockende finanzielle Freiheit, die sie mit diesem Wert symbolisieren, für andere vielleicht ein sehr bequemer Ruhestand mit Weltreise und teuren Hobbys. Für wieder andere hingegen möglicherweise das Prestige, das mit dieser Zahl verbunden ist. All das können legitime Möglichkeiten sein und es kann vor allem dein Geheimnis bleiben. Daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Allerdings kann etwas mehr Nachdenken über die Million ebenfalls dazu führen, dass man sich seiner Ambitionen klarer ist, und entsprechend den Weg eines Investors präzisieren. Sowie vielleicht sogar dazu führen, dass man einsieht, dass man nicht unbedingt eine Million benötigen wird, um die eigenen finanziellen Ziele zu erreichen, was durchaus etwas Druck aus dem eigenen Vermögensaufbau nehmen kann.

Eine Million: Ein schlechtes Ziel!

Eine Million einfach so erscheint mir daher ein schlechtes Ziel zu sein. Nicht bloß, dass diese Zahl über Zeit, Regionen und Währungen relativ ist, nein sie kann auch die eigenen Vorstellungen vernebeln und möglicherweise den Prozess in den Hintergrund rücken. Zudem dürfte es Wünsche geben, die mit dieser Zahl verbunden sind, die jedoch womöglich früher erreicht werden können. Eine Beschäftigung mit diesen Dingen kann womöglich auch den Prozess des Vermögensaufbaus im Nachgang deutlich entspannter gestalten.

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