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Commerzbank-Aktie: Die Comdirect ist nicht der einzige Schuh, der drückt

Die Aktie der Commerzbank (WKN: CBK100) sorgt in diesen Tagen erneut für mächtig Wirbel. Insbesondere der Konzernumbau ist hierbei ein Thema, das das Interesse der Investoren auf sich zieht, wobei das kriselnde Geldhaus letztlich vor allem enger an die ehemalige Tochter Comdirect heranrücken möchte, um Synergien zu kreieren und aus dem Stegreif digitaler zu werden. Ein Unterfangen, das sich als nicht ganz einfach herauskristallisiert.

Allerdings ist das nicht das einzige Thema, das die Commerzbank in diesen Tagen bewegt. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf die Baustellen des Geldhauses und schauen einmal, wie hier der Status quo ist.

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Comdirect: Frist abgelaufen!

Doch bleiben wir für den Anfang noch ein kleines bisschen bei der anvisierten Übernahme der ehemaligen Tochter, der Comdirect. Bis zum 06.12. hat das Management hier eigentlich geplant, mithilfe von Zukäufen den eigenen Anteil erheblich um weitere 8 % auf über 90 % auszubauen, um die restlichen Investoren mithilfe eines sogenannten Squeeze-Out herausdrängen zu können. Ein Vorhaben, das jedoch in Anbetracht der Übernahmekonditionen zum Scheitern verdammt war.

Die Commerzbank war lediglich bereit, einen Preis von 11,44 Euro je ausstehender Comdirect-Aktie zu bezahlen. Ein Preis, der zwar in den Augen des Managements des Geldhauses fair zu sein schien, allerdings nicht in den Augen des Marktes. Selbst per Freitagsschlusskurs dieser Woche notierte die Aktie schließlich noch auf einem Kurslevel von 12,44 Euro und somit rund einen Euro höher als das Angebot der Commerzbank. Zwischenzeitlich erzielte die Comdirect sogar einen Preis von über 13,00 Euro je Anteilsschein.

Da ist es definitiv nicht verwunderlich, dass lediglich ein weiterer Anteil von 0,26 % aller Aktien eingesammelt wurde, wodurch die Commerzbank ihr Ziel deutlich verfehlt hat. Der Großinvestor Petrus Advisers, um bei einem Kritiker dieser Übernahme zu bleiben, hat zwischenzeitlich seinen eigenen Anteil via Zukäufe auf 7,5 % aufgestockt und deutlich mehr Anteilsscheine als das Geldhaus eingesammelt. Eine Maßnahme, die hier den Aktienkurs wohl auch weiterhin gestützt hat, was der Commerzbank die eigenen Übernahmepläne zusätzlich erschwert haben dürfte.

Gängigen Medienberichten zufolge wird es dadurch wohl auf eine Zwangsfusion hinauslaufen, die auf Druck der Commerzbank möglich ist. Allerdings wird das Geldhaus dazu die Zustimmung beider Hauptversammlungen benötigen und ein Gutachter wird die genauen Preiskonditionen festlegen. Das klingt nicht bloß aufwendiger, sondern womöglich auch bedeutend teurer.

Der Verkauf der mBank

Eine zweite Baustelle scheint zudem der Verkauf der mBank zu sein, ein Tochterunternehmen, an dem das Geldhaus mit einem Anteil von 69,3 % beteiligt ist. Eine Baustelle allerdings, bei der sich wohl eher eine zufriedenstellende Lösung abzeichnen wird.

Das Management ist diesbezüglich sehr entspannt und entsprechend optimistisch, dass ein Verkauf zeitnah über die Bühne gebracht werden kann. Commerzbank-CEO Zielke stellt bereits das kommende Geschäftsjahr 2020 in Aussicht, was wohl nicht zuletzt am regen Interesse an der Tochtergesellschaft liegen dürfte. So gilt die mBank als innovativ, wachstumsstark und profitabel, auch wenn hier möglicherweise ein Kreditportfolio in Schweizer Franken einige Sorgen bereiten könnte.

Nichtsdestoweniger dürfte ein Verkauf dieser Beteiligung ebenfalls ein wichtiger Schritt im angekündigten Konzernumbau 5.0 werden. Mithilfe der Erlöse aus diesem Schritt möchte das Geldhaus die Kosten für die Filialschließungen und den Personalumbau bewältigen. Entsprechend könnte es sich auch anbieten, hier den weiteren Verfahrensgang im Auge zu behalten, denn auch bei der mBank scheinen sich wichtige Weichen für den Konzernumbau zu stellen.

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