DAX-Börsenjahr 2020: Können Investoren von Wirecard, Henkel und der Münchener Rück sich wirklich freuen?

Das neue Börsenjahr nähert sich inzwischen rasant dem Ende. Bis Weihnachten sind es noch knapp zwei Wochen und die darauffolgenden Handelstage gehören für gewöhnlich eher zu den gemächlicheren im endenden Börsenjahr. Wohl auch, weil viele zwischen den Feiertagen andere Dinge im Kopf haben als Aktien und Börsen.

Der Blick richtet sich daher wohl immer mehr auf das kommende Börsenjahr und entsprechend auf die nahende Dividendensaison. Auch wenn bis zum Höhepunkt im April und Mai noch einige Zeit vergehen wird.

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Viele Börsenportale wie insbesondere „finanzen.net“ haben dabei die Meinungen der Analysten gebündelt und geschaut, welche Dividenden Investoren bei den DAX-Konzernen im kommenden Börsenjahr erwarten können. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum sich Investoren von Henkel (WKN: 604840), Wirecard (WKN: 747206) und Münchener Rück (WKN: 843002) freuen können. Beziehungsweise was an einer solchen Sichtweise dran sein könnte.

Henkel: Dividendenerhöhung von 16 %?

Sofern es nach dem besagten Börsenportal geht, könnte Henkel eine der wachstumsstärkeren Dividendenaktien in der kommenden Saison werden. Demnach könne die Dividende je Vorzugsaktie sogar um 16 % ansteigen. Oder aber von 1,85 Euro je Anteilsschein auf rund 2,12 Euro je Anteilsschein, wodurch es beim derzeitigen Kursniveau von 94,82 Euro (06.12.2019, maßgeblich für alle Kurse) je Vorzugsaktie zu einer Dividendenrendite von 2,23 % kommen würde. Definitiv eine spannende Prognose.

Die jedoch in Einklang mit der Dividendenpolitik gebracht werden muss. Henkel möchte in jedem Jahr eine Dividende zwischen 25 und 35 % des um Sondereinflüsse bereinigten Jahresüberschusses ausschütten. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich die Ausschüttungsquote bei einem Ergebnis je Aktie von 5,32 Euro auf 30,9 %, was durchaus noch etwas Raum für weiteres Wachstum lassen könnte.

Sollte Henkel allerdings seine Dividende um 16 % steigern, wie derzeit bereits vermutet wird, könnte hier noch etwas Wachstum vonnöten sein. Im aktuellen Geschäftsjahr 2019 trat Henkel operativ allerdings auf der Stelle und entsprechend scheint eine solche Prognose doch recht gewagt zu sein. Ich bin jedenfalls skeptisch, ob die Dividende hier wirklich zur kommenden Dividendensaison um 16 % steigen wird. Oder womöglich ebenfalls auf der Stelle tritt.

Wirecard: Höhere Dividende mit gewaltigem Aber …

Eine zweite Aktie, die im kommenden Jahr die Dividende signifikant steigern soll, ist die von Wirecard. Der DAX-Zahlungsdienstleister könnte den gängigen Prognosen zufolge die eigene Ausschüttung erneut um 10 % steigern. Das klingt auch hier per se nach einem interessanten und zugleich hohen Dividendenwachstum, das man als Investor nicht verpassen möchte.

Die Crux ist hier allerdings, dass es für die meisten Investoren wohl eher keinen Grund gibt, sich zu freuen. Wirecard hat zuletzt für das vergangene Geschäftsjahr 2018 schließlich eine Dividende in Höhe von 0,20 Euro je Anteilsschein ausgezahlt, bei einer weiteren Dividendenerhöhung würde hier die Ausschüttungssumme je Aktie lediglich auf 0,22 Euro steigen, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 115,00 Euro lediglich einer Dividendenrendite von 0,19 % entsprechen würde.

Für die meisten Investoren bleibt die Ausschüttung daher lediglich schmückendes Beiwerk, und eher für die größeren Investoren winkt hier ein hohes, absolutes Ausschüttungsmaß. Womöglich sollten Investoren nach anderen Gründen suchen, um sich im kommenden Börsenjahr zu freuen.

Münchener Rück: Dividendenerhöhung von 4 %?

Zu guter Letzt soll gemäß der zusammengetragenen Prognosen von „finanzen.net“ noch die Dividende der Münchener Rück im kommenden Börsenjahr steigen. Die gängigen Prognosen sehen demnach ein Dividendenwachstum von 4 % für das aktuelle Geschäftsjahr vor, ausgehend von einer Ausschüttung in Höhe von 9,25 Euro würde hier eine Dividende von 9,60 Euro winken. Oder aber 9,62 Euro, wenn wir es genau nehmen wollen.

In meinen Augen könnte diese Prognose allerdings zu konservativ sein. Die Münchener Rück hat schließlich alleine in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres den operativen Gewinn auf 2,5 Mrd. Euro gesteigert und rechnet nach einem 2018er-Gewinn in Höhe von 2,3 Mrd. Euro nun mit einem Gewinn oberhalb von 2,5 Mrd. Euro. Das Gewinnwachstum dürfte demnach mindestens bei 8,7 % liegen, wobei Aktienrückkäufe in einem Volumen von 1 Mrd. Euro das Ergebniswachstum je Aktie wohl noch einmal bedeutend anschieben dürften.

Die Münchener Rück könnte sich daher bedeutend mehr leisten als bloß eine 4%ige Erhöhung. Womöglich schlummert hier dividendentechnisch ein gewisses Überraschungspotenzial, das viele Analysten gegenwärtig nicht auf dem Schirm haben.

Eine spannende Dividendensaison wartet!

Die kommende Dividendensaison könnte daher heiß werden. Einige Aktien werden gemäß der derzeitigen Prognosen bestimmt überraschen. Sowohl zum Positiven als auch zum Negativen, wenn du mich fragst. Ich bin jedenfalls gespannt, welche Aktien hier glänzen werden und ob eine weitere Rekorddividendensaison auf die Investoren wartet. Es wird definitiv interessant.

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Vincent besitzt Aktien von Henkel, der Münchener Rück und von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.