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Softbank oder Wirecard: Auf diese Aktie würde ich jetzt eher setzen!

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Es ist schon ein witziger Vergleich, auf welche Aktie man an dieser Stelle eher setzen würde. Wer schließlich auf die Softbank (WKN: 891624) setzt, investiert zumindest auch zu einem kleinen Teil in Wirecard (WKN: 747206). Immerhin sind die Japaner bereits vor einiger Zeit in das Papier des DAX-Aufsteigers eingestiegen, was zum Frühjahr dieses Jahres für reichlich Furore gesorgt hat.

Nichtsdestoweniger sind die Ausgangslagen dieser beiden Namen derzeit prinzipiell recht ähnlich. Beide haben mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, beide könnten langfristig allerdings noch immer vor einer goldenen Zukunft stehen. So weit zu den Zwickmühlen in Kurzform.

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Doch welche dieser Aktien sollten Investoren favorisieren. Beziehungsweise, welche dieser Aktien sollten sie unter welchen Umständen eher in Erwägung ziehen? Eine spannende Frage, die förmlich nach einer Foolishen Antwort schreit.

Softbank: Trotz Baustellen die defensive, günstigere Chance

Eine erste Aktie, die derzeit nicht gerade in der Gunst der Investoren schwelgt, ist die der Softbank. Insbesondere die Beteiligung an dem Bürodienstleister WeWork hat sich in den letzten Wochen und Monaten als Fluch entpuppt. Nach einem geplatzten Börsengang kam eine teure Quittung im Rahmen der Quartalszahlen. Oder, anders ausgedrückt, ein dicker, fetter und dabei zugleich rekordverdächtiger Quartalsverlust.

Nichtsdestoweniger ist ein Großteil der hiesigen Investitionsthese, trotz Verlust im dritten Quartal, noch immer intakt. Die Softbank investiert schließlich auch weiterhin in spannende und aussichtsreiche Aktien aus dem Bereich des Internet und der Technologie. Dass man hier früher oder später auch mal danebengreifen wird, liegt wohl in der Natur einer Beteiligungsgesellschaft, auch wenn das quantitative Ausmaß bei WeWork natürlich vergleichsweise hoch gewesen ist.

Investoren können hier dennoch einen diversifizierten, breiten Mix mit über 1.000 verschiedenen Aktien erhalten, wobei viele Beteiligungen, auch beispielsweise die an Wirecard, eher zu den kleineren zählt. Größere hingegen sind beispielsweise Alibaba, die im Portfolio einen Anteil von mehreren Milliarden US-Dollar einnehmen.

Diesen interessanten Mix gibt es trotz aller Wehwehchen und Verluste derzeit sogar noch zu einem attraktiven Discount. Dem aktuellen Kursniveau in Höhe von 4.185 Yen steht nämlich ein innerer Wert von 11.287 Yen gegenüber, wodurch sich ein möglicher Rabatt von rund 7.100 Yen ergibt. Definitiv eine interessante, diversifizierte, wenngleich eher moderat wachsende Ausgangslage, die langfristig zu spannenden Renditen führen kann.

Wirecard: Hohes Risiko, gigantische Chance!

Ein etwas anderes Chance-Risiko-Verhältnis bietet derzeit hingegen die Aktie von Wirecard. Wobei die Ausgangslage vielen Investoren bereits bewusst sein dürfte. Nichtsdestoweniger wollen wir im Folgenden hier noch einmal die wesentlichen Eckpfeiler umschreiben.

Einerseits belasten derzeit die Unsicherheiten rund um die Bilanzvorwürfe. Sowohl die „Financial Times“, die den DAX-Konzern bereits seit Jahresanfang im Visier hat, als auch das „Handelsblat“t, das erst vor wenigen Tagen das Fehlen eines Testats im Singapurgeschäft aufgedeckt hat, haben die Aktie zwischenzeitlich auf eine Talfahrt geschickt. Dabei steht nicht weniger als der Ruf des DAX-Unternehmens auf dem Spiel, was langfristig zu einem Vertrauensverlust und zum abrupten Ende dieser Wachstumsgeschichte führen kann.

Andererseits ist die Chancenseite hier wirklich gigantisch. Ein deutlich zweistelliges Wachstum wird hier schließlich noch immer bis zum Jahre 2025 in Aussicht gestellt, wobei alle bisherigen Prognosen zu konservativ zu sein schienen. Nach aktuellem Stand sollen die Umsätze bis zu diesem Zeitpunkt bereits auf 12 Mrd. Euro anwachsen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hingegen auf 3,8 Mrd. Euro und das Transaktionsvolumen auf über 810 Mrd. Euro. Wobei diese Prognosen erst kürzlich erneut angepasst worden sind.

Mit einer derzeitigen Marktkapitalisierung in Höhe von rund 15 Mrd. Euro schreit hier alles fundamental betrachtet nach einem Schnäppchen, wobei die Unsicherheiten hier bremsend wirken. Wirecard bleibt daher ein Alles-oder-nix-Mix, bei dem Risiko und Chance sich irgendwo die Waage halten.

Wie man wählen sollte …

Grundsätzlich könnte daher die Softbank die Wahl für Investoren sein, die an einem breiten Chancenmix partizipieren wollen, zu dem witzigerweise auch Wirecard zählt. Langfristig stehen hier die Chancen nicht schlecht, dass die Beteiligungsgesellschaft solide Renditen einfahren wird, wobei es auch hier immer mal das Risiko geben kann, dass einzelne Beteiligungen, wie zuletzt bei WeWork, gewaltig in die Hose gehen können.

Wirecard hingegen ist eine günstige Wachstumsaktie, die eine schwierige Zeit durchmacht. Sofern man überzeugt ist, dass die Vorwürfe überzogen sind, können hier womöglich signifikante Chancen lauern. Sobald sich die Berichte jedoch bewahrheiten, dürften die aktuellen Kurskapriolen lediglich ein Vorgeschmack sein. Der DAX-Konzern sollte daher von Investoren bevorzugt werden, die bereit sind, dieses Risiko zu tragen.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba und Wirecard. The Motley Fool empfiehlt Softbank Group.

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