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Dividendenaristokrat Fresenius: Das Gute, das Schlechte, das Hässliche

Foto: Ralf Anders

Die Aktie von Fresenius (WKN: 578560) hat in den vergangenen Jahren wirklich eine bewegende Zeit hinter sich gebracht. Alleine der Aktienkursverlauf ist geprägt gewesen von Höhen und Tiefen und zwischenzeitlich konnte der Gesundheitskonzern sogar den Titel erster Dividendenaristokrat in unserem heimischen Leitindex für sich reklamieren. Eine bewegte Vergangenheit.

Innerhalb der letzten ein, zwei Jahre gab es dabei jedoch einige schlechte und, ja, sogar regelrecht hässliche Dinge, die Investoren ertragen mussten. Schauen wir im Folgenden auf diese Entwicklungen sowie auf das Gute, das noch immer in dem DAX-Gesundheitskonzern steckt.

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Das Hässliche: Gewinnwarnung

Der Anfang allen Übels beim DAX-Gesundheitskonzern war eine heftige Gewinnwarnung. Wobei, eigentlich sogar zwei, die Fresenius im vergangenen Jahr kurz hintereinander bekanntgeben mussten. Und die die Aktie deutlich zum Korrigieren gebracht haben, teilweise sogar um die Hälfte.

Die Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2018 war dabei allerdings gar nicht das Schlimmste oder Hässlichste, sondern die damaligen Aussichten, die die eigentliche Wachstumsaktie ebenfalls revidierte. Plötzlich rechnete das Management nämlich nicht mehr mit einem moderaten Wachstumskurs, sondern mit Stagnation. Und entsprechend wurde infolgedessen auch Stagnation eingepreist und nicht eben ein moderates Wachstum.

Das hinterließ einen hässlichen Krater im Chartverlauf der Aktie und sorgte für eine zwischenzeitlich doch recht preiswerte Bewertung. Allerdings ist Fresenius derzeit dabei, hier wieder einiges an Boden gutzumachen. Wohl auch, weil der heimische Leitindex derzeit dabei ist, auf Rekordjagd zu gehen.

Das Schlechte: Die ersten neun Monate

Zugegeben, es ist eigentlich verkehrt, von den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres als schlecht zu reden. Immerhin konnte der Gesundheitskonzern innerhalb dieses Zeitraums seine Umsätze moderat steigern, womit ein erster Teil des Turnarounds eingeläutet worden ist.

Allerdings stagnierten im ersten Dreivierteljahr des aktuellen Geschäftsjahres die Ergebnisse, weshalb wir wohl zumindest von einer durchwachsenen Performance sprechen können. Allerdings ist das Wörtchen durchwachsen nicht so schnittig, dass das in einen Titel passt.

Wie auch immer, Fresenius stagniert somit aus Sicht der Ergebnisse, könnte jedoch selbst wenig Schuld daran haben. Insbesondere die Dialysetochter Fresenius Medical Care sorgte schließlich für Stagnation und einen Ergebnisrückgang, der das Zahlenwerk des Gesundheitskonzerns negativ beeinflusste. Die Bereiche von Fresenius selbst konnten hingegen eine bessere Performance innerhalb der ersten neun Monate vorweisen.

Das Gute: Die Aussichten

Deutlich positiver bleiben wohl nach der Vergangenheit und der aktuellen Entwicklung die Aussichten, die Fresenius besitzt. Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2019 rechnet das Management wohl mit weiteren, operativen Fortschritten 2020. Insbesondere eine größere Übernahme könnte demnach für diese Börsenzeit geplant sein, wodurch der DAX-Konzern ebenfalls wieder in eine anorganische Wachstumsspur zurückfinden dürfte.

Doch auch organisch soll sich die Ausgangslage deutlich aufhellen. Gemäß eigener Prognosen ist mittelfristig schließlich mit einem eigenständigen organischen Wachstum zu rechnen, was auch das Bewertungsmaß tangieren könnte. Immerhin wird die Fresenius-Aktie nach den Kursstürzen der vergangenen Jahre noch immer vergleichsweise moderat bepreist und beginnt gerade erst, sich hier zu erholen.

Ein gewisses Premium könnte außerdem die Dividendenhistorie verdient haben, die in der Dividendenaristokratie mündete, was das aktuelle Bewertungsmaß möglicherweise noch preiswerter erscheinen lässt.

Fokus auf die Zukunft könnte sich auszahlen

Wie wir daher unterm Strich sehen können, hat die Aktie von Fresenius hässliche und durchwachsene Kapitel in der Vergangenheit hinter sich gebracht. Gewinnwarnungen und Ergebnisstagnation standen hier auf dem Programm, was definitiv einen Einfluss auf die Performance hatte.

Für die Zukunft zeichnet sich allerdings eine gute Wende mit einem möglichen organischen und anorganischen Wachstumskurs ab. Ob das inzwischen eingepreist ist, kann man durchaus anzweifeln. Entsprechend mag es vielleicht ein schlauer Schritt sein, sich die Aktie von Fresenius noch einmal anzusehen, bevor eine solche operative Entwicklung wirklich eintreten wird.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius. 

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