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Erfolgreicher investieren: 3 ETF-Kennzahlen, die jeder Investor kennen muss!

Als ETF-Investor gibt man zugegebenermaßen viele Dinge aus der Hand und fährt auf Autopilot. Nichtsdestoweniger möchte man als Anleger, der passive Produkte auswählt, langfristig erfolgreich investieren. Entsprechend wird man auch hier im Vorfeld einige Dinge beachten müssen, die die Spreu vom Weizen bei den Passivfonds trennen.

Auch wenn viele Kennzahlen natürlich eher aktienspezifisch sind, existieren im Kontext der ETFs ebenfalls solche, die einem Aufschluss über Qualität, Quantität, Kosten und Dinge wie Diversifikation geben können. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf drei solcher Kennzahlen, die jeder Investor bei der Auswahl seiner Passivfonds beachten sollte.

1. Aktienanzahl

Eine erste wichtige Kennzahl, die man bei der Auswahl seiner Passivfonds beachten sollte, ist zunächst die Anzahl der jeweiligen Aktien, die in einem Passivfonds gebündelt sind. Hier existieren prinzipiell viele, viele Möglichkeiten. Breite Indizes wie der MSCI World vereinen weit über 1.000 verschiedene Aktien in sich, andere, thematischere Passivfonds hingegen lediglich eine Handvoll. FAANG-Aktien-ETFs existieren beispielsweise, hier ist die Anzahl auf lediglich fünf reduziert.

Um langfristig erfolgreich und diversifiziert unterwegs zu sein, sollte man als Passivinvestor allerdings besser einen breiteren Korb in seinen Reihen führen. Mehrere Hundert Aktien können nämlich eher einen breiten Markt abbilden als lediglich 10, 20 oder auch 30 verschiedene Aktien. Zumal Einzelrisiken in einem breiteren Index ebenfalls deutlich minimiert werden.

Die Aktienanzahl kann daher wichtige Rückschlüsse auf die Qualität eines Passivfonds geben. Wobei man hier fairerweise sagen muss, dass die Aktienanzahl nichts zur inneren Diversifikation nach Branchen oder auch Regionen aussagt. Diese Faktoren sollte man nach der reinen Anzahl daher ebenfalls noch in den Fokus rücken.

2. Total Expense Ratio, kurz TER

Eine zweite Kennzahl, die eine gewisse Aufmerksamkeit verdient, ist zudem die Total Expense Ratio oder auch kurz: die TER. Hinter dieser Zahl verbirgt sich einiges an Kosten, die bei einem Fonds jährlich anfallen. Ob Ordergebühren oder auch eine kleinere Verwaltungsgebühr, ganz umsonst ist ein Passivfonds leider nicht.

Die TER kann hierbei durchaus unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie groß ein Fonds ist und aus welchem Hause er stammt. Entsprechend kann es sich hier anbieten, ein paar Vergleiche anzustellen. Die meisten ETFs sind zwar von Natur aus recht günstig, zwischen einem Produkt mit 0,5 % Gesamtkostenquote pro Jahr und einem mit 0,1 % existieren dennoch kleinere Welten, die sich langfristig durchaus auf die Rendite niederschlagen können.

Ein wachsamer Blick bei der Auswahl des Anbieters und Fonds, auch im Hinblick auf die Kostenstruktur, kann daher langfristig zu besseren Ergebnissen und vor allem Renditen führen. Daher sollten Investoren hier ebenfalls kurz die Möglichkeiten ausloten.

3. Fondsvolumen

Eine dritte Zahl, die man bei der Auswahl ebenfalls im Auge haben sollte, ist zu guter Letzt noch das Fondsvolumen eines Passivfonds. Auch wenn diese Kennzahl auf den ersten Blick wenig aussagekräftig ist, kann sie langfristig eine gigantische Bedeutung haben.

Einerseits ist der sogenannte Tracking Error nämlich eine wesentliche Sache, die häufig mit dem Fondsvolumen zusammenhängt. Kleinere Passivfonds können größere Indizes nämlich häufig nicht so gut nachbilden und weisen langfristig eine Differenz zu ihrem Vergleichsindex auf, dem sogenannten Tracking Error.

Viel wichtiger könnte letztlich jedoch ein zweiter Aspekt sein. Insbesondere kleinere Passivfonds werden nämlich zuweilen auch geschlossen, wenn sie nie eine kritische Masse an Fondsvolumen erreichen. Das führt zwar dazu, dass du dein Geld wiederbekommst und abgefunden wirst, allerdings wird man sich daraufhin einen neuen Passivfonds suchen müssen.

Um ein solches Szenario zu vermeiden, kann es sich anbieten, auf die Kassenschlager zu setzen. Wobei das manchmal gar kein schlechter Ansatz ist, denn gerade beliebte ETFs schwelgen selten zu Unrecht in der Gunst der Investoren. Ein hohes Fondsvolumen kann daher auch ein Anzeichen für die Qualität eines passiven Produktes sein.

Viele schnelle Blickwinkel

Die ETF-Auswahl bleibt somit weiterhin eine vergleichsweise einfache Prozedur. Immerhin bedeutend einfacher, als ein eigenes breites Aktienportfolio zusammenzustellen, aber das ist wohl hier auch nicht die Frage.

Einige Kennzahlen wie die Aktienanzahl, die TER und auch das Fondsvolumen sollte man dennoch in den Fokus rücken. Denn bei diesen können sich in kleinerem Maße über Jahre oder Jahrzehnte kleinere Erfolgsnuancen bei der Auswahl ergeben.

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