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Alibaba-Group-Aktie: Wie der Konzern die Welt erobern möchte und wie es um die Aktienbewertung steht!

Für die Alibaba Group (WKN: A117ME) war der zuletzt durchgeführte Hongkonger Börsengang ein großes, aber vielleicht auch ein wegweisendes Ereignis. So könnten aufgrund des US-China-Konfliktes zukünftig noch mehr chinesische Firmen den Weg nach Hongkong suchen, während die amerikanische Regierung sie von der New-Yorker-Börse verbannen möchte.

Dieser Konflikt ist sehr viel mehr als nur eine Diskussion über fairen Handel, es ist eine Auseinandersetzung um die Weltmacht, die sich über die kommenden Jahre weiter zuspitzen könnte. Während China zur Wirtschaftsmacht Nummer 1 aufsteigen will, möchte die USA diesen Platz nicht verlieren.

Ein Sinnbild für Chinas Aufstieg ist die Alibaba Group. Erfahre, was sie in den nächsten Jahren alles vorhat und wie es um die Aktienbewertung steht.

Alibaba plant bereits die nächsten 102 Jahre

In China und bei Alibaba ist man nicht bescheiden. Spätestens bis 2050 will das Land die Wirtschaftsmacht Nummer 1 sein und Alibaba möchte im Gleichschritt mitziehen. Erst vor 20 Jahren gegründet, plant der Konzern heute schon seine nächsten 102 Jahre und ein weitergehendes enormes Wachstum.

Mit seinem Hongkonger Börsengang konnte Alibaba knapp 10 Mrd. Euro frisches Kapital aufnehmen, das es eigentlich gar nicht benötigt, denn der Konzern erzielt hohe Gewinne, besitzt mit über 62 % Eigenkapital eine solide Bilanz und weist eine durchschnittliche Nettomarge von über 32 % auf.

Alibaba stellt trotz der guten Zahlen übergeordnete statt der rein wirtschaftlichen Ziele in den Vordergrund. So soll die Firma vor allem der Gesellschaft, kleinen Unternehmen, den Mitarbeitern und den Aktionären dienen und Nutzen bringen. Aus dieser Philosophie heraus ergeben sich steigende Gewinne von selbst.

Der Konzern baut auf ein neues Zeitalter der Digitalisierung und stellt sich dementsprechend darauf ein. So ist er heute schon mit seiner Logistik, dem digitalen E-Commerce, der Finanztechnologie, seinem Cloud Computing und Big Data weit mehr als nur ein reiner Handelskonzern.

In den nächsten fünf Jahren möchte Alibaba sein Geschäft international stark ausbauen und ein jährliches Warenhandelsvolumen von etwa 1,3 Bio. Euro erreichen. Bis 2036 rechnet das Unternehmen weltweit auf seiner Handelsplattform mit mehr als 2 Mrd. Kunden und 10 Mio. kleiner Firmen. Dazu passt auch die kürzlich beschlossene Vereinbarung, mit und in Äthiopien neben Europa, Asien und Ruanda eine weitere elektronische Welthandelsplattform (eWTP Hub) zu schaffen.

Alibaba geht neben der Globalisierung von einem Wandel innerhalb Chinas von einer Export- zu einer Konsumgesellschaft aus. So steigen immer mehr Bürger in die Mittelschicht auf, konsumieren deshalb mehr und haben Zugang zum Internet. Diese Entwicklung wird auch Alibabas Kundenzahl innerhalb Chinas weiter stark wachsen lassen.

Und als dritte Säule geht der Konzern davon aus, dass Cloud Computing und Datenanalyse zukünftig für die Steigerung der Unternehmensproduktivität entscheidend und die Basis aller zukünftigen Unternehmensentscheidungen sein werden. Die jüngsten Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal, in dem Alibaba sein Cloudgeschäft um 64 % steigern konnte, bestätigen diesen Trend.

Und so steht es derzeit um die Aktie

Alibaba ist nach wie vor ein starker Wachstumswert. Seit dem Börsengang im Jahr 2014 ist der Umsatz jährlich mit über 49 % gewachsen und der Gewinn stand dem mit knapp 38 % jährlichem Zugewinn in fast nichts nach. Der Kurs konnte hingegen bei Weitem nicht so stark zulegen, sodass die Aktie günstiger geworden ist.

Im Februar 2019 kam ich zu der Erkenntnis, dass sie nach der Korrektur nicht mehr zu teuer ist. Heute ist der Wert zwar schon etwas gestiegen, aber dennoch (unter realistischen Annahmen) immer noch günstig bewertet.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.