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Will die Commerzbank die Comdirect wirklich übernehmen?

Die Commerzbank (WKN: CBK100) befindet sich weiterhin in einem Konzernumbau. Speziell ein Szenario scheint dabei das favorisierte des kriselnden Geldhauses zu sein. Nämlich das, wonach man enger mit der Direktbanktochter Comdirect zusammenrücken möchte, wodurch sich Syngerien und ein stärkerer Fokus auf das Direktgeschäft ergeben würden.

Bereits seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, ob ein solcher Schritt sinnvoll ist, und es gibt auch einige Kritik. Ein Gegner des Zusammenschlusses, Comdirect-Großaktionär Petrus Advisers, hat bereits von Beginn an für Furore gesorgt und inzwischen Maßnahmen ergriffen, die einen Squeeze-Out der Minderheitsinvestoren verhindern soll.

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Bis zum 06.12. läuft derweil noch die offizielle Frist, bis die Commerzbank genügend Anteile gesammelt haben will, um diesen Deal über die Bühne zu bringen. In Anbetracht der bisherigen, hm, Erfolge, wenn man es denn so nennen mag, könnte jedoch durchaus die Frage aufkommen, ob das kriselnde Geldhaus denn überhaupt die Tochtergesellschaft übernehmen will.

Ein Aktionismus, der eher Gleichgültigkeit gleicht

Bereits von Vornherein stand das Übernahmeszenario unter keinen guten Vorzeichen. Die Commerzbank bot lediglich einen Übernahmepreis von 11,44 Euro je Anteilsschein, was unter dem Kursniveau der Comdirect gelegen hat. Zum damaligen Zeitpunkt beliefen sich die Notierungen der Comdirect auf über 13 Euro je Anteilsschein. Alleine das Gebot haben viele Investoren bereits naserümpfend zur Kenntnis genommen. Mit einem Erfolg war schon damals eigentlich nicht zu rechnen.

Auch in Anbetracht des Widerstands vonseiten des Großinvestors Petrus Advisers blieb das Management der Commerzbank weiterhin still. Das Angebot wurde nicht nachgebessert und es wurde weiterhin stillschweigend zugesehen, wie Petrus Advisers seinen Widerstand aufbaute. Inzwischen hält der Großaktionär sogar einen Anteil von 7,5 % an der Comdirect, nachdem dieser seinen ursprünglich deutlich geringeren Anteil bereits im November auf 5 % aufgestockt hatte.

Die Commerzbank, übrigens, kann derzeit lediglich auf weitere eingesammelte Aktien in einem Volumen von 0,22 % blicken, was in Anbetracht des Angebots nicht sonderlich verwunderlich ist. Eigentlich ist es fraglich, wieso überhaupt irgendjemand auf das deutlich geringere Commerzbank-Angebot eingegangen ist, aber das soll uns an dieser Stelle nicht weiter beschäftigen.

Nichtsdestoweniger stellt sich in Anbetracht dieser Zahlen in meinen Augen die Frage, ob die Commerzbank denn überhaupt die Comdirect ernsthaft übernehmen möchte. Weder das ursprüngliche Angebot noch der Aktionismus (welcher, überhaupt) in Anbetracht des Widerstands lassen auf ein solches Vorhaben schließen. Zumindest bei mir sorgt das derzeit für Stirnrunzeln.

Die zweite, schwierigere Option

Natürlich existiert bei der Übernahme der Comdirect noch ein zweites Szenario. Und, hey, bis zum 06.12. ist ja derzeit auch noch etwas hin, womöglich passiert bis zur Deadline ja noch ein Wunder. Allerdings werden wohl viele Beteiligte inzwischen eher vom Plan B ausgehen, der erzwungenen Zusammenlegung.

Bereits seit einiger Zeit wird über ein solches Vorgehen diskutiert, bei der die Commerzbank einen solchen Schritt forcieren könnte, wobei auch dieser mit Stolpersteinen und Hürden gepflastert sein wird. Einerseits dürfte es auch hier einigen Widerstand geben, denn die beiden Hauptversammlungen der Unternehmen müssen einem solchen Schritt zustimmen. Das könnte durchaus eine weitere Angriffsfläche und eine Plattform für Widerstand sein.

Zum anderen dürfte auch ein solcher Schritt nicht unbedingt preiswerter werden. Sollte es zu diesem längerwierigen Prozess kommen, würde letztlich ein Gutachter entscheiden, wie der Deal über die Bühne gebracht wird und in welchem Maße die Comdirect-Investoren entschädigt werden müssen, wobei Commerzbank-Aktien eine gangbare Option wären. Allerdings wird hier das Verhältnis, wie gesagt, gutachterlich festgelegt, was neben erhöhten Kosten womöglich auch Zeit fressen dürfte.

Ein Kuriosum

Das Vorgehen der Commerzbank bei der Comdirect-Übernahme ist für mich daher ein Kuriosum. Das ursprüngliche Angebot war, wenn überhaupt, halbgar, der weitere Verfahrensgang ohne Ausbesserungen des Angebots oder ein In-Konkurrenz-Treten gegen den aktivistischen Investor Petrus Advisers spricht für sich.

Vielleicht hat sich die Commerzbank inzwischen auch ergeben und kalkuliert bereits mit der Zwangsfusion. Wobei sich auch hier die Frage stellt, ob Zeit ein Gut ist, über das das Geldhaus in Anbetracht des Konzernumbaus und der operativ angeschlagenen Situation verfügt.

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