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Alibaba mit brisantem Mischkonzept: Starkes, internationales Wachstum voraus?

Foto: Alibaba

Die Wachstumsgeschichte von Alibaba (WKN: A117ME) gehört definitiv zu den bemerkenswerteren, die die Welt von Aktien und Börse hervorgebracht hat. Trotz einer Marktkapitalisierung, die sich auf mehrere Hunderte Milliarden US-Dollar beläuft, wächst der chinesische Internetkonzern noch immer deutlich zweistellig.

Im vergangenen Quartal betrug das Umsatzwachstum 40 % im Jahresvergleich auf einen Rekordwert von 16,65 Mrd. US-Dollar. Definitiv beeindruckenden.

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Ein Großteil dieses Wachstums rührt jedoch noch immer vom heimischen Markt her, wo Alibaba auch weiterhin eine glanzvolle Zukunft besitzt. Doch auch die internationalen Umsätze sollen in den kommenden Jahren deutlich angekurbelt werden, beispielsweise mit einer spannenden Maßnahme wie nun in Malaysia.

Die Chinesen bestreiten innovative Wege

Wie mehrere Medien derzeit berichten, beschreitet Alibaba nun erneut innovative Wege, um das internationale Wachstum anzukurbeln. In Malaysia ist ein weiterer Store eröffnet worden, wo potenzielle Kunden sich mit den Produkten des chinesischen E-Commerce-Akteurs vertraut machen können. Besonders die Produktpalette von Taobao ist auf den 465 Quadratmeter großen Laden ausgestellt, wobei Kunden hier eine Auswahl von 1.000 verschiedenen Evergreens anfassen und bestaunen können.

Weiteres Gimmick dieses Ladens ist außerdem ein magischer Spiegel, der den Kunden bei der Auswahl ihrer Produkte helfen soll. Mithilfe dieses Spiegels sollen Kunden virtuell Waren und insbesondere Kosmetika ausprobieren können, was definitiv ein Schritt in Richtung Virtual Reality ist. Und Alibaba entsprechend helfen könnte, damit der Laden ein Erfolg wird, denn immerhin ziehen solche Spielereien für gewöhnlich viele schaulustige Kunden an.

Des Weiteren können Kunden mithilfe von QR-Codes und der jeweiligen Scanner Informationen über die Produkte erhalten und sich die jeweiligen Waren auch bequem nach Hause schicken lassen. Definitiv ein weiterer, geschickter Schachzug, um E-Commerce und stationären Einzelhandel zu verknüpfen. Womöglich ein Erfolgsmodell, das der chinesische Internetkonzern gerade bei der Internationalisierung und der Expansion seiner jeweiligen Handelsplattformen einsetzen könnte.

Alibaba durchbricht die Onlinemauer

Gerade bei diesen Vorhaben scheint Alibaba schließlich immer häufiger die virtuelle Fassade verlassen zu wollen. In seinem heimischen Markt ist man zwar unangefochtener Marktführer und die asiatischen Kunden wissen um die Vorzüge und die Produktpalette der E-Commerce-Händler bestens Bescheid. Das gilt allerdings nicht für neue Regionen, die erobert werden wollen.

Ein Mischkonzept aus stationärem Laden und E-Commerce scheint hier eine ideale Verknüpfung zu sein, um die eigenen Plattformen zu bewerben. Potenzielle Kunden können schließlich die jeweiligen Waren anfassen oder auch durch derartige Gimmicks wie den Spiegel ausprobieren, wodurch Begehrlichkeiten geweckt werden. Außerdem zeigt Alibaba im wahrsten Sinne des Wortes Präsenz und kann sich so in die Köpfe der Verbraucher stärker einbrennen und verfestigen. In Zeiten, in denen auch andere Namen wie Amazon.com und Co. ebenfalls manche Region dominieren, gewiss nicht der schlechteste Schritt.

Der stationäre Laden in Malaysia ist hierbei schon der zweite, den Alibaba eröffnet hat. Erst vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass in Spanien ein ähnlicher Schritt erfolgen könnte. Womöglich könnte dieser Pfeiler der Expansion daher die Regel werden, was definitiv nicht der schlechteste Schachzug wäre.

Alibaba probiert viele Wege aus

Unterm Strich zeigen die derzeitigen Ambitionen, dass es den Chinesen ernst mit der globalen Expansion ist. Dem von Jack Ma gegründeten Konzern ist dabei jedes Hilfsmittel recht, um die Internationalisierung voranzutreiben, und es ist wirklich bestrebt, neue Wege zu erfinden.

Ob dieses Unterfangen letztendlich von Erfolg gekrönt sein wird, ist natürlich eine andere Frage. Einen Preis für herausragende Kreativität hätte der E-Commerce-Akteur aus dem Reich der Mitte allerdings in jedem Fall verdient. Vielleicht ist das ja bereits die halbe Miete, wer weiß.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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