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Es war nicht alles schlecht: Hier hat sich Wirecard in den vergangenen Monaten definitiv verbessert!

Auch wenn es manchmal so wirkt, aber in den vergangenen Monaten dieses Jahres war gewiss nicht alles schlecht im Kontext der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie. Der Aktienkurs gehörte, bedingt durch kritische Berichte der „Financial Times“, zwar definitiv zu den durchwachseneren Performern. Allerdings ist hier der Verantwortliche dieser Entwicklung ja eindeutig in dem Tagesblatt zu identifizieren.

Ein erster Aspekt, der erneut den Erfolg des DAX-Frischlings zeigt, ist das starke Wachstum. Alleine im aktuellen Geschäftsjahr stiegen Umsätze, Transaktionsvolumen und Ergebnisse deutlich zweistellig. Wachstumsraten jenseits der 30-%-Marke waren hierbei die Regel, nicht die Ausnahme.

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Auch prognostisch blickt das Management noch immer stark in die Zukunft und rechnet für das kommende Geschäftsjahr 2020 erstmalig mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einer Größenordnung von über einer Milliarde Euro. Allerdings ist das bloß die Spitze des Eisbergs dessen, was in diesem Börsenjahr 2019 sonst noch alles glatt für den innovativen Zahlungsdienstleister gelaufen ist.

Quantität wurde durch Qualität bereichert

Ein ganz wichtiges Fazit, das ich bereits zu diesem Zeitpunkt für die Wirecard-Aktie ziehen würde, ist, dass sich dem quantitativen Wachstum, das sich eindeutig im eingangs skizzierten Zahlenwerk widerspiegelt, nun auch eine qualitative Komponente hinzugefügt wurde.

Im Rahmen der vielen, vielen Partnerschaften, die das Unternehmen in diesem Jahr präsentieren konnte, waren schließlich einige Hochkaräter. Highlights waren unter anderem:

  • Aldi, der bekannte Discounter, für den seit Sommer vornehmlich Kreditkartenzahlungen abgewickelt werden.
  • UnionPay, der führende chinesische Kartenanbieter, dem im Bereich der digitalen Expansion geholfen werden soll.
  • Playmobil, der Spielehersteller, dem Wirecard bei der Adaption von Zahlungen im E-Commerce helfen wird.
  • Mizuho Bank, eine der drei sogenannten japanischen Megabanken, bei der die ursprüngliche Kooperation ausgebaut worden ist.

Und das sind bloß vier mehr oder minder bekannte Namen, die die Qualität unterstreichen dürften. Dazu gesellt sich außerdem ein bemerkenswerter Eintritt in das Privatkundengeschäft, das vornehmlich einen Namen trägt: boon Planet. Mithilfe dieser App sollen ab dem kommenden Jahr viele Privatkunden, auch mithilfe eines schlagenden Zinsangebotes, angelockt werden. In die Wachstumsgeschichte von Wirecard ist somit viel Qualität gekommen, was möglicherweise eine spannende Ausgangslage für das Wachstum auch für die kommenden Monate und Quartale gelegt haben könnte.

Das Krisenmanagement wurde … besser

Ein zweiter Aspekt, bei dem sich ebenfalls Fortschritte abgezeichnet haben, ist das Krisenmanagement. Während Wirecard insbesondere beim ersten Kapitel zum Jahresanfang wenige Fettnäpfchen ausgelassen hat und die „Financial Times“ den DAX-Konzern mit immer neuen Neuigkeiten aus der Reserve lockte, ist nun beim zweiten Mal eine wesentliche Veränderung eingetreten.

Wirecard hat kurzen Prozess gemacht und innerhalb weniger Tage eine Sonderprüfung in Auftrag gegeben und ist seitdem um Beschwichtigung, die Betonung der Substanzlosigkeit und auch die Beruhigung der Investoren und Marktteilnehmer bemüht. Ich denke, hier hat bei dem DAX-Konzern ein Reifungsprozess stattgefunden.

Es ist zwar noch immer nicht alles glattgelaufen, wie die jüngsten Meldungen über das fehlende Testat in Singapur zeigten. Auch das wäre natürlich eine wichtige Information gewesen, die Investoren und Marktteilnehmer gerne direkt von Wirecard erhalten hätten und nicht vom „Handelsblatt“, allerdings deuten die bisherigen schnellen Taten diesen Herbstes in eine bessere Richtung. Sofern diese Prüfung dann auch noch die richtigen Ergebnisse offenbart, kann das zu einem ebenso schnellen Ende des Kapitels führen.

Zwei Gegensätze: Wachstum und Krisenmanagement

Natürlich sind das qualitative Wachstum und auch das Krisenmanagement zwei Dinge, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Allerdings umschreiben diese beiden Begriffe wohl die derzeitige Ausgangslage, in der Wirecard sich befindet. Eigentlich ein passender Abschluss für ein Jahr der Extreme. Wobei ich mir sicher bin, dass es hier noch weitere Wendungen geben wird.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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