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2 deutsche Aktien mit wahren Toprenditen über 5 %!

Foto: Getty Images

Für einen Anleger kann es manchmal wirklich frustrierend sein, in einem Niedrigzinsumfeld zu investieren. Eine Alternative, die über die letzten Jahre immer mehr an Zuspruch gewonnen hat, ist die Dividendenstrategie. 

Mit Sicherheit ist eine Dividende nicht mit einem Zins gleichzusetzen, da sie stets unsicher ist und in Krisenzeiten auch mal gekürzt werden kann. Dennoch gibt es Unternehmen, die so robust sind, dass sie auch in schwierigen Zeiten eine Dividende zahlen können.

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Heute möchte ich einmal zwei Unternehmen vorstellen, die mit aktuell deutlich über 5 % Dividendenrendite gehandelt werden und gleichzeitig über ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) verfügen.

Hierbei handelt es sich um den Internet-Service-Provider Freenet (WKN: A0Z2ZZ) sowie um dem Automobilzulieferer Schaeffler (WKN: SHA015). Welche der beiden Aktien das größte Potenzial haben könnte, das wollen wir im Folgenden einmal genauer prüfen.

Freenet

Freenet ist der größte netzunabhängige Anbieter von Mobilfunkleistungen in Deutschland. Mit einer hohen Dividendenrendite von aktuell über 7,8 % lockt die MDAX-Aktie Einkommensinvestoren zum Einstieg (Stand: 29.11.19 mit Kurs von 21,13 Euro).

Ob die Dividende aus dem Jahr 2018 in Höhe von 1,65 Euro jedoch auch im kommenden Jahr gezahlt wird, bleibt eine interessante Frage. Zwar rechnet Freenet mit stabilen Umsätzen für das Gesamtjahr 2019 und einem EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) zwischen 420 und 440 Mio. Euro. Der Free Cashflow soll allerdings mit einem prognostizierten Wert zwischen 240 und 260 Mio. Euro deutlich unterhalb des EBITDA-Wertes sowie des Free-Cashflow-Wertes aus dem Jahr 2018 liegen. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Free Cashflow noch 326 Mio. Euro.

Schaeffler

Bei der Schaeffler-Gruppe handelt es sich um einen weltweit führenden integrierten Automobil- und Industriezulieferer. Das Unternehmen könnte vielleicht eine der am meisten unterschätzten Automobilzulieferer sein.

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde eine Dividende in Höhe von 0,55 Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Gemessen am aktuellen Aktienkurs von 9,92 Euro (Stand: 29.11.19) errechnet sich eine Dividendenrendite von 5,5 %. Ob diese Dividende allerdings auch noch im kommenden Jahr gezahlt wird, bleibt auch hier offen.

Ein Blick in den Neunmonatsbericht des Jahres 2019 verrät, dass sich das EBITDA bei einem nahezu flachen währungsbereinigten Umsatz um 13,3 % verringert hat. Zwar verzeichnet die Industriesparte noch ein solides Wachstum, die Automotivesegmente sind jedoch rückläufig. Nach Aussagen des Managements soll dieses Bild auch für das Gesamtjahr 2019 gelten.

Insgesamt wurden hier die bisherigen Prognosen angepasst. Erwartet wird nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von -1 bis 1 % (vorher: 1 bis 3 %). Der Free Cashflow vor M&A-Aktivitäten soll sich – trotz rückläufiger Ergebnisse – mit einem Wert zwischen 350 und 400 Mio. Euro auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie im Geschäftsjahr 2018. Hier wurde ein Wert von 384 Mio. Euro erreicht.

Fazit: Risiko hat seinen Preis

Auch wenn beide Aktien aktuell eine wirklich interessante Dividendenrendite bieten, so sind diese aus der heutigen Sicht nicht wirklich zuverlässig schätzbar. Mit Sicherheit ist Freenet der defensivere Wert, allerdings belasten hier die Schuldensituation (Nettofinanzschulden im Wert von 2,1 Mrd. Euro am Bilanzstichtag des Neunmonatsberichts) sowie das schwache Wachstum.

Weitere Gründe, weshalb die Freenet-Aktie aktuell nicht so spannend für Investoren ist, könnten in den problematischen Beteiligungen (Ceconomy und Sunrise) sowie dem begrenzten Wachstumspotenzial mit 5G gesehen werden.

Schaeffler hingegen verfügt ebenfalls über nennenswerte Schulden. Die Nettofinanzschulden beliefen sich zum Stichtag des Neunmonatsberichts auf 2,8 Mrd. Euro. Als Zulieferer der Automobilindustrie spürt das Unternehmen mittlerweile die Folgen einer sich abschwächenden Weltwirtschaft – infolge eines globalen Handelskrieges zwischen China und den USA. Auch die zunehmenden Investitionen in die Elektromobilität fordern das Unternehmen heraus.

Man merkt an diesen beiden Unternehmen deutlich, dass man für eine hohe Dividendenrendite auch ein erhöhtes Risiko eingehen muss. Ob sich dieses lohnt, wird wie immer am Ende die Zeit zeigen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Freenet. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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