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Telekom-Aktie: 3 Gründe, warum die Fusion mit Orange ein guter Deal sein könnte

Träge, langweilig, Deutsche Telekom (WKN: 555750)? Bei vielen Investoren dürfte die T-Aktie glatt durchs Raster fallen.

Aber vielleicht könnte es bei Europas größtem Telekommunikationsunternehmen demnächst etwas bunter zur Sache gehen. Denn nach Informationen des „Handelsblatts“ wird in Bonn derzeit intensiv über eine Fusion mit Orange (WKN: 906849) – der ehemaligen France Télécom – nachgedacht.

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Das ist nicht irgendwer, sondern das größte Telekommunikationsunternehmen in Frankreich. Hier erwartet die Telekom nicht nur ein Umsatz von über 41 Mrd. Euro (Stand: 2018), sondern auch ein weltweites Netzwerk an beeindruckenden Beteiligungen und pfiffigen Geschäftsideen.

1. Stark in Schwellenländern

Von 1999 bis 2000 verdoppelte sich die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse in Deutschland. Was für ein Geschäft! 20 Jahre später sieht das natürlich etwas anders aus. Seit 2016 scheint der Markt in Deutschland nahezu gesättigt.

Die Schwellenländer dürften da noch wesentlich hungriger sein. Insbesondere Afrika hat Nachholbedarf. Außerhalb der großen Städte leben hier noch rund 600 Mio. Menschen ohne Strom (Stand: 2018). Ein gigantischer Markt!

Das scheint auch Orange mitbekommen zu haben. Die Franzosen betreiben in Afrika Mobilfunknetze, verlegen Unterseekabel nach Europa und unterstützen die afrikanische Start-up-Szene bei der Umsetzung innovativer Projekte.

Selbstverständlich hat auch die Deutsche Telekom Beteiligungen in der ganzen Welt. Nur in Afrika hat es bisher bis auf ein paar Ausnahmen offenbar noch nicht recht zünden wollen. Orange, bitte übernehmen Sie!

2. Online? Banking? Onlinebanking!

Telekommunikationsunternehmen beschweren sich gerne und oft über ihre Versorgerrolle. Kabel verlegen sollen sie, aber bei den Diensten, die damit ermöglicht werden, kassieren andere ab. Spotify (WKN: A2JEGN)? Amazon (WKN: 906866)? Netflix (WKN: 552484)? Undenkbar ohne flüssiges Internet – wie undankbar!

Orange versucht es trotzdem. Mit der Orange-Bank wagten sich die Franzosen 2017 als erster Telekommunikationskonzern einer großen Volkswirtschaft ins Onlinebanking vor.

Mit dabei ein alter Bekannter: DAX-Nesthäkchen Wirecard (WKN: 747206) wurde mit der technischen Realisierung von mobilen Zahlungen via NFC-Schnittstelle beauftragt. Virtuelle Visa (WKN: A0NC7B)-Karte inklusive!

Investoren, die sich bei der Deutschen Telekom schon immer mehr Innovation gewünscht haben, könnten also bald über Umwegen glücklich werden. Besser gut eingekauft, als schlecht selbst gemacht!

3. Marktführerambitionen beim Megatrend Cyber-Sicherheit

Orange saugt schon seit einiger Zeit konsequent wertvolle Kompetenzen aus dem Bereich Cyber-Sicherheit auf. Vor ein paar Monaten erst übernahmen die Franzosen den deutschen Cybersecurity-Spezialisten SecureLink und holten sich so Kapazitäten auf den Gebieten Cloud-Security, OT/IoT sowie Identitäts- und Zugangsmanagement ins Haus.

Auch das britische Unternehmen SecureData gehört seit Anfang 2019 zur „Orange Cyberdefense“, dem nach eigenen Angaben größten Serviceanbieter für Sicherheitslösungen und Gefährdungserkennung in Europa. Ein spannendes Paket!

Das dürfte sich auch die Deutsche Telekom denken. Insbesondere, da gute IT-Security-Spezialisten hierzulande rar gesät sind. Nicht umsonst haben sich deren Gehälter in letzter Zeit glatt verdreifacht.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk für meine T-Aktie

Ja, ich würde meine T-Aktie auch dann behalten, wenn die Fusion mit Orange nicht zustande käme. Aber ein schönes Weihnachtsgeschenk wäre es trotzdem. Die französischen Kollegen sind wirklich auf Zack!

Aber noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern. So schnell wird es wahrscheinlich auch nichts werden. Denn bei beiden Kandidaten sitzen noch die jeweiligen Staaten mit im Boot. Bei Orange hält der französische Staat satte 27 % der Anteile. Die Bundesrepublik Deutschland besitzt etwa ein Drittel der T-Aktien.

Schwierig! Aber unmöglich? Man darf noch träumen!

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Netflix, Spotify Technology, Tesla und Visa. Stefan Naerger besitzt Aktien der Deutschen Telekom.

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