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Disney-Konkurrent ProSiebenSat.1 Media: Kommt jetzt doch die Mega-Fusion?!

Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) ist zu Beginn dieser Woche wieder erfolgreich gestartet. Um bis zu 3 % ging es innerhalb der ersten Stunden bereits bergauf, eine spannende Entwicklung für die deutschen Aktien, die insgesamt eher auf der Stelle getreten sind. Trotz eines positiven Starts.

Nichtsdestoweniger war es nicht die günstige Bewertung oder die neuen Streaming-Ambitionen, die hier für Aufsehen gesorgt haben, sondern im Grunde genommen ein Treffen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren diesbezüglich wissen sollten. Und ob nun doch etwas Bewegung in ein Thema kommt, das bereits so manches Mal für Fantasie gesorgt hat …

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Die Gerüchteküche brodelt wieder

Es sind wieder einmal Gerüchte rund um eine mögliche Fusion zwischen dem kriselnden Medienunternehmen und der italienischen Mediaset, die hier für Furore gesorgt haben. Vertreter beider Unternehmen hätten sich demnach am Montag dieser Woche gemeinsam getroffen, um einige Dinge auszuloten. Ein durchaus spannender Schritt.

Konkret ging es dabei nämlich auch darum, wie sich die Italiener ihre Beteiligung am deutschen Unternehmen vorstellen. Innerhalb mehrerer Schritte hat Mediaset schließlich seinen Anteil an ProSiebenSat.1 Media inzwischen auf über 15 % erhöht, was, wie gesagt, neben Furore auch für Fantasie und Spannung gesorgt hat.

Nichtsdestoweniger hat das Management von ProSiebenSat.1 Media einem solchen Szenario inzwischen eine Absage erteilt. Zwar könne man sich vorstellen, dass die Beteiligung weiter aufgestockt wird, allerding seien die Synergien einer solchen Übereinkunft eher begrenzt und der Prozess einer Fusion sei komplex, langwierig und kompliziert. Eine Ausgangsbasis für eine mögliche Übernahme dürfte dann doch deutlich anders aussehen.

Das ist nicht die entscheidende Frage …

Wenn du mich fragst, dürfte die Frage, ob ProSiebenSat.1 Media nun von Mediaset geschluckt wird oder eben nicht, eigentlich gar nicht die alles entscheidende sein. Vielmehr könnte das Interesse von Großinvestoren ein Indikator dafür sein, ob die aktuelle Bewertung einladend ist oder eben nicht. Wobei auch das möglicherweise gar nicht der springende Punkt ist, denn es gibt vielleicht noch ein weiteres Szenario, das hier langfristig von Bedeutung sein kann.

In einem zweiten Halbsatz zum Kontext dieses Gesprächs wurden nämlich weitere mögliche Szenarien erwähnt. Demnach könne sich das Management von ProSiebenSat.1 Media vorstellen, die eigene Zusammenarbeit auszuweiten. Die neue Streaming-Plattform Joyn könnte demnach einen italienischen Ableger bekommen, was hier das Wachstum durchaus ankurbeln könnte. Oder zumindest für eine weitere regionale Nische sorgen, in der das kriselnde deutsche Medienunternehmen hineinwächst.

Joyn soll schließlich langfristig sowieso in mehrere europäische Märkte eingeführt werden und mithilfe der prominenten Partnerschaft mit einem neuen Ankerinvestor könnte die Expansion der eigenen Streaming-Ambitionen durchaus einen neuen Nährboden bekommen. Wer weiß.

Sind die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt?

Die spannende Frage ist an dieser Stelle, ob die Vorschusslorbeeren, die aus diesem Gespräch resultieren, gerechtfertigt sind oder eben nicht. Wer auf ein potenzielles Übernahmeszenario setzen möchte, sollte womöglich lieber zweimal hinsehen. Bereits zum wiederholten Male haben die Verantwortlichen des deutschen klassischen TV-Anbieters und Streaming-Aspiranten einem solchen Szenario bereits einen Riegel vorgeschoben. Ich denke, zumindest eine Fusion scheint daher vom Tisch, was jedoch nicht unbedingt für eine mögliche Übernahme gelten muss.

Wer allerdings auf eine vielleicht wegweisende Kooperation schielt, die ProSiebenSat.1 Media streamingtechnisch voranbringen kann, sollte hier einen näheren Blick riskieren. Womöglich könnte das den Turnaround dieser Aktie etwas beschleunigen. Oder zumindest zu einem solchen in Ansätzen führen.

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